Endosonographie (EUS)
imaging
Endosonographie (EUS) ist an 6 Krankenhäusern in 2 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.
6 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk; 5 davon sind JCI-akkreditiert.
Die Endosonographie (EUS) kombiniert Endoskopie und Ultraschall in einem einzigen dünnen Instrument, wodurch sich die tieferen Schichten des Verdauungstrakts sowie die umliegenden Organe und Gewebe detailliert untersuchen lassen, unabhängig davon, ob die Endosonographie stationär oder ambulant erfolgt. Indem eine winzige Ultraschallsonde an der Spitze eines Endoskops direkt in das Körperinnere und ganz nah an die Zielregion geführt wird, liefert das Verfahren hochauflösende Bilder von Strukturen wie der Bauchspeicheldrüse, den Gallengängen und benachbarten Lymphknoten, die von außen nur schwer einsehbar sind. Bei Bedarf kann während derselben Untersuchung mit einer feinen Nadel eine Probe für das Labor entnommen werden, ganz ohne chirurgischen Schnitt.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Miniatur-Ultraschallsonde sitzt an der Spitze eines flexiblen Endoskops, sodass die Schallwellen vom Körperinneren statt von der Hautoberfläche ausgehen und die Wandschichten sowie Nachbarorgane aus nächster Nähe erreichen.
- Krebserkrankungen von Magen, Speiseröhre, Enddarm, Bauchspeicheldrüse und Gallengängen werden auf diese Weise stadienbezogen eingeteilt, und auch Fragestellungen zu Zysten der Bauchspeicheldrüse, Gallengangsteinen sowie Raumforderungen in der Darmwand lassen sich klären.
- Das Endoskop wird für Untersuchungen des oberen Verdauungstrakts über den Mund oder bei Befunden im unteren Darmbereich rektal eingeführt, die Kamera weist den Weg, und eine feine Nadel wird unter Ultraschallsicht vorgeschoben, um Zellen aus einem Lymphknoten oder einer Zyste zu gewinnen.
- Unter einer Sedierung bemerken Sie während des Eingriffs kaum etwas und erinnern sich anschließend an wenig, die Untersuchung dauert etwa dreißig bis sechzig Minuten, und ein leichtes Kratzen im Hals oder etwas Völlegefühl können kurzzeitig anhalten.
- Eine Untersuchung des oberen Verdauungstrakts erfordert einen nüchternen Magen nach mehrstündigem Verzicht auf Essen und Trinken, eine Untersuchung des unteren Darms erfordert eine abführende Vorbereitung, Blutverdünner müssen gegebenenfalls angepasst werden, und der Laborbefund einer Probe liegt nach wenigen Tagen vor.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Typ
- Kombination aus Endoskopie und internem Ultraschall, mit optionaler Probenentnahme
- Anwendungsbereiche
- Diagnose und Stadieneinteilung von Krebserkrankungen des Verdauungstrakts, der Bauchspeicheldrüse und der Gallengänge
- Hauptvorteil
- detaillierte Nahaufnahmen tiefer liegender Organe sowie Gewebeentnahme in einer einzigen Sitzung
- Sedierung
- für einen angenehmen Ablauf in der Regel unter Sedierung durchgeführt
- Einsatzort
- akkreditierte Zentren für Gastroenterologie und Endoskopie im Ausland
Was die Untersuchung ist
Die EUS ist eine spezialisierte Form der Endoskopie. Ein herkömmliches Endoskop ist ein dünner, biegsamer Schlauch mit einer Kamera, mit der die innere Auskleidung des Verdauungstrakts betrachtet wird. Bei der EUS befindet sich an der Spitze zusätzlich eine kleine Ultraschallsonde, sodass die Sonde, sobald das Instrument im Körper ist, Schallwellen in die Wand des Verdauungstrakts und in die dahinter liegenden Organe senden kann. Da sich die Sonde so nah an diesen Strukturen befindet, sind die Bilder weitaus detaillierter als bei einem Ultraschall, der von außen über die Haut durchgeführt wird. Dadurch eignet sich die EUS besonders gut zur Beurteilung der Schichten der Darmwand sowie benachbarter Organe wie der Bauchspeicheldrüse.
Wie die Untersuchung abläuft
Der Eingriff wird üblicherweise unter Sedierung durchgeführt, damit die Untersuchung für Sie schmerzfrei und entspannt verläuft. Das Endoskop wird vorsichtig über den Mund in die Speiseröhre, den Magen und den ersten Abschnitt des Dünndarms oder über den After in den unteren Darm eingeführt, je nachdem, welcher Bereich untersucht werden soll. Die Kamera dient der Orientierung, während die Ultraschallsonde Nahaufnahmen der Wand und der umliegenden Organe liefert. Wird eine verdächtige Stelle oder ein auffälliger Lymphknoten entdeckt, kann unter Ultraschallkontrolle eine feine Nadel durch das Endoskop vorgeschoben werden, um eine Zell- oder Gewebeprobe zu entnehmen, die anschließend ins Labor geschickt wird.
Was sie zeigt und wem sie hilft
Die EUS wird verbreitet zur Diagnose und Stadieneinteilung von Krebserkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Mastdarms, der Gallengänge und der Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Sie hilft zu beurteilen, wie tief ein Tumor eingedrungen ist und ob benachbarte Lymphknoten oder Blutgefäße beteiligt sind, was als Grundlage für Behandlungsentscheidungen dient. Zudem ist sie wertvoll für die Abklärung von Zysten und Raumforderungen der Bauchspeicheldrüse, Gallensteinen in den Gallengängen sowie Veränderungen in der Darmwand. Da sie Bildgebung und Probenentnahme in einem einzigen Termin vereint, liefert sie oft durch einen einzigen, schonenden Eingriff ein klares Ergebnis und erspart Patientinnen und Patienten eine invasivere Operation. Das Vorgehen wird stets individuell abgestimmt.
Vorteile und was Sie erwartet
Die wesentlichen Vorteile der EUS liegen in außergewöhnlich detaillierten Bildern tiefer gelegener Verdauungsorgane und der Möglichkeit, gleichzeitig eine präzise Gewebeprobe zu entnehmen, ganz ohne operativen Schnitt. Es handelt sich um ein minimal-invasives Verfahren, das üblicherweise als ambulanter Eingriff durchgeführt wird, und die meisten Menschen erholen sich rasch davon. Da die Untersuchung unter Sedierung stattfindet, spüren Sie währenddessen wenig bis gar nichts und können sich im Nachhinein kaum daran erinnern. Vorübergehend können leichte Halsschmerzen oder ein Blähungsgefühl auftreten. Nach einer kurzen Überwachungsphase können die meisten Personen noch am selben Tag nach Hause zurückkehren, und das Behandlungsteam bespricht die Ergebnisse sowie das weitere Vorgehen, sobald eventuelle Proben ausgewertet wurden.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Ist die EUS sicher?
Ja. Die EUS ist ein etabliertes, minimal-invasives Verfahren mit einem hohen Sicherheitsprofil, das von einem erfahrenen Team durchgeführt wird. Da der Zugang über natürliche Körperöffnungen und ohne Einschnitte erfolgt, sind schwerwiegende Komplikationen selten. Wie bei jedem medizinischen Eingriff besteht ein geringes Restrisiko, insbesondere wenn eine Nadelbiopsie erfolgt. Das Team klärt Sie darüber auf und überwacht Sie während des gesamten Ablaufs sorgfältig.
Bin ich wach und ist die Untersuchung schmerzhaft?
Sie wird üblicherweise unter Sedierung durchgeführt, sodass Sie entspannt sind und während der Untersuchung wenig oder gar nichts spüren. Die meisten Menschen erinnern sich hinterher kaum an den Eingriff. Zudem kann der Rachen betäubt werden, und etwaige leichte Beschwerden wie Halsschmerzen oder ein Völlegefühl klingen schnell wieder ab.
Muss ich nüchtern sein oder mich vorbereiten?
Ja. Bei einer EUS des oberen Verdauungstrakts werden Sie in der Regel gebeten, mehrere Stunden vorab weder zu essen noch zu trinken, damit der Magen leer ist, während für eine Untersuchung des unteren Darms eine abführende Vorbereitung erforderlich ist. Das Team gibt Ihnen präzise Anweisungen, auch im Hinblick auf gerinnungshemmende oder sonstige Medikamente, die gegebenenfalls angepasst werden müssen.
Wird eine Gewebeprobe entnommen?
Gelegentlich. Wenn die Ärztin oder der Arzt eine Auffälligkeit, eine Zyste oder einen Lymphknoten sieht, der weiter abgeklärt werden muss, kann während desselben Eingriffs unter Ultraschallkontrolle mit einer feinen Nadel eine Probe entnommen werden. Dies ist ein Routinebestandteil der EUS, verursacht kaum Unannehmlichkeiten und erspart einen separaten Eingriff.
Wie lange dauert die Untersuchung und wann liegen die Ergebnisse vor?
Die Untersuchung dauert in der Regel etwa dreißig bis sechzig Minuten, gefolgt von einer kurzen Erholungsphase, bis die Wirkung der Sedierung nachlässt, und die meisten Patientinnen und Patienten können noch am selben Tag nach Hause gehen. Erste Eindrücke werden oft kurz danach mitgeteilt, während die Analyse von Gewebeproben im Labor einige Tage in Anspruch nimmt, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die vollständigen Ergebnisse mit Ihnen bespricht.
Nicht sicher, welches Krankenhaus zu Ihrem Fall passt?
Laden Sie Ihre medizinischen Unterlagen hoch und lassen Sie die KI das richtige Krankenhaus für Sie finden.
Unterlagen hochladenVerfügbar in diesen Städten
Nicht sicher, welches Krankenhaus zu Ihrem Fall passt?
Laden Sie Ihre medizinischen Unterlagen hoch und lassen Sie die KI das richtige Krankenhaus für Sie finden.
Unterlagen hochladen