Dual-Energy-CT

imaging

Dual-Energy-CT ist an 4 Krankenhäusern in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.

4 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk; 3 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Die Dual-Energy-CT ist eine fortschrittliche Form der Computertomographie, die den Körper zeitgleich mit zwei unterschiedlichen Röntgenenergiestufen abtastet. Eine Standard-CT nutzt eine einzelne Energie und zeigt vor allem die Form und Dichte von Geweben. Durch den Vergleich, wie sich Strukturen bei zwei Energien verhalten, kann die Dual-Energy-CT verschiedene Materialien jedoch weitaus präziser voneinander unterscheiden. Diese zusätzliche Information hilft ärztlichen Fachkräften, Befunde genauer zu charakterisieren, etwa indem sie Gewebearten oder Ablagerungen voneinander abgrenzen. Dies lässt sich häufig mit weniger Kontrastmittel und einer geringeren Strahlendosis erreichen. Wie jede CT nutzt sie Röntgenstrahlung, setzt jedoch Verfahren ein, die die Strahlenbelastung gering halten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Röntgenenergien werden in einem Durchlauf erfasst, und da Materialien nieder- und hochenergetische Strahlen unterschiedlich stark abschwächen, enthüllt ihr Vergleich die chemische Zusammensetzung statt nur Form und Dichte.
  • Typische Fragestellungen sind, ob ein Tumorbefund von Bedeutung ist, wie ein Nierenstein chemisch aufgebaut ist, ob Gichtkristalle in einem Gelenk liegen und wie gut ein Organ durchblutet wird.
  • Während der Rotation erfassen Detektoren beide Energiestufen, und eine Software nutzt die Unterschiede, um Jod, Kalzium und die Zusammensetzung von Steinen in separaten Darstellungen abzubilden.
  • Auf der Untersuchungsliege fühlt sich der Ablauf wie eine gewöhnliche Untersuchung an: Sie liegen ruhig, halten bei Bedarf kurz den Atem an, ein Venenzugang leitet das Kontrastmittel mit einem vorübergehenden Wärmegefühl ein, und Sie können die Praxis ohne Erholungszeit verlassen.
  • Die doppelte Erfassung klärt häufig in einem einzigen Termin eine Frage, die sonst eine Folgeuntersuchung erfordern würde, und benötigt oft weniger Kontrastmittel und Strahlendosis; dennoch bleibt es eine Röntgenuntersuchung, bei der Metall abgelegt wird und bei geplantem Kontrasteinsatz vorab einige Stunden gefastet werden muss.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Art des Verfahrens
fortschrittliche diagnostische CT-Bildgebung (nutzt Röntgenstrahlung)
Anwendungsbereiche
Erkennung und Charakterisierung von Tumoren, Analyse von Nierensteinen und Gichtablagerungen sowie Beurteilung der Durchblutung
Hauptvorteil
unterscheidet Gewebe und Materialien präziser als eine Standard-CT
Strahlung und Kontrastmittel
häufig mit weniger Kontrastmittel und geringerer Strahlendosis möglich
Einsatzorte
akkreditierte Bildgebungs- und Diagnosezentren im Ausland

Was das Verfahren ist

Die Dual-Energy-CT ist ein Verfahren der Computertomographie, das zeitgleich zwei Messreihen mit einer niedrigen und einer hohen Röntgenenergie aufnimmt. Da Materialien im Körper nieder- und hochenergetische Röntgenstrahlen unterschiedlich stark absorbieren, zeigt der Vergleich beider Datensätze deren Zusammensetzung und nicht nur deren äußere Form. Die Untersuchung erfolgt an einem CT-Gerät, das einem Standard-Scanner sehr ähnelt: Patientinnen und Patienten liegen auf einer Liege, die durch eine ringförmige Öffnung fährt, während das Gerät detaillierte Querschnittsbilder erstellt. Die zusätzlichen Energieinformationen werden vom Computer verarbeitet und liefern den Behandelnden ein deutlich informationsreicheres Bild als eine Untersuchung mit nur einer Energiestufe.

Funktionsweise

Während des Scans durchdringen Röntgenstrahlen zweier verschiedener Energiestufen den Körper und werden von Detektoren erfasst, während das Gerät um die untersuchte Person rotiert. Der Computer vergleicht, wie jeder Bereich die niederenergetischen und hochenergetischen Strahlen absorbiert hat, und nutzt diesen Unterschied zur Bestimmung der vorhandenen Materialien. So lässt sich beispielsweise Jod aus einem Kontrastmittel hervorheben, Kalzium von anderem Gewebe trennen oder die chemische Zusammensetzung eines Nierensteins ermitteln. Patientinnen und Patienten liegen währenddessen ruhig auf der Liege, die gleichmäßig durch den Scanner gleitet, und bei vielen Untersuchungen wird ein Kontrastmittel über eine kleine Vene verabreicht.

Was sichtbar wird und wem es hilft

Die Dual-Energy-CT verbessert die Erkennung und Charakterisierung von Tumoren und trägt dazu bei festzustellen, ob ein Befund voraussichtlich von klinischer Bedeutung ist. Sie eignet sich besonders für die Analyse von Nierensteinen, bei denen sie Hinweise auf die stoffliche Zusammensetzung liefert und die Therapieplanung unterstützt, sowie für den Nachweis von Gichtablagerungen in Gelenken. Zudem hilft sie bei der Beurteilung der Durchblutung von Organen und Geweben, was bei vielen Erkrankungen wertvoll ist. Da sie den Bedarf an Kontrastmittel und Strahlung reduzieren kann, kommt sie insbesondere Personen zugute, die eine detaillierte Bildgebung bei möglichst geringer Belastung benötigen.

Vorteile und Ablauf der Untersuchung

Der wesentliche Vorteil der Dual-Energy-CT liegt in ihrer Präzision: Durch die gleichzeitige Erfassung zweier Energiestufen charakterisiert sie Gewebe und Materialien genauer als eine Standard-CT und beantwortet oft Fragen, die sonst eine weitere Untersuchung erfordern würden. Dies gelingt häufig mit weniger Kontrastmittel und einer geringeren Strahlendosis. Die Untersuchung ist schmerzfrei und läuft ähnlich wie eine reguläre CT ab. Sie liegen auf einer Liege, die durch den offenen Ring fährt, verhalten sich ruhig und halten gegebenenfalls kurz den Atem an. Wird ein Kontrastmittel eingesetzt, erfolgt die Gabe über eine kleine Vene, was ein kurzes Wärmegefühl auslösen kann. Es ist keine Erholungszeit erforderlich, und eine radiologische Fachkraft wertet die Bilder aus und übermittelt den Befund an Ihre behandelnde ärztliche Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Wird bei der Dual-Energy-CT Strahlung eingesetzt und ist das Verfahren sicher?

Ja, wie jedes CT-Verfahren nutzt auch dieses Röntgenstrahlung, sodass eine geringe Strahlenbelastung entsteht. Ein zentraler Vorteil der Dual-Energy-CT besteht darin, dass sie häufig mehr Informationen bei einer niedrigeren Dosis als ältere Verfahren liefert. Die Untersuchung wird ausschließlich dann durchgeführt, wenn der Nutzen für Ihre Diagnose dieses geringe Risiko überwiegt.

Worin unterscheidet sie sich von einer Standard-CT?

Eine Standard-CT nutzt eine einzelne Röntgenenergiestufe und zeigt vor allem Form und Dichte. Die Dual-Energy-CT verwendet gleichzeitig zwei Energien, wodurch sie verschiedene Materialien unterscheiden kann, beispielsweise die Beschaffenheit eines Steins bestimmen oder Kontrastmittel von Kalzium trennen, was zu mehr diagnostischen Details führt.

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Nein. Der eigentliche Scan ist völlig schmerzfrei, und Sie liegen lediglich ruhig auf der Liege. Falls ein Kontrastmittel erforderlich ist, wird es über eine feine Nadel in eine Vene verabreicht, was sich wie eine gewöhnliche Blutentnahme anfühlt und ein kurzes Wärmegefühl hervorrufen kann.

Benötige ich für die Untersuchung ein Kontrastmittel?

Das hängt von der Fragestellung ab. Viele Dual-Energy-Untersuchungen nutzen ein Kontrastmittel über die Vene, um die Durchblutung zu beurteilen oder Gewebe hervorzuheben, wobei ein Vorteil darin liegt, dass oft weniger Kontrastmittel als üblich benötigt wird. Das Behandlungsteam informiert Sie vorab darüber, ob ein Kontrastmittel vorgesehen ist.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Der eigentliche Scan geht schnell und erfordert meist nur kurze Zeit auf der Untersuchungsliege. Zusammen mit der Vorbereitung und Lagerung nimmt der gesamte Termin in der Regel einen überschaubaren Zeitraum in Anspruch, und Sie können normalerweise direkt im Anschluss nach Hause gehen.

Wie bereite ich mich vor und wann liegen die Ergebnisse vor?

Die Vorbereitung richtet sich nach der jeweiligen Untersuchung; bei geplantem Kontrasteinsatz werden Sie eventuell gebeten, einige Stunden vorher nichts zu essen und metallische Gegenstände abzulegen. Das Personal gibt Ihnen vorab genaue Anweisungen. Eine radiologische Fachkraft prüft anschließend die Bilder und sendet in der Regel innerhalb weniger Tage einen Befundbericht an Ihre ärztliche Praxis.

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