Hand- und Fingerrehabilitationsroboter
rehabilitation
Hand- und Fingerrehabilitationsroboter ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.
1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk.
Ein Hand- und Fingerrehabilitationsroboter ist ein modernes medizinisches Gerät, das Betroffenen dabei hilft, nach einer Erkrankung oder Verletzung die Beweglichkeit und Kontrolle der Hand wiederzuerlangen. Die Hand liegt dabei bequem im Gerät, welches die Hand sowie jeden einzelnen Finger sanft durch natürliche Greif- und Öffnungsbewegungen führt, während Sensoren jede Bewegung erfassen. Durch die Durchführung zahlreicher präziser, wiederholter Bewegungen unterstützt das System das Wiedererlernen der Verbindungen zwischen Gehirn, Nerven und Muskeln, welche die Feinmotorik der Hand steuern. Da die Hand einen Großteil der alltäglichen Aufgaben bewältigt, kann die Wiederherstellung ihrer Funktion einen spürbaren Unterschied für die Selbstständigkeit bei Tätigkeiten wie Ankleiden, Essen und Schreiben bedeuten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Hand- und Fingerrehabilitationsroboter ist ein motorisiertes Trainingsgerät mit einer Unterarmschale und beweglichen Elementen, die an den Fingern befestigt werden.
- Er wird Personen angeboten, deren Greiffunktion durch eine Rückenmarksverletzung, Zerebralparese, Nervenkompression, Handoperation, Parkinson-Krankheit oder einen Schlaganfall beeinträchtigt ist.
- Bewegungs- und Kraftsensoren erfassen jeden Versuch, sodass das Gerät die Finger passiv bewegen, eine vom Patienten begonnene Bewegung unterstützen oder einen Widerstand entgegensetzen kann.
- Während einer Trainingseinheit liegt die Hand in einer gepolsterten Stütze, Bildschirmspiele gestalten die Wiederholungen spielerisch, und eine leichte Muskelermüdung im Anschluss ist zu erwarten.
- Das Training erfolgt in einer geplanten Reihe betreuter Einheiten, meist begleitend zur konventionellen Handtherapie, wobei das Ausmaß der funktionellen Wiederherstellung individuell variiert.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art
- Rehabilitationsgerät (robotischer Hand- und Fingertrainer)
- Anwendungsbereich
- Wiederherstellung von Hand- und Fingerbewegungen sowie der Feinmotorik
- Hauptvorteil
- zahlreiche präzise Wiederholungen, die Greiffunktion und Fingereinsatz trainieren
- Ablauf der Sitzung
- therapeutisch begleitete Sitzung mit passiven und aktiven Übungen
- Einsatzort
- spezialisierte Rehabilitationszentren im Ausland
Was das Gerät ist
Bei dem System handelt es sich um einen robotischen Handtrainer, der aus einer bequemen Stütze für Unterarm und Hand sowie motorisierten Elementen besteht, die an den Fingern angebracht werden. Er kann die Finger für Patienten bewegen, eine selbst initiierte Bewegung unterstützen oder gezielt Widerstand leisten, je nachdem, was die Therapie erfordert. Bewegungs- und Kraftsensoren erfassen die Bewegung von Hand und Fingern, während ein Bildschirm die Übungen oft in Spiele umwandelt, um das Training motivierend zu gestalten. Die therapeutische Fachkraft programmiert die Bewegungsabläufe, wählt zwischen passiver Führung und aktiver Eigenleistung und passt die Unterstützung an die aktuellen Fähigkeiten der betroffenen Person an, sodass das Training zugleich sicher und fordernd ist.
Wie das Training funktioniert
Die präzise Steuerung der Hand erfordert kontinuierliche Übung, die nach einem Schlaganfall oder einer Verletzung eigenständig oft schwer umzusetzen ist. Der Roboter ermöglicht dies, indem er Hand und Finger wiederholt durch korrekte Bewegungsmuster führt: Er kann die Hand öffnen und schließen, jeden einzelnen Finger bewegen und natürliche Greifbewegungen weitaus häufiger wiederholen, als dies manuell möglich wäre. Zu Beginn übernimmt das Gerät den Großteil der Bewegung. Mit zunehmender Erholung der Hand überträgt die therapeutische Fachkraft der behandelten Person mehr Eigenleistung, wobei der Roboter nur noch bei Bedarf assistiert, was das Nervensystem zur Wiederaufnahme der Kontrolle anregt. Sensoren und visuelle Rückmeldungen auf dem Bildschirm verdeutlichen den erzielten Einsatz und halten die Motivation aufrecht, während eine therapeutische Fachkraft die gesamte Einheit begleitet.
Anwendungsbereiche und Zielgruppe
Der Roboter kommt bei Personen zum Einsatz, die infolge einer Schädigung des Gehirns, der Nerven oder der Muskulatur ihre Handfunktion verloren haben. Zu den häufigen Indikationen zählen die Rehabilitation nach einem Schlaganfall, Parkinson und andere neurologische Erkrankungen, Nervenverletzungen und Nervenkompressionssyndrome, die Nachsorge nach Handoperationen, Rückenmarksverletzungen, Zerebralparese sowie Traumata der Hand oder des Handgelenks sowie Muskel- und Sehnenschwächen. Das Verfahren eignet sich für Menschen, die ein intensives, wiederholtes Üben benötigen, um Greif- und Fingerbewegungen wieder aufzubauen, und von einem Training mit sicherer Handführung profitieren. Eine Fachkraft untersucht jede Person individuell und entscheidet, ob eine robotische Handtherapie zum jeweiligen Zustand und den angestrebten Therapiezielen passt.
Vorteile und Behandlungsverlauf
Der wesentliche Vorteil liegt in der intensiven, präzisen Übungspraxis, welche die Wiederherstellung von Bewegung und Feinmotorik unterstützt. Die zahlreichen geführten Wiederholungen tragen dazu bei, Greiffunktion, Fingerkontrolle und Koordination zu verbessern, stärken Muskel- und Nervenfunktionen und können den Heilungsverlauf im Vergleich zu Übungen beschleunigen, die allein schwer durchzuhalten sind. Interaktive Spiele sorgen für anhaltende Motivation während der Einheiten, sodass ein höheres Trainingsvolumen erreicht wird, während aufgezeichnete Daten dem Behandlungsteam objektive Fortschritte aufzeigen. Die meisten Patientinnen und Patienten verbessern sich schrittweise über mehrere Einheiten hinweg, häufig in Kombination mit konventioneller Handtherapie. Die Ergebnisse hängen von der Grunderkrankung und dem Zeitpunkt der Verletzung ab, weshalb das Team realistische, individuelle Ziele festlegt.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Ist die Anwendung des Handroboters schmerzhaft?
Die Behandlung sollte nicht schmerzhaft sein. Ihre Hand ruht in einer bequemen Stütze, die Bewegungen sind sanft sowie anpassbar, und die Fachkraft stimmt Bewegungsumfang und Kraft auf Ihre Fähigkeiten ab. Eine gewisse Anstrengung und leichte Muskelermüdung sind normal. Sollten Sie jedoch Schmerzen verspüren, teilen Sie dies Ihrer therapeutischen Fachkraft mit, damit die Einstellungen angepasst werden können.
Bewegt das Gerät meine Hand vollständig oder muss ich mich selbst anstrengen?
Beides, abhängig von Ihrem aktuellen Genesungsstand. In der Anfangsphase kann der Roboter Hand und Finger für Sie bewegen. Sobald Sie Fortschritte machen, unterstützt er vor allem Bewegungen, die Sie selbst beginnen, sodass Sie schrittweise mehr Eigenleistung erbringen und Ihr Nervensystem die Kontrolle neu erlernt.
Kann das Training nach einem Schlaganfall helfen?
Ja. Die Wiedererlangung der Handfunktion ist ein häufiges Ziel nach einem Schlaganfall. Der Roboter ist dafür gut geeignet, da er die hohe Anzahl korrekter, wiederholter Bewegungen, die für die Regeneration der Hand erforderlich sind, auf sichere und unterstützte Weise ermöglicht.
Welchen Vorteil hat das Training gegenüber selbstständigen Übungen?
Das Gerät ermöglicht weitaus mehr präzise Wiederholungen, als die meisten Menschen allein bewältigen können, stabilisiert die Hand für eine stets korrekte Ausführung und bietet durch spielerische Elemente unmittelbare Rückmeldungen. Diese Kombination aus Intensität, Genauigkeit und Motivation führt oft zu besseren und schnelleren Fortschritten.
Wie viele Sitzungen sind erforderlich?
Das hängt von Ihrem Gesundheitszustand, Ihren anfänglichen Fähigkeiten und Ihren Therapiezielen ab. Die Wiederherstellung der Handfunktion erfordert in der Regel kontinuierliches Üben, weshalb das Training als strukturierte Reihe von Einheiten durchgeführt wird. Die erfassten Daten helfen dem Behandlungsteam bei der Entscheidung über den weiteren Verlauf.
Wird meine Hand wieder vollständig gesund?
Das Ziel besteht darin, Beweglichkeit, Kontrolle und Selbstständigkeit bestmöglich zu verbessern; das Ausmaß der Genesung fällt jedoch individuell unterschiedlich aus. Eine Fachkraft untersucht Sie und setzt realistische Ziele auf Grundlage Ihres Zustands sowie des Ansprechens Ihrer Hand auf die Therapie.
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