Gangtrainingsroboter (Erwachsene)
rehabilitation
Gangtrainingsroboter (Erwachsene) ist an 5 Krankenhäusern in 2 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.
5 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk; 3 davon sind JCI-akkreditiert.
Ein Gangtrainingsroboter (Erwachsene) ist ein modernes Rehabilitationsgerät, das Erwachsenen dabei hilft, das Gehen wieder zu erlernen, wenn diese Fähigkeit verloren gegangen oder beeinträchtigt ist. Er nutzt das Prinzip der Neuroplastizität: Indem er die Beine wiederholt durch das korrekte Bewegungsmuster führt, unterstützt er das Gehirn und die Muskeln dabei, Verbindungen neu aufzubauen und neue Signalwege zu bilden, sodass das Gehen wieder möglich wird. Die behandelte Person wird sicher in einem Tragegurt gehalten, der einen Großteil des Körpergewichts abnimmt, während der Roboter die Beine bewegt und Sensoren jeden Schritt erfassen. Da das Gerät weitaus mehr Wiederholungen ermöglicht, als therapeutisches Fachpersonal manuell durchführen könnte, kann es die Genesung beschleunigen und ein frühes, sicheres Gehtraining ermöglichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Gerät kombiniert ein Laufband oder eine Gehfläche mit einem Tragegurt zur teilweisen Entlastung des Körpergewichts und motorisierten Führungsschienen an den Beinen, sodass Schritte ohne Sturzangst und ohne die Anstrengung des freien Stehens geübt werden können.
- Erwachsene nutzen das Training nach einem Schlaganfall, einer Rückenmarks- oder Kopfverletzung, bei Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose sowie nach großen orthopädischen Eingriffen, wann immer das Gangbild neu aufgebaut werden muss.
- Das Gehen ist eine Fähigkeit, die das Nervensystem durch Wiederholung festigt, und das Gerät ermöglicht Hunderte korrekte Schritte in einer einzigen Sitzung, weit mehr, als von Therapeuten per Hand angeleitet werden könnten.
- Sie sind im Tragegurt gesichert, während die Führungen Ihre Beine in einem harmonischen Muster bewegen, ein Bildschirm verwandelt das Training in eine spielerische oder virtuelle Umgebung, und Anstrengung sowie Müdigkeit sind normal, stechende Schmerzen jedoch nicht.
- Das therapeutische Fachpersonal reduziert die Gewichtsentlastung und die Roboterunterstützung schrittweise, damit Sie mehr Eigenleistung erbringen; die Eignung hängt von Ihrem Gewicht, Ihrer Körpergröße und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab, was zuvor fachärztlich geprüft wird.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art
- Rehabilitationsgerät (robotischer Gangtrainer mit Körpergewichtsentlastung)
- Anwendung
- Wiedererlernen des Gehens nach neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen
- Hauptvorteil
- viele korrekte, sichere Schritte zur Förderung der Regeneration von Gehirn und Muskeln
- Therapiesitzung
- begleitete Therapie, oft kombiniert mit Bildschirm- oder Virtual-Reality-Rückmeldung
- Einsatzort
- spezialisierte Rehabilitationszentren im Ausland
Was das Gerät ist
Das Gerät ist ein robotischer Gangtrainer, der aus einem Laufband oder einer Gehfläche, einem Tragegurt und motorisierten Beinführungsschienen besteht. Der Tragegurt entlastet einen Teil des Körpergewichts, sodass die Patientinnen und Patienten das Gehen ohne Sturzrisiko und ohne die Ermüdung durch das Halten des eigenen Gewichts trainieren können. Die motorisierten Schienen werden an den Beinen befestigt und führen sie durch ein gleichmäßiges, natürliches Schrittmuster, dessen Geschwindigkeit, Bewegungsumfang und Unterstützungsgrad vom Fachpersonal individuell angepasst werden können. Sensoren zeichnen jeden Schritt auf, und ein Bildschirm zeigt häufig Spiele oder Szenen in virtueller Realität, die das Training abwechslungsreich gestalten und zur aktiven Mitarbeit motivieren.
Wie es funktioniert
Das Gehen ist ein Bewegungsmuster, das das Nervensystem durch ständige Wiederholung festigt. Nach einer Verletzung oder Erkrankung sorgt der Roboter präzise und ermüdungsfrei für diese Wiederholungen: Er führt die Beine während einer Einheit viele hundert Male durch das richtige Muster, weit mehr, als es manuell möglich wäre. Mit fortschreitender Genesung verringert das Behandlungsteam die Gewichtsentlastung und das Ausmaß der Roboterunterstützung, sodass die Patientinnen und Patienten mehr eigene Kraft einsetzen und das Gehirn gefordert wird, die Steuerung wieder zu übernehmen. Die visuelle Rückmeldung auf dem Bildschirm zeigt den eigenen Einsatz in Echtzeit und hält die Motivation aufrecht, während das therapeutische Fachpersonal die gesamte Sitzung überwacht, die Ziele festlegt und für Sicherheit sorgt.
Wobei und wem es hilft
Der Roboter wird bei Erwachsenen eingesetzt, deren Gehfähigkeit durch Schädigungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven oder der Muskulatur beeinträchtigt ist. Häufige Anwendungsbereiche sind die Rehabilitation nach einem Schlaganfall, Rückenmarksverletzungen, Schädel-Hirn-Traumata, Morbus Parkinson und Multipler Sklerose sowie die Erholungsphase nach großen orthopädischen Operationen. Er eignet sich für Personen, die ein intensives, wiederholtes Training zum Wiederaufbau des Gangbildes benötigen und von einer Bewegungstherapie profitieren, die frei stehend zu anstrengend oder zu unsicher wäre. Eine Fachärztin oder ein Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin beurteilt jeden Fall individuell und entscheidet, ob das robotische Gangtraining zum aktuellen Genesungsstand und zu den Therapiezielen passt.
Vorteile und was Sie erwartet
Der Hauptvorteil liegt in der Kombination aus Trainingsintensität und Sicherheit: Der Tragegurt nimmt die Angst vor Stürzen, wodurch das Gehtraining früher und über längere Intervalle stattfinden kann, während die hohe Zahl korrekter Schritte die funktionelle Erholung unterstützt. Viele Patientinnen und Patienten erlangen ein sichereres, symmetrischeres Gangbild sowie ein geringeres Sturzrisiko zurück; die aufgezeichneten Daten ermöglichen es dem Team zudem, Fortschritte objektiv darzustellen und den Behandlungsplan anzupassen. Das Training wird üblicherweise in einer Serie von Sitzungen ergänzend zur klassischen Physiotherapie durchgeführt. Die Ergebnisse hängen vom Krankheitsbild und der verstrichenen Zeit ab, weshalb für jede Person realistische, individuelle Ziele definiert werden.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Sorgt der Roboter dafür, dass ich wieder selbstständig gehe?
Der Roboter führt und stützt Ihre Beine, während Sie sich aktiv beteiligen. Er ist ein Trainingsgerät und kein Ersatz für das Gehen: Sein Ziel ist es, Ihr Nervensystem und Ihre Muskulatur so zu schulen, dass Sie mit der Zeit immer mehr Gehbewegungen selbst übernehmen und immer weniger auf Hilfe angewiesen sind.
Ist das robotische Gangtraining sicher?
Ja. Sie sind in einem Tragegurt gesichert, der Stürze verhindert, die Beinbewegungen folgen einem natürlichen, kontrollierten Muster und eine Therapeutin oder ein Therapeut überwacht die gesamte Sitzung und stellt die Unterstützung passend ein, sodass das Training auch in einer frühen Phase der Genesung sicher ist.
Verursacht das Training Schmerzen?
Das Training sollte nicht schmerzhaft sein. Sie werden die Arbeit Ihrer Beine und Muskeln spüren, und eine gewisse Anstrengung sowie Ermüdung sind normal, die Bewegungsführung ist jedoch gleichmäßig und anpassbar. Informieren Sie Ihr Behandlungsteam über etwaige Schmerzen, damit die Geschwindigkeit oder die Entlastung nachjustiert werden kann.
Wann kann ich nach einem Schlaganfall oder einer Verletzung beginnen?
Dies entscheidet Ihr Rehabilitationsteam anhand Ihres Gesundheitszustands und Ihrer Stabilität. Da der Tragegurt Ihr Körpergewicht entlastet und Stürze verhindert, kann das robotische Training häufig früher beginnen als freies Gehen, der genaue Zeitpunkt ist jedoch stets individuell.
Wie viele Sitzungen werde ich benötigen?
Das richtet sich nach Ihrer Diagnose, Ihren Ausgangsvoraussetzungen und Ihren Therapiezielen. Das Wiedererlernen des Gehens erfordert meist wiederholtes, intensives Üben, weshalb das Training als strukturierte Reihe von Sitzungen geplant wird und die aufgezeichneten Daten dem Team helfen, die nächsten Schritte festzulegen.
Ist das Verfahren für jeden geeignet?
Nein. Der Roboter wird bei ausgewählten Krankheitsbildern eingesetzt und setzt bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich Körpergewicht, Körpergröße und allgemeinem Gesundheitszustand voraus. Eine Fachkraft untersucht Sie vorab und entscheidet, ob das robotische Gangtraining für Sie die richtige und sichere Wahl darstellt.
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