CyberKnife M6
radiation-oncology
CyberKnife M6 ist an 10 Krankenhäusern in 7 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.
10 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 4 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 7 davon sind JCI-akkreditiert.
CyberKnife M6 ist ein Robotersystem für die stereotaktische Radiochirurgie und die stereotaktische Körperstrahlentherapie (SBRT). Trotz des Namens gibt es weder ein Messer noch Schnitte. Ein kompakter Linearbeschleuniger ist auf einem computergesteuerten Roboterarm angebracht und gibt viele dünne Strahlenbündel fokussierter Strahlung aus Hunderten von Winkeln ab. Die Strahlen treffen mit einer Genauigkeit im Submillimeterbereich auf den Tumor, sodass eine hohe Dosis das Ziel erreicht, während das umliegende gesunde Gewebe geschont wird. Eine bildgebende Überwachung während der Behandlung verfolgt den Tumor kontinuierlich, und eine Bewegungssynchronisation folgt Zielstrukturen, die sich mit der Atmung bewegen, wie etwa in der Lunge oder der Leber. Die Behandlung ist nicht-invasiv und schmerzfrei, erfordert keinen starren Kopfrahmen und erfolgt in der Regel ambulant in einer bis fünf Sitzungen. Die Entscheidung trifft das radioonkologische Team stets individuell.
Das Wichtigste in Kürze
- Trotz der Bezeichnung Messer wird nichts geschnitten, da es sich um eine Roboterplattform für stereotaktische Radiochirurgie und SBRT handelt, bei der ein kompakter Linearbeschleuniger auf einem computergesteuerten Arm statt auf einer festen Gantry sitzt.
- Zu den Behandlungszielen gehören Tumoren der Lunge, der Leber, der Wirbelsäule, des Gehirns, der Prostata, der Bauchspeicheldrüse und der Niere sowie eine Reihe gutartiger und funktioneller Erkrankungen, wobei das Verfahren gewählt wird, wenn eine offene Operation ungünstig wäre oder die Person nicht operabel ist.
- Bei der Planung wird anhand von Schnittbildern eine dreidimensionale Karte erstellt, anschließend umfährt der Roboterarm die Behandlungsliege und gibt schwache Strahlen aus vielen Richtungen ab, die sich erst an ihrem Schnittpunkt summieren, während die Bildgebung die Position fortlaufend prüft und die Bewegungssynchronisation das Ziel auch bei atembedingten Bewegungen im Fokus hält.
- Sie spüren während einer Sitzung, die etwa eine halbe Stunde bis etwas über eine Stunde dauert, nichts, Sie atmen normal, viele Körperregionen erfordern keinen starren Rahmen und Sie kehren noch am selben Tag nach Hause zurück.
- Die Rückbildung des Tumors erfolgt eher allmählich als sofort, weshalb Kontrollaufnahmen in den folgenden Wochen und Monaten vereinbart werden, während leichte Begleiterscheinungen wie vorübergehende Müdigkeit oder eine lokale Hautreaktion von der bestrahlten Region abhängen.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art
- Robotersystem für stereotaktische Radiochirurgie und SBRT
- Anwendungsbereiche
- präzise Hochdosisbestrahlung von Tumoren in Gehirn, Wirbelsäule, Lunge, Leber, Prostata, Bauchspeicheldrüse, Niere und weiteren Regionen sowie bei einigen gutartigen und funktionellen Erkrankungen
- Hauptvorteil
- Submillimetergenauigkeit mit Tumorverfolgung in Echtzeit zur Schonung von gesundem Gewebe
- Betäubung
- in den meisten Fällen keine Narkose erforderlich
- Einsatzort
- akkreditierte Krebszentren im Ausland
Was das System ist
CyberKnife M6 ist eine vollständige Plattform zur Bestrahlung mit äußerster Präzision. Sie kombiniert einen kompakten Linearbeschleuniger als Strahlungsquelle mit einem Roboterarm, der diesen Strahl aus nahezu jedem Winkel um den Körper positionieren kann. Diese Bewegungsfreiheit unterscheidet das System von fest installierten Geräten. Eine integrierte Bildgebung prüft kontinuierlich die exakte Position des Tumors und korrigiert kleinste Verschiebungen, sodass der vor der Behandlung erstellte Bestrahlungsplan während der Sitzung exakt an den Körper angepasst wird. Da die Strahlung so gebündelt wird, dass sie erst im Zielgewebe konvergiert, kann das System Läsionen behandeln, die klein sind, nahe an empfindlichen Strukturen liegen oder schwer erreichbar sind. Es wird von radioonkologischen Teams als zielgerichtete, nicht-operative Behandlungsoption eingesetzt.
Funktionsweise
Vor der Behandlung erstellt das Team detaillierte Schnittbilder und fertigt eine dreidimensionale Karte des Tumors und der umliegenden Organe an. Anschließend wird ein Plan erstellt, bei dem sich Hunderte einzelner Strahlen, die jeweils für sich genommen schwach sind, im Tumor kreuzen, um dort eine hohe Gesamtdosis abzugeben, während das umgebende Gewebe nur sehr wenig Strahlung erhält. Während der Sitzung liegt der Patient bequem auf einer Liege, während sich der Roboterarm um ihn herum bewegt und Strahlen aus vielen Richtungen abgibt. Das Bildgebungssystem nimmt fortlaufend Aufnahmen auf, und falls sich der Tumor bewegt, passt das System den Strahl in Echtzeit an. Bei Tumoren, die sich mit der Atmung mitbewegen, folgt die Bewegungssynchronisation diesen Verschiebungen, damit der Strahl fest auf das Ziel gerichtet bleibt. Für die Behandlung selbst sind weder ein Schnitt noch Implantate erforderlich.
Behandlungsbereiche und geeignete Personen
CyberKnife M6 behandelt Tumoren in vielen Körperregionen, darunter Gehirn, Wirbelsäule, Lunge, Leber, Prostata, Bauchspeicheldrüse und Niere, sowie einige Läsionen an anderen Stellen. Das Verfahren kann bei bestimmten gutartigen Tumoren und einigen funktionellen Störungen angewendet werden und wird mitunter gewählt, wenn ein Tumor operativ schwer zugänglich ist oder eine Operation für die betroffene Person nicht infrage kommt. Es kann allein oder begleitend zu anderen Therapien wie chirurgischen Eingriffen, Chemotherapie oder einer herkömmlichen Strahlentherapie eingesetzt werden. Häufig eignet es sich für Personen, die eine nicht-invasive Option bevorzugen, wenige klar abgrenzbare Zielstrukturen aufweisen oder eine Behandlung in der Nähe empfindlicher Strukturen benötigen. Ob das Verfahren die richtige Wahl darstellt, hängt von Art, Größe und Lage des Tumors sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand ab und wird vom radioonkologischen Team individuell entschieden.
Vorteile und Ablauf
Zu den wesentlichen Vorteilen zählen eine sehr hohe Präzision, die Schonung gesunden Gewebes und ein nicht-invasives, schmerzfreies Verfahren, das in den meisten Fällen ohne Vollnarkose auskommt. Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant in einer bis fünf Sitzungen, wobei eine Sitzung je nach Einzelfall etwa eine halbe Stunde bis über eine Stunde dauern kann. Die meisten Menschen können rasch zu ihren gewohnten Aktivitäten zurückkehren. Nebenwirkungen sind im Allgemeinen mild und hängen vom bestrahlten Bereich ab, wie etwa vorübergehende Müdigkeit, leichte Hautreaktionen oder lokale Beschwerden, die innerhalb von Tagen bis Wochen abklingen. Die Ergebnisse treten nicht immer sofort ein, da auf diese Weise behandelte Tumoren oft über Wochen oder Monate hinweg allmählich schrumpfen; das Team vereinbart entsprechende Kontrolluntersuchungen zur Verlaufskontrolle. Patientinnen und Patienten erhalten genaue Anweisungen für jeden Behandlungstermin und die nachfolgende Zeit.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Handelt es sich bei CyberKnife M6 um eine Operation und wird dabei geschnitten?
Nein. Trotz der Bezeichnung Messer im Namen gibt es keinen Schnitt und es wird kein Gewebe durchtrennt. Die Behandlung nutzt fokussierte Strahlenbündel, die von außerhalb des Körpers abgegeben werden, sodass die Haut intakt bleibt und für die Behandlung selbst kein Implantat eingesetzt werden muss.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Behandlung selbst ist schmerzfrei. Sie liegen ruhig auf einer Liege, während sich der Roboterarm um Sie herum bewegt, und spüren von der Strahlung nichts. Sie können in der Regel normal atmen, und für viele Körperregionen ist kein starrer Rahmen erforderlich, was die Sitzung angenehmer macht.
Wie viele Sitzungen sind erforderlich und wie lange dauern sie?
Die meisten Behandlungen erfolgen in einer bis fünf Sitzungen, die häufig als Fraktionen bezeichnet werden. Eine einzelne Sitzung kann je nach Zielbereich und Plan etwa dreißig Minuten bis über eine Stunde dauern. Da die Behandlung ambulant erfolgt, können Sie in der Regel noch am selben Tag nach Hause gehen.
Welche Krebserkrankungen und Beschwerden können behandelt werden?
Das System wird bei Tumoren von Gehirn, Wirbelsäule, Lunge, Leber, Prostata, Bauchspeicheldrüse, Niere und weiteren Regionen sowie bei einigen gutartigen Tumoren und funktionellen Störungen eingesetzt. Es ist nicht für jeden Fall geeignet; das radioonkologische Team beurteilt, ob das Verfahren zu Ihrer individuellen Diagnose und Situation passt.
Ist das Verfahren sicher und wie präzise ist es?
Das System ist auf eine Genauigkeit im Submillimeterbereich ausgelegt. Eine kontinuierliche Bildgebung und Echtzeitverfolgung halten den Strahl auch bei Bewegungen exakt auf dem Tumor. Diese Präzision begrenzt die Strahlendosis im gesunden Gewebe, was dazu beiträgt, Nebenwirkungen gering zu halten. Wie bei jeder Strahlentherapie können Nebenwirkungen auftreten, weshalb das Team vor einer Empfehlung für jede Person den Nutzen und die Risiken sorgfältig abwägt.
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