ECMO

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ECMO ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.

1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk; 1 davon ist JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

ECMO, die Abkürzung für extrakorporale Membranoxygenierung, ist ein hochentwickeltes Verfahren zur Lebenserhaltung, das die Funktion von Herz, Lunge oder beiden Organen übernimmt, wenn diese zu schwer erkrankt sind, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Dabei wird Blut über einen Schlauch aus dem Körper geleitet, durch ein Gerät geführt, das wie eine gesunde Lunge Sauerstoff zuführt und Kohlendioxid entfernt, und anschliessend erwärmt in den Körper zurückgeführt. Indem die ECMO diese lebenswichtige Aufgabe übernimmt, verschafft sie schwer geschädigten Organen die Möglichkeit, sich zu erholen, oder sie hält Betroffene am Leben, während das Behandlungsteam die Grunderkrankung behandelt oder weitere Massnahmen vorbereitet. Das Verfahren wird ausschliesslich auf der Intensivstation bei schwersten, jedoch potenziell rückbildungsfähigen Notfällen von Herz und Lunge eingesetzt und rund um die Uhr von einem spezialisierten Team betreut. Da die ECMO ein hohes Mass an Fachwissen und Ressourcen erfordert, steht sie nur in wenigen spezialisierten Zentren zur Verfügung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das System besteht aus einer künstlichen Lunge, dem Membranoxygenator, sowie einer Pumpe: Das Blut wird über breite, weiche Kanülen entnommen, mit Sauerstoff angereichert, von Kohlendioxid befreit und erwärmt zurückgeleitet.
  • Das Verfahren bleibt den schwersten Formen von Atem- oder Kreislaufversagen vorbehalten, wenn die Ursache als reversibel eingestuft wird, wie etwa bei schweren Lungenentzündungen, akutem Atemnotsyndrom, Brustkorbtraumata oder kardiogenem Schock.
  • Die Kanülen werden unter bildgebender Kontrolle in grosse Gefässe an Hals oder Leiste eingeführt, und die gewählte Variante bestimmt den Rückführungsort: eine Vene bei der venovenösen Form zur Entlastung der Lunge oder eine Arterie bei der venoarteriellen Form zur gleichzeitigen Unterstützung des Kreislaufs.
  • Die Behandlungsdauer reicht auf der Intensivstation von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen, wobei Blutfluss, Sauerstoffgehalt, Temperatur und die Dosis der Blutverdünnung rund um die Uhr angepasst, die Situation täglich neu bewertet und die Unterstützung bei Besserung schrittweise reduziert wird.
  • Es handelt sich um eine Überbrückung und nicht um eine Heilung, sodass die Grunderkrankung weiterhin gezielt behandelt werden muss, während die grossen Schläuche und die Antikoagulation ein reales Risiko für Blutungen, Gerinnsel, Infektionen und Komplikationen an den Einstichstellen bergen.
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Auf einen Blick

Art
Extrakorporales System zur Herz- und Lungenunterstützung
Anwendungsbereich
Schweres, aber reversibles Herz- oder Lungenversagen auf der Intensivstation
Zwei Hauptformen
VA-ECMO (unterstützt Herz und Lunge) und VV-ECMO (unterstützt die Lunge)
Behandlungsrahmen
Spezialisierte Intensivstation mit durchgehender Betreuung am Krankenbett
Verfügbarkeit
Ausgewählte, hochspezialisierte und akkreditierte Zentren der Maximalversorgung

Was das Verfahren ist

Die ECMO ist ein medizinisches System, das die Funktion von Herz und Lunge vorübergehend ausserhalb des Körpers übernimmt. Kernstück ist eine künstliche Lunge, der sogenannte Membranoxygenator, kombiniert mit einer Pumpe, die das Blut schonend durch den Kreislauf befördert und so die Arbeit des Herzens nachahmt. Grosse, flexible Schläuche, die als Kanülen bezeichnet werden, verbinden das System mit den grossen Blutgefässen des Körpers. Es gibt zwei Hauptformen: Bei der venoarteriellen ECMO (VA-ECMO) wird das Blut aus einer Vene entnommen und in eine Arterie zurückgeleitet, sodass das System sowohl das Herz als auch die Lunge entlastet und den Kreislauf bei Herzversagen aufrechterhalten kann. Bei der venovenösen ECMO (VV-ECMO) wird das Blut im venösen System entnommen und wieder dorthin zurückgeführt; sie unterstützt somit gezielt die Lunge, während das eigene Herz das Blut weiterhin pumpt. Welche Form zum Einsatz kommt, richtet sich danach, ob die Lunge, das Herz oder beide Organe Unterstützung benötigen, und wird für jede Situation individuell entschieden.

Wie das Verfahren abläuft

Eine spezialisierte Fachkraft führt die Kanülen unter bildgebender Kontrolle in grosse Blutgefässe ein, meist am Hals oder in der Leiste. Sobald das Schlauchsystem angeschlossen ist, saugt die Pumpe das Blut aus dem Körper und leitet es durch den Membranoxygenator. Dort wird über eine feine Membran Sauerstoff zugeführt und Kohlendioxid entzogen, genau wie beim Gasaustausch in einer gesunden Lunge. Das Blut wird anschliessend auf Körpertemperatur erwärmt und zurückgeführt, bei der VA-ECMO in eine Arterie und bei der VV-ECMO in eine Vene. Die Durchflussmenge, der Sauerstoffgehalt und die Temperatur werden fortlaufend angepasst und überwacht, während blutverdünnende Medikamente sorgfältig dosiert werden, um das Gerinnen des Blutes im System zu verhindern. Ein spezialisiertes Team aus Intensivmedizinern, Kardiotechnikern und Pflegefachkräften überwacht das System ununterbrochen. Die ECMO ist eine Überbrückungsmassnahme und keine ursächliche Therapie: Sie stabilisiert den Körper, während die Grunderkrankung behandelt wird, sich die Organe erholen oder ein weiterführender Therapieplan erstellt wird.

Was behandelt wird

Die ECMO bleibt den schwersten Formen von Herz- und Lungenversagen vorbehalten, wenn begründete Aussicht auf eine Erholung der Organe besteht oder eine Überbrückung zu weiteren Behandlungen erforderlich ist. Aufseiten der Lunge unterstützt die VV-ECMO Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichem Atemversagen, beispielsweise infolge einer schweren Lungenentzündung, eines akuten Atemnotsyndroms (ARDS), eines schweren Thoraxtraumas oder anderer Ursachen, bei denen eine herkömmliche Beatmung nicht mehr ausreicht. Aufseiten des Herzens stützt die VA-ECMO den Kreislauf bei schwerem Herzversagen oder kardiogenem Schock, nach bestimmten Herzoperationen oder bei kardiologischen Notfällen, um die Sauerstoff- und Blutversorgung der Organe zu sichern, bis sich das Herz stabilisiert hat oder weitere Massnahmen greifen. Sie kann in ausgewählten Fällen auch als Überbrückung zu einem dauerhaften Herzunterstützungssystem oder zur Evaluation einer Transplantation dienen. Die ECMO heilt die eigentliche Ursache nicht, sie verschafft jedoch wertvolle Zeit und Stabilität für die gezielte Behandlung.

Vorteile

Der entscheidende Vorteil der ECMO liegt darin, schwerstkranke Menschen am Leben zu erhalten, wenn Herz oder Lunge die Versorgung des Körpers nicht mehr eigenständig gewährleisten können und die Situation ohne diese Unterstützung tödlich verlaufen würde. Durch die Übernahme des Gasaustauschs und bei der VA-Form des Kreislaufs können geschädigte oder erschöpfte Organe geschont werden, anstatt unter Höchstlast arbeiten zu müssen, was den Heilungsprozess massgeblich begünstigt. Das Verfahren ermöglicht es zudem, die Beatmungsparameter schonender einzustellen und beatmungsbedingte Lungenschäden zu reduzieren. Darüber hinaus schafft es ein stabiles Zeitfenster, in dem das Behandlungsteam Diagnosen sichern, die Ursachen therapieren oder nächste Behandlungsschritte wie Operationen, Langzeitsysteme oder Transplantationsabklärungen vorbereiten kann. Bei sorgfältiger Indikationsstellung in erfahrenen Zentren kann die ECMO den entscheidenden Ausschlag für die Genesung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen geben.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Was ist eine ECMO in einfachen Worten?

Die ECMO ist ein medizinisches Gerät, das die Aufgaben der Lunge und bei Bedarf auch des Herzens ausserhalb des Körpers übernimmt. Sie leitet Blut aus dem Körper, reichert es mit Sauerstoff an, entfernt Kohlendioxid und führt es wieder zurück, sodass die Sauerstoffversorgung gesichert bleibt, während schwer erkrankte Lungen oder ein geschwächtes Herz Zeit zur Erholung erhalten.

Handelt es sich bei der ECMO um eine Heilung?

Nein. Die ECMO ist eine unterstützende Massnahme und keine direkte Behandlung der Grunderkrankung. Sie hält den Körper stabil und sichert die Sauerstoffversorgung, während das Behandlungsteam die Ursachen therapiert, die Organerholung abwartet oder nächste therapeutische Schritte plant. Sie fungiert somit als lebensrettende Brücke.

Worin liegt der Unterschied zwischen VA- und VV-ECMO?

Die VV-ECMO unterstützt ausschliesslich die Lunge: Das Blut wird in eine Vene zurückgeführt, während das eigene Herz weiterhin den Blutkreislauf antreibt. Die VA-ECMO unterstützt sowohl das Herz als auch die Lunge: Das Blut wird in eine Arterie zurückgeleitet, sodass das System auch den Kreislauf aufrechterhält. Die Wahl der Methode hängt davon ab, welches Organsystem entlastet werden muss.

Wie lange kann eine Behandlung mit ECMO andauern?

Die Dauer variiert stark und reicht von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen, abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung und der Reaktionsfähigkeit der Organe. Das Behandlungsteam beurteilt die Situation täglich neu und führt die ECMO nur so lange fort, wie eine realistische Aussicht auf Besserung oder ein klarer Anschlusstherapieplan besteht, wobei die Unterstützung bei fortschreitender Erholung schrittweise reduziert wird.

Ist die ECMO mit Risiken verbunden?

Die ECMO kommt nur zum Einsatz, wenn die Situation ohne diesen Eingriff ungleich gefährlicher wäre. Dennoch ist sie ein komplexes Verfahren mit ernsthaften Risiken wie Blutungen, Blutgerinnseln, Infektionen oder Problemen an den Einstichstellen der Kanülen, da Blutverdünner und grosslumige Schläuche erforderlich sind. Aus diesem Grund wird die Behandlung ausschliesslich auf spezialisierten Intensivstationen unter lückenloser Überwachung durchgeführt.

Warum wird die ECMO nur in bestimmten Kliniken angeboten?

Die ECMO erfordert hochspezialisierte Medizintechnik, kontinuierliche Überwachung und ein speziell geschultes Team aus Intensivmedizinern, Kardiotechnikern und Pflegekräften, die das System rund um die Uhr steuern. Da die Bereitstellung dieser Fachkompetenz und Ausstattung sehr aufwendig ist, wird das Verfahren ausschliesslich in einer begrenzten Anzahl erfahrener Zentren der Maximalversorgung vorgehalten.

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