ESWT (extrakorporale Stoßwellentherapie)

rehabilitation

ESWT (extrakorporale Stoßwellentherapie) ist an 7 Krankenhäusern in 3 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

7 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 2 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 6 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Die ESWT (extrakorporale Stoßwellentherapie) ist ein nicht-operatives, medikamentenfreies Behandlungsverfahren, bei dem außerhalb des Körpers erzeugte hochenergetische Schallwellen auf schmerzendes oder schlecht heilendes Gewebe gerichtet werden. Die Wellen durchdringen die Haut schadlos und konzentrieren sich auf das Zielgebiet, wo sie körpereigene Reparaturprozesse anregen. Die ESWT wird vor allem bei langwierigen Sehnen-, Gelenk- und Weichteilbeschwerden eingesetzt, die auf Schonung, Medikamente oder herkömmliche Physiotherapie nicht ausreichend angesprochen haben. Die Sitzungen sind kurz, erfolgen ambulant in der Praxis ohne Betäubung, und die meisten Patientinnen und Patienten können danach direkt ihren gewohnten Tagesablauf fortsetzen. Das Verfahren wird in der Regel als Teil eines Rehabilitationsplans und nicht isoliert angewendet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Impuls ist eine mechanische Druckwelle, die eher mit Schall als mit Strom verwandt ist, wobei Energie und Eindringtiefe an oberflächliche Sehnen oder tiefere gelenknahe Ansätze angepasst werden.
  • Zielgebiet sind langwierige Beschwerden: Fersenschmerzen bei Plantarfasziitis, eine Schultersteife, ein Tennis- oder Golferellenbogen, Kalkablagerungen in Schultersehnen, Achillessehnenbeschwerden und bestimmte verzögert heilende Knochenbrüche.
  • Ein Kontaktgel auf der Haut ermöglicht dem Handstück, Impulse gezielt in das Areal zu leiten, wo sie vermutlich die lokale Durchblutung steigern, die Zellregeneration anstoßen, schmerzleitende Nerven beruhigen und einen ins Stocken geratenen Heilungsprozess neu in Gang setzen.
  • Eine Sitzung dauert rund zehn bis zwanzig Minuten ohne Betäubung, das Gefühl ähnelt eher einem Klopfen oder Druck als einem stechenden Schmerz, die Intensität lässt sich jederzeit reduzieren, und eine leichte Druckempfindlichkeit für ein bis zwei Tage ist üblich.
  • Eine Besserung baut sich schrittweise über mehrere wöchentliche Sitzungen auf und stellt sich selten nach einem einzelnen Termin ein, die Ergebnisse variieren individuell, die Methode wird mit Dehnungs- und Kräftigungsübungen kombiniert, und bei Kindern wird sie wegen des noch wachsenden Knochens besonders vorsichtig abgewogen.
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Auf einen Blick

Typ
Rehabilitationsgerät (Stoßwellentherapie)
Anwendung
chronische Sehnen-, Gelenk- und Weichteilschmerzen
Hauptvorteil
nicht-operative, medikamentenfreie Schmerzlinderung und Unterstützung der Heilung
Sitzungsdauer
rund zehn bis zwanzig Minuten, keine Betäubung erforderlich
Einsatzort
moderne Rehabilitations- und Physiotherapiezentren im Ausland

Was die Methode ist

Ein ESWT-System ist ein Gerät mit einem Handstück bzw. Applikator, das kontrollierte akustische Impulse, sogenannte Stoßwellen, erzeugt. Hierbei handelt es sich um mechanische Druckwellen, die ihrer Natur nach dem Schall ähneln, und nicht um elektrische Schläge. Energie und Eindringtiefe lassen sich an das zu behandelnde Gewebe anpassen, von einer oberflächennahen Sehne bis hin zu einem tiefer gelegenen Ansatz nahe einem Gelenk. Verschiedene Einstellungen erzeugen fokussierte oder radiale Wellen, doch in jedem Fall bleibt das Ziel dasselbe: eine präzise dosierte Menge mechanischer Energie an ein bestimmtes Areal abzugeben, dessen Heilung verzögert ist.

Wirkungsweise

Zu Beginn einer Sitzung lokalisiert die behandelnde Fachkraft den schmerzhaften Bereich und trägt eine dünne Schicht Gel auf, damit die Wellen reibungslos in das Gewebe übergehen. Das Handstück wird anschließend auf die Haut gedrückt und sendet eine Serie von Impulsen an das Zielgebiet. Diese Impulse sollen die lokale Durchblutung anregen, Zellen zur Reparatur veranlassen, schmerzleitende Nerven beruhigen und die Bildung von gesundem neuem Gewebe fördern. Indem ein hartnäckiger, chronisch entzündeter Bereich einem gezielten Reiz ausgesetzt wird, kann die ESWT einen ins Stocken geratenen Heilungsprozess wirksam reaktivieren. Ein typischer Behandlungszyklus erstreckt sich über mehrere wöchentliche Sitzungen, und die Fachkraft passt die Intensität so an, dass die Behandlung angenehm bleibt.

Anwendungsbereiche und Zielgruppen

Die ESWT wird am häufigsten bei chronischen Beschwerden wie dem Tennisellenbogen und Golferellenbogen, Plantarfasziitis und Fersenschmerzen, Schultersteife, Kalkschulter, Beschwerden der Achillessehne und anderen Sehnenproblemen sowie bestimmten verzögert heilenden Knochenbrüchen eingesetzt. Sie eignet sich für Personen, deren Schmerzen seit Monaten anhalten und die Injektionen oder eine Operation nach Möglichkeit vermeiden möchten. Da sie nicht für jedes Problem die richtige Wahl ist, untersucht eine Fachkraft das Areal, prüft vorhandene Bildaufnahmen und sichert die Diagnose, bevor sie die Behandlung als Teil eines umfassenderen Therapieplans empfiehlt.

Vorteile und Behandlungsablauf

Da die ESWT nicht-operativ ist und ohne Betäubung auskommt, gibt es keinen chirurgischen Eingriff und keine nennenswerte Erholungszeit; die meisten Patientinnen und Patienten verlassen die Praxis direkt und setzen ihren Tag fort. Viele bemerken, dass Schmerzen nachlassen und sich die Beweglichkeit schrittweise im Verlauf der Behandlung bessert, statt bereits nach einer einzelnen Sitzung. Während der Impulse verspüren manche Personen ein klopfendes Gefühl oder leichte Missempfindungen an der behandelten Stelle, die sich durch ein Nachjustieren des Geräts lindern lassen. Eine leichte Berührungsempfindlichkeit für ein bis zwei Tage danach ist normal. Wie bei jeder Therapie fallen die Ergebnisse individuell unterschiedlich aus, und die ESWT erzielt ihren besten Nutzen in Kombination mit Übungen und dem restlichen Rehabilitationsprogramm.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die meisten Personen verspüren während der Impulse ein Klopfen oder ein Druckgefühl und lediglich leichte Missempfindungen, jedoch keinen stechenden Schmerz. Die behandelnde Fachkraft kann die Intensität jederzeit verringern, und eine Betäubung ist nicht notwendig. Eine vorübergehende Druckempfindlichkeit im behandelten Bereich für ein bis zwei Tage danach ist normal.

Für wen ist die Therapie geeignet?

Sie richtet sich vor allem an Personen mit langwierigen Sehnen-, Gelenk- oder Weichteilschmerzen, die sich durch Schonung, Medikamente oder einfache Physiotherapie nicht gebessert haben. Eine Fachkraft bestätigt die Diagnose und stellt sicher, dass die Behandlung für Ihr konkretes Beschwerdebild geeignet ist.

Wie viele Sitzungen sind erforderlich?

Die Behandlung wird üblicherweise als kurzer Zyklus aus mehreren Sitzungen durchgeführt, häufig einmal pro Woche, wobei die genaue Anzahl von Ihrem Befund und dem individuellen Ansprechen abhängt. Eine Besserung stellt sich meist schrittweise über den gesamten Verlauf ein und nicht auf einmal.

Ist die Methode Teil eines umfassenderen Programms?

Ja. Die ESWT wird im Normalfall mit Dehnungsübungen, Muskelkräftigung und weiterer Physiotherapie kombiniert, damit das behandelte Gewebe nicht nur abheilt, sondern auch wieder an Kraft und Funktion gewinnt. Das Behandlungsteam plant diese Elemente gemeinsam.

Kann die Behandlung bei Kindern angewendet werden?

Die ESWT wird überwiegend bei Erwachsenen eingesetzt. Bei Kindern wird sie nur in ausgewählten Fällen und mit Vorsicht erwogen, da wachsende Knochen und Gewebe besondere Schonung verlangen; sie wird daher nur angeboten, wenn eine Fachkraft dies ausdrücklich für angemessen erachtet.

Was genau ist eine Stoßwellentherapie?

Die Stoßwellentherapie bzw. ESWT behandelt schmerzhaftes oder schlecht heilendes Gewebe mit hochenergetischen akustischen Impulsen, die außerhalb des Körpers erzeugt und durch die Haut eingeleitet werden. Die Impulse sind mechanische Druckwellen, die dem Schall weitaus ähnlicher sind als jedem elektrischen Strom, und ein handgeführter Applikator leitet sie mithilfe einer Gelschicht gezielt in das Areal, wo sie lokale Reparaturprozesse anstoßen. Sie wird vor allem bei seit Monaten anhaltenden Sehnen-, Gelenk- und Weichteilschmerzen gewählt, und eine Sitzung von rund zehn bis zwanzig Minuten erfordert keine Betäubung.

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