Endobronchialer Ultraschall (EBUS)

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Endobronchialer Ultraschall (EBUS) ist an 5 Krankenhäusern in 4 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

5 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 2 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 5 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Der Endobronchiale Ultraschall (EBUS) ist ein minimal-invasives Verfahren, das eine Bronchoskopie mit Ultraschall kombiniert, um die Atemwege sowie das umliegende Gewebe und die Lymphknoten zu untersuchen. Ein dünnes, flexibles Bronchoskop mit einer Kamera und einer kleinen Ultraschallsonde wird durch den Mund in die Atemwege eingeführt. Dort erzeugt die Sonde Echtzeitbilder von Strukturen direkt hinter der Atemwegswand, wie etwa Lymphknoten und Raumforderungen, die mit einer Kamera allein nicht sichtbar sind. Unter dieser kontinuierlichen Ultraschallkontrolle können in derselben Sitzung mit einer feinen Nadel Proben für das Labor entnommen werden, ganz ohne chirurgischen Schnitt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Ultraschallsonde an der Spitze eines flexiblen Bronchoskops ermöglicht es der Ärztin oder dem Arzt, nicht nur die Schleimhaut der Atemwege zu sehen, sondern durch deren Wand hindurch auch die dahinterliegenden Lymphknoten und Raumforderungen zu beurteilen.
  • Das Verfahren dient vor allem der Diagnose von Lungenkrebs und der Feststellung, wie weit dieser die Lymphknoten im Brustkorb befallen hat; ebenso werden Lymphknoten untersucht, die durch Lymphome, Tuberkulose, Sarkoidose oder Infektionen vergrößert sind.
  • Das Instrument wird über den Mund eingeführt, die Sonde erfasst das Ziel im Live-Bild, und eine feine Nadel wird durch den Arbeitskanal geführt, um unter Ultraschallkontrolle Zellen oder Gewebe zu entnehmen.
  • Eine örtliche Betäubung in Kombination mit einer leichten Sedierung sorgt für Entspannung und dämpft den Hustenreiz; der Termin dauert etwa 30 bis 60 Minuten, und nach einer kurzen Überwachungsphase können Sie nach Hause gehen, eventuell mit einem vorübergehend kratzenden Hals.
  • Aufgrund der Sedierung dürfen Sie einige Stunden vorher weder essen noch trinken, blutverdünnende Medikamente müssen möglicherweise angepasst werden, eine Begleitperson für den Heimweg ist ratsam, und die Laborergebnisse liegen nach wenigen Tagen vor.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Art
minimal-invasive Bronchoskopie kombiniert mit Ultraschall und Probenentnahme
Anwendungsbereich
Diagnostik und Staging von Lungenkrebs sowie Beurteilung von Lymphknoten im Brustkorb
Hauptvorteil
bildgebende Darstellung und Probenentnahme tief liegender Brustkorbstrukturen ohne Operation
Sedierung
in der Regel unter örtlicher Betäubung mit leichter Sedierung durchgeführt
Einsatzorte
akkreditierte Zentren für Pneumologie und Endoskopie im Ausland

Was das Verfahren ist

Der EBUS ist eine weiterentwickelte Form der Bronchoskopie, also der Spiegelung der Atemwege mit einem dünnen, flexiblen Schlauch. Ein herkömmliches Bronchoskop zeigt lediglich die innere Oberfläche der Atemwege. Beim EBUS befindet sich jedoch zusätzlich eine Ultraschallsonde an der Spitze, sodass die Ärztin oder der Arzt auch durch die Atemwegswand hindurch auf die umliegenden Strukturen blicken kann. Dies ist besonders wichtig für die Lymphknoten und das Gewebe im zentralen Bereich des Brustkorbs, die früher oft nur durch eine Operation erreichbar waren. Durch die Kombination einer klaren Ultraschallsicht mit der Möglichkeit, eine feine Nadel einzuführen, erlaubt der EBUS die Darstellung und die Probenentnahme dieser Strukturen in einem einzigen, schonenden Eingriff.

Wie das Verfahren abläuft

Die Untersuchung wird üblicherweise unter örtlicher Betäubung mit einer leichten Sedierung durchgeführt, damit die Patientinnen und Patienten entspannt sind und sich wohlfühlen. Das flexible Bronchoskop wird durch den Mund in die Atemwege eingeführt. Seine Kamera weist den Weg, während die Ultraschallsonde Bilder der Lymphknoten und Gewebe außerhalb der Atemwegswand liefert. Sobald eine Zielstruktur identifiziert ist, wird eine feine Nadel durch das Instrument vorgeschoben und entnimmt unter fortlaufender Ultraschallsicht Zellen oder Gewebe aus dem Lymphknoten oder der Raumforderung. Diese Proben werden zur Untersuchung an das Labor geschickt. Der gesamte Vorgang erfolgt über die natürlichen Atemwege, sodass kein Schnitt am Brustkorb erforderlich ist.

Was dargestellt wird und wem es hilft

Der EBUS wird häufig eingesetzt, um Lungenkrebs zu diagnostizieren und sein Stadium zu bestimmen (Staging). Dabei wird festgestellt, ob und wie weit sich der Tumor in die Lymphknoten des Brustkorbs ausgebreitet hat, was für die Wahl der passenden Behandlung entscheidend ist. Zudem hilft das Verfahren bei der Abklärung vergrößerter Lymphknoten und Raumforderungen im zentralen Brustkorb anderer Ursachen, darunter Lymphome, Tuberkulose, Sarkoidose und Infektionen. Es wird oft empfohlen, wenn eine Bildgebung einen auffälligen Lymphknoten oder eine Raumforderung gezeigt hat, die eine Gewebediagnose erfordert, und bietet eine Möglichkeit, diese Probe ohne größere Operation zu gewinnen. Das Vorgehen wird stets individuell abgestimmt.

Vorteile und was Sie erwartet

Der Hauptvorteil des EBUS liegt darin, dass er in einer einzigen minimal-invasiven Sitzung sowohl detaillierte Bilder als auch Gewebeproben von schwer zugänglichen Strukturen des Brustkorbs liefert, wodurch eine Operation oft vermieden werden kann. Er verursacht kaum Beschwerden, ermöglicht eine rasche Erholung, und schwerwiegende Komplikationen sind selten. Da der Eingriff in der Regel unter Sedierung statt unter Vollnarkose erfolgt, können die meisten Patientinnen und Patienten nach einer kurzen Überwachung noch am selben Tag nach Hause gehen. Danach können für kurze Zeit leichte Halsschmerzen oder Husten auftreten. Die Proben werden im Labor untersucht, und das Behandlungsteam bespricht die Ergebnisse sowie die weiteren Schritte, sobald diese vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Ist der EBUS sicher?

Ja. Der EBUS ist ein etabliertes, minimal-invasives Verfahren mit einem hohen Sicherheitsprofil, das von einem erfahrenen Team unter kontinuierlicher Überwachung durchgeführt wird. Da er über die natürlichen Atemwege ohne chirurgischen Schnitt erfolgt, sind schwerwiegende Komplikationen selten. Jeder Eingriff birgt gewisse Risiken, über die das Team vorab aufklärt, doch bei den meisten Menschen treten lediglich leichte, vorübergehende Beschwerden wie Halsschmerzen auf.

Bin ich währenddessen wach und ist es schmerzhaft?

Der Eingriff wird üblicherweise unter örtlicher Betäubung mit einer leichten Sedierung vorgenommen, sodass Sie entspannt sind und während der Untersuchung wenig oder gar nichts spüren. Die Atemwege werden betäubt, um den Hustenreiz zu unterdrücken, und die Sedierung erleichtert Ihnen die Untersuchung. Die meisten Menschen erinnern sich im Nachhinein kaum daran.

Muss ich nüchtern sein oder mich vorbereiten?

Ja, wegen der Sedierung werden Sie in der Regel gebeten, einige Stunden vor dem Eingriff nichts zu essen und zu trinken. Das Team gibt Ihnen zudem Anweisungen zu blutverdünnenden oder anderen Medikamenten, die möglicherweise angepasst werden müssen, und prüft vorab Ihre Krankengeschichte.

Wie lange dauert der Eingriff und wie verläuft die Erholung?

Die Untersuchung dauert üblicherweise etwa 30 bis 60 Minuten. Danach ruhen Sie sich aus und werden kurz überwacht, während die Wirkung der Sedierung nachlässt; die meisten Menschen können noch am selben Tag nach Hause gehen. Es kann kurzzeitig zu leichten Halsschmerzen oder Husten kommen, und Sie sollten sich nach einer Sedierung von einer Begleitperson nach Hause bringen lassen.

Wann erhalte ich meine Ergebnisse?

Die während des EBUS entnommenen Proben werden an das Labor geschickt, wo die Untersuchung einige Tage in Anspruch nimmt. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht den Befund anschließend mit Ihnen und erläutert, was er für die Diagnose, das Staging und die nächsten Schritte Ihrer Behandlung bedeutet.

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