Kardiologie

Herzschrittmacher-OP: Indikationen, Ablauf, Risiken und Nachsorge

Wie läuft eine Herzschrittmacher-OP ab? Erfahren Sie alles zu Indikationen, Ablauf, Risiken, Heilungsdauer und Schonung nach dem Eingriff.

10 Min. Lesezeit
Erfahrener Kardiologe erklärt einem Patienten und seiner Angehörigen die Funktion eines modernen Herzschrittmachers in einer hellen Klinik.

Herzschrittmacher-OP: Indikationen, Ablauf, Risiken und Nachsorge

Kurzantwort: Eine Herzschrittmacher-OP ist ein etablierter, meist minimalinvasiver kardiologischer Routineeingriff, bei dem ein elektronischer Impulsgeber unter lokaler Betäubung unterhalb des Schlüsselbeins implantiert wird, um einen zu langsamen oder unregelmäßigen Herzschlag bedarfsgerecht zu regulieren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Implantation ist medizinisch angezeigt bei symptomatischen Bradykardien, höhergradigen AV-Blöcken sowie dem Sinusknotensyndrom.
  • Je nach Befund kommen Einkammer-, Zweikammer- oder biventrikuläre Dreikammersysteme (CRT) sowie Kombinationen mit Defibrillatoren (ICD) zum Einsatz.
  • Der Eingriff dauert im Regelfall zwischen 30 und 90 Minuten und erfolgt unter Lokalanästhesie mit leichter Sedierung.
  • Der stationäre Aufenthalt beschränkt sich meist auf 1 bis 2 Tage zur postoperativen Funktions- und Lagekontrolle der Sonden.
  • In den ersten 4 bis 6 Wochen nach dem Eingriff ist eine gezielte Schonung der betroffenen Schulter- und Armpartie für das stabile Einwachsen der Elektroden entscheidend.

Die Herzschrittmacher-OP bezeichnet die chirurgische Implantation eines batteriebetriebenen elektronischen Geräts in das Gewebe des Brustkorbs zur kontinuierlichen Überwachung und bedarfsgerechten elektrischen Stimulation des Herzmuskels. Über transvenös eingeführte Elektroden korrigiert das System Störungen der Reizbildung oder der Erregungsleitung und unterstützt eine ausreichende Pumpleistung des Herzens im Ruhe- wie im Belastungszustand.

Wann ist eine Herzschrittmacher-OP medizinisch indiziert?

Eine Herzschrittmacher-OP ist erforderlich, wenn das körpereigene Reizleitungssystem den Herzmuskel nicht mehr ausreichend stimuliert, beispielsweise bei symptomatischer Bradykardie (zu langsamer Puls), Sinusknoten-Dysfunktion oder höhergradigen AV-Blöcken, die zu Schwindel, Synkopen oder Leistungseinbrüchen führen.

Liegt eine chronische oder intermittierende Störung der elektrischen Signalübertragung vor, kann das Herz nicht mehr genügend sauerstoffreiches Blut durch den Organismus pumpen. Ein wesentlicher Indikationsbereich ist das Sick-Sinus-Syndrom (Sinusknoten-Dysfunktion). Hierbei arbeitet der primäre Taktgeber des Herzens unzuverlässig, was zu Sinusarresten, stark verlangsamten Herzfrequenzen oder einem Wechsel zwischen zu schnellen und zu langsamen Rhythmen führt.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden atrioventrikuläre Leitungsstörungen. Bei einem AV-Block Grad II (Typ Mobitz) oder einem AV-Block Grad III ist die Überleitung der elektrischen Impulse vom Vorhof auf die Herzkammern teilweise oder vollständig unterbrochen. Dies führt oft zu ventrikulären Ersatzrhythmen mit sehr niedrigen Frequenzen von unter 40 Schlägen pro Minute. Ohne Schrittmachertherapie besteht hier ein akutes Risiko für Asystolien oder kardiogene Schockzustände.

Auch ein Herzschrittmacher bei verlangsamtem Vorhofflimmern stellt ein häufiges Behandlungsszenario dar. Wenn Vorhofflimmern mit einer verlangsamten Überleitung auf die Herzkammern (Bradyarrhythmia absoluta) einhergeht oder wenn zur Frequenzkontrolle verabreichte Medikamente (wie Betablocker) den Puls tagsüber oder nachts kritisch absenken, verhindert das Aggregat längere Pausen.

Zu den klinischen Leitsymptomen, die eine diagnostische Abklärung mittels Ruhe-EKG, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG erfordern, zählen:

  • Plötzliche, unerklärliche Ohnmachtsanfälle (Synkopen) oder Präsynkopen
  • Chronische Abgeschlagenheit, rasche Ermüdbarkeit und spürbarer Leistungsabfall
  • Schwindelattacken, Benommenheitsgefühl und Schwarzwerden vor den Augen
  • Atemnot (Dyspnoe) bereits bei geringer körperlicher Belastung
  • Verwirrtheitszustände bei älteren Patientinnen und Patienten infolge zerebraler Minderdurchblutung

Schrittmacher-Typen: Einkammer-, Zweikammer- und 3-Kammer-Herzschrittmacher-OP

Die Wahl des Gerätetyps richtet sich nach der Art der Rhythmusstörung: Einkammer-Systeme stimulieren Vorhof oder Kammer isoliert, Zweikammer-Systeme koordinieren beide Hohlräume synchron, und eine 3-Kammer-Herzschrittmacher-OP (CRT-System) synchronisiert beide Hauptkammern bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz.

Welches System implantiert wird, hängt von der genauen Lokalisation des Reizleitungsdefekts sowie der allgemeinen kardialen Pumpfunktion ab:

Einkammerschrittmacher verfügen über eine einzige Sonde. Diese platziert das Operationsteam entweder im rechten Vorhof (AAI-Modus), sofern der AV-Knoten intakt ist, oder in der rechten Herzkammer (VVI-Modus), was häufig bei permanentem Vorhofflimmern mit langsamer Kammerfrequenz der Fall ist.

Zweikammerschrittmacher (DDD-Modus) stellen heute den klinischen Standard für die meisten Indikationen dar. Sie besitzen zwei Elektroden, eine im rechten Vorhof und eine in der rechten Kammer. Das System ahmt den natürlichen Ablauf nach: Es registriert die Aktivität des Vorhofs und stimuliert bei Bedarf nach einer kurzen physiologischen Verzögerung die Hauptkammer. Dadurch bleibt die Synchronität zwischen Vorhof und Kammer gewahrt, was die Füllung der Kammern unterstützt.

Bei der 3-Kammer-Herzschrittmacher-OP, auch als kardiale Resynchronisationstherapie (CRT-P) bezeichnet, führt die Operateurin oder der Operateur neben den beiden Sonden im rechten Vorhof und der rechten Kammer eine dritte Elektrode über den Koronarsinus an die linke Herzkammerwand. Liegt bei Herzinsuffizienz ein Linksschenkelblock vor, ziehen sich linke und rechte Kammer zeitversetzt zusammen, was die Auswurfleistung beeinträchtigt. Das Dreikammersystem stimuliert beide Ventrikel simultan und stellt ein gleichmäßiges Kontraktionsmuster wieder her.

Besteht zusätzlich das Risiko für lebensbedrohliche ventrikuläre Tachykardien oder Kammerflimmern, kommt ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) zum Einsatz. Dieser vereint die Schrittmacherfunktion zur Behebung von Bradykardien mit der Fähigkeit, durch hochenergetische Schocks oder Überstimulation gefährliche Rhythmusstörungen zu beenden.

Schrittmacher-Typ Anzahl der Sonden Platzierung der Sonden Primäre Indikationen
Einkammer-Schrittmacher 1 Sonde Rechter Vorhof ODER rechte Herzkammer Chronisches Vorhofflimmern mit Bradykardie, isolierter Sinusknotenstillstand
Zweikammer-Schrittmacher 2 Sonden Rechter Vorhof UND rechte Herzkammer AV-Blockierungen (Grad II & III), Sinusknotensyndrom mit intaktem Ventrikel
Dreikammer-Schrittmacher (CRT-P) 3 Sonden Rechter Vorhof, rechte Kammer, linke Kammerwand Herzinsuffizienz mit Linksschenkelblock (breiter QRS-Komplex)
Kombinationssystem (CRT-D / ICD) 1 bis 3 Sonden (inkl. Schockwendel) Je nach Modell Vorhof/Kammern Erhöhtes Risiko für Kammerflimmern, schwere strukturelle Herzerkrankung

Herzschrittmacher-OP: Ablauf und Dauer des Eingriffs

Der Eingriff wird meist unter lokaler Betäubung mit leichter Sedierung über einen kleinen Hautschnitt unterhalb des Schlüsselbeins vorgenommen; die eigentliche Herzschrittmacher-OP Dauer liegt bei unkomplizierten Ein- oder Zweikammersystemen in der Regel zwischen 30 und 90 Minuten.

Vor der Operation erfolgt eine kardiologische Vorbereitung inklusive Blutbildkontrolle (insbesondere Gerinnungsparameter und Nierenwerte), EKG und Ultraschalluntersuchung des Herzens. Der Herzschrittmacher-OP Ablauf gliedert sich in folgende standardisierte Schritte:

  1. Vorbereitung und Anästhesie: Das Operationsfeld unterhalb des linken oder rechten Schlüsselbeins wird rasiert, desinfiziert und steril abgedeckt. Die Chirurgin oder der Chirurg injiziert ein Lokalanästhetikum in Haut und Unterhautgewebe. Auf Wunsch erhält die Patientin oder der Patient ein leichtes Beruhigungsmittel (Sedierung); eine Vollnarkose ist nur in Ausnahmefällen erforderlich.
  2. Gefäßzugang und Aggregattasche: Über einen etwa 4 bis 6 Zentimeter langen Hautschnitt legt das Operationsteam den Zugang zu einer Schlüsselbeinvene (Vena cephalica oder Vena subclavia) frei. Gleichzeitig wird im Unterhautfettgewebe oder unter dem Brustmuskel eine kleine Tasche zur Aufnahme des Schrittmachergehäuses präpariert.
  3. Sondenplatzierung unter Röntgenkontrolle: Das Team schiebt die feinen, biegsamen Elektroden durch die Vene unter kontinuierlicher Durchleuchtung mit einem Röntgengerät (C-Bogen) bis in die Zielbereiche des Herzens vor.
  4. Elektrophysiologische Messung: Nach Fixierung der Sondenspitzen (aktiv mittels kleiner Schraube oder passiv mit feinen Lamellen im Trabekelwerk) prüft das Team Reizschwelle, Signalamplitude und Sondenimpedanz, um eine zuverlässige Impulsübertragung bei minimalem Energieverbrauch sicherzustellen.
  5. Konnektierung und Implantation: Die Sondenenden werden fest mit dem Schrittmacheraggregat verschraubt. Anschließend wird das Aggregat in die vorbereitete Gewebetasche eingelegt.
  6. Wundverschluss: Das Gewebe wird in mehreren Schichten mit resorbierbarem Nahtmaterial verschlossen, die Haut entweder intrakutan vernäht oder mit medizinischem Gewebekleber versiegelt und mit einem sterilen Druckverband versorgt.

Bei einer biventrikulären 3-Kammer-Herzschrittmacher-OP kann sich die Herzschrittmacher-OP Dauer auf 90 bis 180 Minuten verlängern, da die Sondennavigation über das venöse System des Koronarsinus technisch anspruchsvoller ist.


Herzschrittmacher-OP: Risiken und Sicherheitsaspekte

Als standardisierter kardiologischer Routineeingriff weist die Operation niedrige Komplikationsraten auf; zu den erfassten Risiken zählen lokale Nachblutungen, Hämatombildung in der Schrittmachertasche, Wundinfektionen sowie in seltenen Fällen eine Dislokation der implantierten Sonden.

Das perioperative Herzschrittmacher-OP Risiko ist dank bildgebender Verfahren, verfeinerter Implantattechnik und standardisierter Hygieneprotokolle gering. Die Gesamtrate schwerwiegender Komplikationen liegt in qualifizierten Zentren laut klinischen Registerdaten bei unter 2 bis 3 %. Mögliche Zwischenfälle umfassen:

  • Taschenhämatom und Nachblutungen: Blutergüsse im Bereich der Aggregattasche treten bei etwa 1 bis 3 % der Behandelten auf. Sie heilen meist von selbst ab und erfordern nur bei starker Größenzunahme oder ausgeprägtem Druckschmerz eine operative Entlastung.
  • Sondendislokation: In den ersten Wochen nach dem Eingriff kann sich eine Elektrode lockern oder geringfügig verschieben (Häufigkeit ca. 1 bis 2 %). Dies führt zu einem Reizschwellenanstieg oder Signalverlust und erfordert eine Lagekorrektur unter Röntgenkontrolle.
  • Pneumothorax: Bei der Punktion der Vena subclavia besteht ein geringes Risiko (< 1 %), die Lungenspitze zu verletzen, wodurch Luft in den Pleuraspalt eintreten kann. Ein kleiner Pneumothorax bildet sich meist spontan zurück; größere Befunde werden vorübergehend drainiert.
  • Infektionen: Eine Tascheninfektion oder eine Infektion des Reizleitungssystems tritt bei rund 0,5 bis 1 % der Eingriffe auf. Sie erfordert eine intravenöse Antibiotikatherapie, in schwereren Fällen den Austausch des Systems.
  • Schrittmacher-Syndrom: Tritt primär bei VVI-Einkammersystemen auf, wenn Vorhof und Kammer asynchron schlagen. Dies lässt sich durch eine angepasste Programmierung oder die Wahl eines Zweikammersystems vermeiden.

Um Risiken zu verringern, wird das Gerinnungsmanagement vor dem Eingriff präzise geplant. Patientinnen und Patienten unter blutverdünnender Medikation müssen diese je nach Wirkstoffklasse oft nicht mehr vollständig absetzen, sondern führen die Therapie unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle fort.


Herzschrittmacher-OP: Wie lange im Krankenhaus verbleiben Patientinnen und Patienten?

Nach der Implantation bleiben Patientinnen und Patienten in der Regel 1 bis 2 Tage im Krankenhaus, um die Wundheilung, den stabilen Sitz der Elektroden per Röntgenaufnahme und die korrekte Geräteprogrammierung kardiologisch zu kontrollieren.

Bei der Frage zur Herzschrittmacher-OP wie lange im Krankenhaus verweilt werden muss, unterscheidet das Ärzteteam zwischen Ersteingriffen und Aggregatwechseln. Ein reiner Batteriewechsel, bei dem die funktionstüchtigen Sonden im Herzen verbleiben, kann häufig teilstationär oder ambulant mit einer Nachbeobachtungszeit von wenigen Stunden erfolgen.

Bei einer Neuimplantation gestaltet sich der stationäre Ablauf typischerweise wie folgt:

  • Tag der Operation: Bettruhe für einige Stunden zur Vermeidung von Nachblutungen, Wundkontrolle sowie telemetrische Dauerüberwachung des Herzrhythmus zur Überprüfung der Schrittmacherfunktion.
  • 1. postoperativer Tag: Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) in zwei Ebenen zum Ausschluss eines Pneumothorax und zur Dokumentation der Sondenlage; Abnahme des Druckverbands; kardiologische Programmierung des Schrittmachers via Telemetriekopf zur Feinjustierung von Impulsstärke, Wahrnehmungsschwelle und Frequenzanpassung.
  • Entlassungstag (Tag 1 oder 2): Abschlussgespräch, Aushändigung des Schrittmacherausweises und Überleitung in die ambulante kardiologische Weiterbetreuung.

Schonung und Bewegung nach einer Herzschrittmacher-OP

In den ersten 4 bis 6 Wochen nach dem Eingriff sollte der Arm auf der Operationsseite nicht über Schulterhöhe gehoben und schweres Heben vermieden werden, um ein Einwachsen der Sonden zu unterstützen, während Spaziergänge bereits kurz nach der Operation empfohlen werden.

Die Bewegung nach Herzschrittmacher-OP folgt einem stufenweisen Rehabilitationsschema. Das Gewebe benötigt mehrere Wochen, um die Sondenspitzen im Myokard stabil zu verankern und eine feste Kapsel um das Aggregat in der Brusttasche aufzubauen.

Phase Zeitrahmen Erlaubte Aktivitäten Einschränkungen
Akutphase Woche 1, 2 Alltägliche Bewegungen des Unterarms, Spaziergänge, leichte Schreibtischarbeit Kein Heben von Lasten > 2-3 kg, Arm nicht über 90° anheben, Wunde trocken halten
Konsolidierung Woche 3, 6 Zunehmende Armmobilität, leichte Gymnastik, moderate Fahrradergometrie nach Rücksprache Keine ruckartigen Zugbewegungen, kein schweres Tragen (> 5 kg), kein Kontaktsport
Stabilisierung Ab Woche 7 Vollständige Alltagsbelastung, leichtes Schwimmen, Wandern, moderates Radfahren Sportarten mit starker Stoß- oder Schlagbelastung auf die Schrittmachertasche meiden

Für den Alltag gelten Verhaltensregeln im Umgang mit elektromagnetischen Feldern. Übliche Haushaltsgeräte (wie Mikrowellen, Fernseher oder Computer) sind bei intakter Erdung unbedenklich nutzbar. Mobiltelefone sollten nicht in der Brusttasche direkt über dem Aggregat getragen, sondern am gegenüberliegenden Ohr genutzt werden. Bei Sicherheitskontrollen an Flughäfen weisen Betroffene ihren Schrittmacherausweis vor; die Torsonde kann in normalem Schritttempo durchschritten werden, während manuelle Handdetektoren nicht länger über dem Schrittmacher verweilen sollten.


Herzschrittmacher-OP Kosten und finanzielle Planung

Bei vorliegender medizinischer Indikation übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Deutschland die vollständigen Behandlungskosten; für Selbstzahlende oder internationale Behandlungen liegen die Gesamtaufwendungen je nach Systemtyp, Klinik und Liegedauer typischerweise zwischen 6.000 und 16.000 Euro.

Die Abrechnung im deutschen Gesundheitssystem erfolgt über das DRG-Fallpauschalensystem (Diagnosis Related Groups). Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten entstehen, abgesehen von der regulären stationären Zuzahlung von 10 Euro pro Krankenhaustag, keine gesonderten Eigenanteile für die Herzschrittmacher-OP Kosten.

Für internationale Patientinnen und Patienten oder Selbstzahler setzen sich die Gesamtkosten aus mehreren Faktoren zusammen:

  • Gerätekosten: Einkammersysteme liegen im unteren Preissegment, während moderne CRT-D-Systeme (Dreikammer mit Defibrillatorfunktion) den größten Materialkostenfaktor darstellen.
  • Operations- und Anästhesiehonorar: Vergütung für das chirurgische und kardiologische Implantationsteam sowie die anästhesiologische Betreuung.
  • Stationärer Aufenthalt: Pflegeaufwand, Unterbringung auf der Normal- oder Wahlleistungsstation und Verpflegung.
  • Diagnostik und Material: Röntgendurchleuchtung, Kathetermaterial, intraoperative Reizschwellenanalyse und postoperative Programmierung.

Orientierungswerte für die Kosten für Herzschrittmacher-OP bei Selbstzahlenden:

  • Einkammer-Herzschrittmacher: ca. 6.000 bis 8.500 Euro
  • Zweikammer-Herzschrittmacher: ca. 7.500 bis 11.000 Euro
  • CRT-P (Dreikammersystem ohne Defibrillator): ca. 10.000 bis 14.000 Euro
  • CRT-D (Dreikammersystem mit Defibrillator): ca. 14.000 bis 18.500 Euro
  • Aggregatwechsel (Batterietausch bei bestehenden Sonden): ca. 3.500 bis 5.500 Euro

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