

Universitätsklinikum Heidelberg
heidelberg
- Fachgebiete
- 30
- Abteilungen
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Unterlagen hochladenÜberblick
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutenden universitätsmedizinischen Zentren in Deutschland und Europa mit einer bis in das Jahr 1818 zurückreichenden medizinischen Fakultät und rund 2500 Betten. Die Einrichtung ist international für die Krebsbehandlung bekannt als Standort des National Center for Tumor Diseases sowie des Heidelberg Ion-Beam Therapy Center, welches eine Strahlentherapie mit Protonen und Kohlenstoffionen anbietet. Sie gewährleistet eine umfassende, hochspezialisierte Versorgung verschiedener Fachrichtungen in Verbindung mit Forschung in den Bereichen Onkologie, Kardiologie, Neurowissenschaften, Transplantationsmedizin und nahezu allen weiteren Feldern der Medizin.
Fachgebiete
Abteilungen
- Herzmedizin
- Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie
- Medizinische Onkologie
- Radioonkologie
- Chirurgische Onkologie
- Brustgesundheit
- Hämatologie und Knochenmarktransplantation
- Neurowissenschaften
- Neurochirurgie
- Wirbelsäulenchirurgie
- Gastroenterologie
- Gastrointestinalchirurgie
- Orthopädie und Endoprothetik
- Urologie
- Nephrologie
- Organtransplantation
- Lebertransplantation
- Nierentransplantation
- Pneumologie
- Thoraxchirurgie
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Reproduktionsmedizin und Fertilität
- Pädiatrie
- Neonatologie
- Bariatrische Chirurgie
- Allgemeinchirurgie
- Roboterassistierte Chirurgie
- Plastische und Rekonstruktive Chirurgie
- Dermatologie
- Endokrinologie und Diabetologie
- Augenheilkunde
- HNO
- Zahnmedizin
- Rheumatologie
- Schlafmedizin
- Physiotherapie und Rehabilitation
- Prävention und Check-up
Behandlungen
Allgemeinchirurgie
Bariatrische Chirurgie (Adipositaschirurgie)
Gynäkologie und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO)
Kardiologie und Herzchirurgie
Neurologie und Neurochirurgie
Organtransplantation
Orthopädie und Unfallchirurgie
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Plastische und Ästhetische Chirurgie
Reproduktionsmedizin (IVF und Kinderwunschmedizin)
Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Leistungen für internationale Patienten
- Büro für internationale Patienten
- Dolmetscher- und Übersetzungsdienste
- Unterstützung bei Visum und Reise
- Flughafentransfer
- Unterstützung bei der Unterbringung
Technologien und Ausstattung
Kohlenstoffionentherapie (Schwerionentherapie)
Die Kohlenstoffionentherapie (Schwerionentherapie) ist eine der fortschrittlichsten verfügbaren Formen der Strahlentherapie. Sie nutzt einen fokussierten Strahl aus Kohlenstoffionen anstelle konventioneller Röntgenstrahlung, um Tumoren mit außergewöhnlicher Präzision zu zerstören. Kohlenstoffionen sind schwere geladene Teilchen, die den Großteil ihrer Energie in einer kontrollierten Tiefe im Körper freisetzen. Dadurch kann der Strahl so ausgerichtet werden, dass er seine volle Dosis im Tumor abgibt, während das gesunde Gewebe davor und dahinter weitgehend geschont wird. Da Kohlenstoffionen Tumorzellen zudem wirksamer schädigen als Standardstrahlung, ist diese Behandlung besonders wertvoll für Tumoren, die chirurgisch schwer zu entfernen sind oder sich gegenüber einer konventionellen Strahlentherapie als resistent erweisen. Sie wird weltweit nur an einer geringen Anzahl hochspezialisierter Partikeltherapiezentren angeboten.
CyberKnife M6
CyberKnife M6 ist ein Robotersystem für die stereotaktische Radiochirurgie und die stereotaktische Körperstrahlentherapie (SBRT). Trotz des Namens gibt es weder ein Messer noch Schnitte. Ein kompakter Linearbeschleuniger ist auf einem computergesteuerten Roboterarm angebracht und gibt viele dünne Strahlenbündel fokussierter Strahlung aus Hunderten von Winkeln ab. Die Strahlen treffen mit einer Genauigkeit im Submillimeterbereich auf den Tumor, sodass eine hohe Dosis das Ziel erreicht, während das umliegende gesunde Gewebe geschont wird. Eine bildgebende Überwachung während der Behandlung verfolgt den Tumor kontinuierlich, und eine Bewegungssynchronisation folgt Zielstrukturen, die sich mit der Atmung bewegen, wie etwa in der Lunge oder der Leber. Die Behandlung ist nicht-invasiv und schmerzfrei, erfordert keinen starren Kopfrahmen und erfolgt in der Regel ambulant in einer bis fünf Sitzungen. Die Entscheidung trifft das radioonkologische Team stets individuell.
Intraoperative Strahlentherapie (IORT)
Die intraoperative Strahlentherapie (IORT) ist ein Verfahren, bei dem während der Operation selbst, unmittelbar nach der Tumorentfernung und während die Patientin oder der Patient noch in Narkose schläft, eine einzelne, gezielte Strahlendosis direkt in das Risikogebiet verabreicht wird. Bei geöffneter Operationswunde kann das Behandlungsteam den Bestrahlungsapplikator exakt auf dem betroffenen Gewebe platzieren und die Haut sowie benachbarte Organe behutsam aus dem Strahlengang verlagern. Dadurch wird die Bestrahlung präzise dorthin gelenkt, wo Krebszellen am ehesten verblieben sein könnten, während gesundes Gewebe geschont wird. Für geeignete Patientinnen und Patienten, insbesondere bei Brustkrebs im Frühstadium, kann eine einzige intraoperative Dosis eine mehrwöchige Strahlentherapie nach dem Eingriff ersetzen oder deutlich verkürzen.
PET-CT
Die PET-CT ist ein modernes hybrides Bildgebungsverfahren, das die Positronenemissionstomographie mit der Computertomographie in einer einzigen Untersuchung verbindet und so die Stoffwechselaktivität sowie die anatomische Struktur des Körpers gleichzeitig darstellt. Im typischen PET-CT-Ablauf wird eine geringe Dosis eines schwach radioaktiven Radiopharmakons (Tracers), meist ein Glukose-Analogon, injiziert, das sich in besonders stoffwechselaktiven Zellen anreichert, wie es für viele Tumoren charakteristisch ist. Da sie krankhafte Veränderungen oft schon sichtbar macht, bevor sich die Form eines Organs verändert, gehört die PET-CT zu den wichtigsten Verfahren, um Krebserkrankungen zu erkennen, deren Ausbreitung zu bestimmen und das Ansprechen auf eine Therapie zu überprüfen.
Brachytherapie
Die Brachytherapie, zu deren Formen auch die LDR-Brachytherapie gehört, ist eine Art der internen Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle direkt im Körper am oder neben dem Tumor platziert wird, anstatt von außen auf ihn gerichtet zu werden. Da sich die Quelle so nah am Zielbereich befindet, kann sie eine hohe, sehr gezielte Dosis abgeben, während die Strahlung über eine kurze Distanz steil abfällt und das umliegende gesunde Gewebe schont. Moderne Systeme automatisieren diesen Ablauf sicher: Dünne Röhrchen werden zum Tumor geführt, die Quelle bewegt sich entlang eines präzisen Plans hindurch und wird am Ende wieder herausgezogen, sodass keine Strahlung im Körper zurückbleibt.
da-Vinci-Roboterchirurgie
Die da-Vinci-Roboterchirurgie ermöglicht es chirurgischen Fachkräften, komplexe Eingriffe über wenige kleine Schlüssellochschnitte anstelle eines großen Schnitts durchzuführen. An einer nahestehenden Konsole sitzend steuert der Operateur winzige, abwinkelbare Instrumente sowie eine vergrößernde, hochauflösende 3D-Kamera, während die Roboterarme jede Handbewegung in präzise, ruhige Bewegungen im Körperinneren übersetzen. Das System handelt zu keinem Zeitpunkt eigenständig: Die chirurgische Fachkraft behält stets die vollständige Kontrolle. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dieser minimalinvasive Ansatz häufig weniger Schmerzen, kleinere Narben, einen geringeren Blutverlust und eine schnellere Rückkehr in den gewohnten Alltag.
3-Tesla-MRT
Das 3-Tesla-MRT ist ein Hochfeld-Magnetresonanztomograph, der außergewöhnlich detaillierte Bilder aus dem Inneren des Körpers erzeugt. Die Bezeichnung „3 Tesla“ bezieht sich auf die Stärke des Magneten, die etwa doppelt so hoch ist wie bei einem Standard-MRT-Gerät. Diese zusätzliche Leistung ermöglicht schärfere, höher auflösende Aufnahmen, oft in kürzerer Zeit. Wie jede Magnetresonanztomographie nutzt das Verfahren ein starkes Magnetfeld und Radiowellen anstelle von Röntgenstrahlen, sodass keine ionisierende Strahlung entsteht. Es ist besonders wertvoll für die Untersuchung des Gehirns, des Nervensystems, der Gelenke und des Weichteilgewebes und unterstützt Ärzte dabei, Veränderungen zu erkennen und zu beurteilen, die auf anderen Aufnahmen schwer zu sehen sein können.
MR-Linac (MRT-geführte Strahlentherapie)
Der MR-Linac (MRT-geführte Strahlentherapie) kombiniert ein Bestrahlungsgerät mit einem MRT-Scanner in einem einzigen System, sodass das Behandlungsteam der Onkologie den Tumor und das umgebende Weichgewebe während der laufenden Bestrahlung in Echtzeit beobachten kann. Die Standard-Strahlentherapie stützt sich auf Planungsaufnahmen früherer Tage, doch Tumoren und Organe verlagern sich von Sitzung zu Sitzung sowie durch die Atembewegung geringfügig. Durch die direkte Sicht auf das Zielgebiet ermöglicht der MR-Linac dem Team, den Bestrahlungsplan täglich anzupassen und den Strahl bei Bewegungen des Tumors anzuhalten oder nachzuführen, um die Dosis exakt dort abzugeben, wo sie benötigt wird, und gesundes Gewebe besser zu schonen.
Standort
Im Neuenheimer Feld 672, 69120 Heidelberg, Germany
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