Robotergestütztes Steh- und Frühmobilisationssystem
rehabilitation
Robotergestütztes Steh- und Frühmobilisationssystem ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.
1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk.
Das Robotergestützte Steh- und Frühmobilisationssystem ist ein Rehabilitationsgerät, mit dem die Behandlung bereits beginnen kann, während ein Patient noch bettlägerig ist oder sich nur sehr wenig bewegen kann. Anstatt zu warten, bis jemand selbstständig sitzen oder stehen kann, bringt das Gerät den Körper sicher in eine aufrechte Position und bewegt die Beine schonend, sodass die Genesung bereits in den ersten Tagen beginnen kann. Es kombiniert in einer Sitzung üblicherweise drei Funktionen: das langsame Aufrichten des Patienten in den Stand zur Unterstützung des Kreislaufs, das kontinuierliche und sanfte Durchbewegen der Gelenke zur Vorbeugung von Steifigkeit sowie eine milde elektrische Stimulation zur Aktivierung der Muskulatur. Der Einsatz erfolgt stets unter Aufsicht im Rahmen eines Frühmobilisations- und Rehabilitationsprogramms.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein motorisierter Tisch oder Rahmen mit gepolsterten Stützen an Brust, Hüfte und Beinen richtet eine Person stufenweise aus dem flachen Liegen in die Vertikale auf, meist zusammen mit einer Bewegungseinheit und Elektroden.
- Dieses Verfahren eignet sich für Personen, die nach einem Schlaganfall, einer Gehirn- oder Rückenmarksverletzung, bei Parkinson oder nach einem kräftezehrenden langen Liegen noch nicht ohne Hilfe aufstehen oder gehen können.
- Der Neigungswinkel nimmt in kleinen Schritten zu, während das Team die Anpassung von Blutdruck und Kreislauf überwacht, die Beine langsame schrittähnliche Zyklen durchlaufen und schwache Impulse die Muskeln passend zur Bewegung anspannen.
- Die ersten Sitzungen verlaufen passiv und erfordern keine eigene Anstrengung; die Stimulation ist als leichtes Kribbeln oder sanftes Muskelzucken und nicht als Schmerz spürbar, und die Therapeuten steigern Winkel, Geschwindigkeit und Intensität nur so weit, wie Sie es tolerieren.
- Das System ist Teil eines umfassenden Programms und keine isolierte Behandlung; mit zurückkehrender Kraft geht die Therapie in Gleichgewichts-, Steh-, Gang- und Kräftigungsübungen über, wobei eine Fachkraft beurteilt, wann ein sicherer Beginn möglich ist.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art
- Rehabilitationsgerät (robotergestütztes Kipp- und Stehsystem)
- Einsatzbereich
- Frühmobilisation bettlägeriger oder geschwächter Patienten
- Hauptvorteil
- Beginn der Genesung, bevor aktive Bewegung möglich ist
- Rahmen
- begleitete Sitzungen am Krankenbett oder in der Rehabilitationseinheit
- Einsatzort
- spezialisierte Rehabilitationszentren im Ausland
Was das System ist
Das System besteht aus einem motorisierten Tisch oder Rahmen, der Patienten sicheren Halt bietet und in kontrollierten Schritten aus der flachen Liegeposition in eine aufrechte Stehposition aufgerichtet werden kann. Integrierte Stützen an Brust, Hüfte und Beinen gewährleisten eine sichere und achsengerechte Körperhaltung. Viele Systeme verfügen zudem über eine Bewegungseinheit, die Knie und Hüfte in einem gleichmäßigen, wiederkehrenden Muster beugt und streckt, sowie über Elektroden, die sanfte elektrische Impulse an ausgewählte Muskeln abgeben. Da der Körper während des gesamten Ablaufs vollständig gestützt wird, lässt sich das Gerät bereits sehr früh einsetzen, selbst bei Personen, die sich noch nicht selbst aufrecht halten können.
Funktionsweise
Eine therapeutische Fachkraft positioniert den Patienten auf dem Gerät und befestigt die Halterungen. Anschließend wird der Tisch in kleinen Schritten nach oben geneigt, während das Behandlungsteam die körperlichen Reaktionen überwacht, damit sich Blutdruck und Kreislauf schrittweise und sicher anpassen können. Mit zunehmend aufrechter Haltung bewegt die Bewegungseinheit die Beine wie bei langsamen Schritten, während die Elektrostimulation die Muskeln synchron zur Bewegung kontrahiert. Winkel, Geschwindigkeit und Intensität werden vollständig von den Therapeuten eingestellt und nur so weit gesteigert, wie es der Patient verträgt. Jede Sitzung wird engmaschig überwacht, und das Gerät stoppt oder senkt den Patienten bei Bedarf sofort wieder ab.
Anwendungsbereiche und Zielgruppe
Diese Technologie wird nach einem Schlaganfall, einer Hirnverletzung oder einer Rückenmarksverletzung, bei Erkrankungen wie Parkinson sowie bei Personen eingesetzt, die nach längerer Bettlägerigkeit stark geschwächt sind. Sie eignet sich für Menschen, die noch nicht selbstständig stehen oder gehen können und während der Genesung andernfalls an Muskelmasse, Gelenkbeweglichkeit und Kreislaufstabilität verlieren würden. Durch das frühe Aufrichten des Körpers und die Aktivierung der Muskulatur trägt sie dazu bei, die Risiken einer langen Bettruhe wie Druckgeschwüre, Blutgerinnsel, Muskelabbau und Gelenkkontrakturen zu verringern, und bereitet den Patienten auf die weiteren Phasen der Rehabilitation vor.
Vorteile und Behandlungsablauf
Das frühe Aufrichten des Patienten unterstützt die Blutdruckregulation, die Atmung und den Kreislauf, während die Beinbewegung und die Stimulation dazu beitragen, Muskulatur zu erhalten und die Gelenke geschmeidig zu halten. Ein früher Beginn ermöglicht oft einen reibungsloseren Verlauf der späteren Rehabilitation und verringert Komplikationen durch langes Liegen. Die Sitzungen sind zunächst passiv, sodass sich der Patient nicht selbst anstrengen muss, während das Haltesystem für Sicherheit und Komfort sorgt. Die Fortschritte erfolgen schrittweise, und mit zunehmender Kraft geht die Behandlung in aktivere Therapieformen über. Das Gerät ist dabei stets Teil eines ganzheitlichen Genesungsplans und keine alleinstehende Behandlung.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Nein. Die Bewegungen erfolgen langsam und schonend, und die Elektrostimulation fühlt sich wie ein leichtes Kribbeln oder ein sanftes Muskelzucken und nicht wie Schmerz an. Die Stützen sind für einen angenehmen Sitz gepolstert, und die Therapeuten passen alle Einstellungen so an, dass sie für Sie angenehm sind.
Für wen ist das System geeignet?
Es wurde für Personen entwickelt, die noch bettlägerig oder stark geschwächt sind, beispielsweise kurz nach einem Schlaganfall, einer Gehirn- oder Rückenmarksverletzung oder nach einem langen Krankenhausaufenthalt. Ein Spezialist für Rehabilitation entscheidet anhand Ihres Gesamtzustands, wann ein sicherer Beginn möglich ist.
Wie viele Sitzungen sind erforderlich?
Dies hängt von Ihrem Genesungsverlauf ab. In der Anfangsphase nutzen viele Patienten das Gerät täglich oder mehrmals pro Woche und wechseln zu aktiveren Therapieformen, sobald sie dazu in der Lage sind. Das Team beurteilt Ihr Ansprechen auf die Behandlung und passt den Therapieplan entsprechend an.
Ist die Behandlung Teil eines umfassenderen Programms?
Ja. Das System kommt ganz zu Beginn eines umfassenderen Rehabilitationsprogramms zum Einsatz, das später Steh-, Gleichgewichts-, Geh- und Kräftigungsübungen umfasst. Es bereitet den Körper vor, damit die nächsten Schritte früher und sicherer begonnen werden können.
Können auch Kinder damit behandelt werden?
Ja, sofern eine passende Gerätegröße sowie entsprechende Einstellungen verfügbar sind und eine Fachkraft die Behandlung als geeignet einstuft, beispielsweise bei Kindern nach einer Gehirn- oder Rückenmarksverletzung. Die Anwendung erfolgt stets unter engmaschiger Aufsicht und mit kindgerechten Anpassungen.
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