Intraoperative MRT

imaging

Intraoperative MRT ist an 3 Krankenhäusern in 2 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

3 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 2 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 2 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Die intraoperative MRT, auch als OP-MRT bezeichnet, bringt die Leistungsfähigkeit der Magnetresonanztomographie direkt in den Operationssaal. Ein speziell entwickelter, in den Operationssaal integrierter Scanner ermöglicht es dem Operationsteam, detaillierte Bilder des Gehirns oder der Wirbelsäule aufzunehmen, während die Operation noch im Gange ist. So kann der Operateur den Fortschritt bereits während des Eingriffs überprüfen, anstatt auf eine spätere Untersuchung zu warten. Wie jede MRT nutzt sie ein Magnetfeld und Radiowellen anstelle von Röntgenstrahlen, sodass keine ionisierende Strahlung entsteht. Sie ist besonders wertvoll bei anspruchsvollen Tumoroperationen, bei denen die Beurteilung des Ergebnisses in Echtzeit das Resultat verbessern kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die intraoperative MRT ist ein im Operationssaal installierter Magnetresonanztomograph, bei dem entweder das Gerät an den Tisch herangefahren oder der Tisch zum Gerät bewegt wird.
  • Sie unterstützt die Tumorentfernung im Gehirn, an der Hypophyse und am Rückenmark und kommt zudem bei ausgewählten Gefäßeingriffen am Gehirn zum Einsatz.
  • Das Team unterbricht den Eingriff an einem festgelegten Zeitpunkt, Magnetfeld und Radiowellen erzeugen Schnittbilder, und der Operateur beurteilt diese direkt vor Ort, um eventuelle Tumorreste sowie das angrenzende gesunde Gewebe zu erkennen.
  • Die Patienten verbleiben in Vollnarkose und spüren während der Aufnahme nichts, wobei die Untersuchung die Operationszeit um einige Minuten verlängert.
  • Es entsteht keine ionisierende Strahlung, da keine Röntgenstrahlen eingesetzt werden, strenge Sicherheitsvorgaben für Magnetfelder gelten für jedes Instrument und Implantat im Umfeld, und das Erkennen von Resttumor vor dem Wundverschluss kann eine erneute Operation ersparen.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Art des Verfahrens
Chirurgisches Bildgebungssystem (Magnetresonanztomographie, keine ionisierende Strahlung)
Anwendungsbereiche
Tumorchirurgie an Gehirn, Hypophyse und Rückenmark sowie zerebrale Gefäßchirurgie
Hauptvorteil
Macht verbliebenes Tumorgewebe während der Operation sichtbar und kann oft einen Zweiteingriff vermeiden
Rahmen
Integrierte MRT direkt im Operationssaal
Verfügbarkeit
Akkreditierte neurochirurgische Zentren im Ausland

Was die Methode ist

Die intraoperative MRT ist ein Magnetresonanztomograph, der als fester Bestandteil der OP-Ausstattung in den Operationssaal integriert ist. Während Sie unter Narkose schlafen, kann das Gerät an den Operationstisch herangefahren oder der Tisch zum Scanner bewegt werden, um an entscheidenden Zeitpunkten der Operation frische, hochauflösende Bilder aufzunehmen. Das Verfahren verbindet die diagnostische Klarheit der MRT mit den Gegebenheiten des Operationssaals und liefert dem Operationsteam ein aktuelles Abbild des Operationsgebiets, ohne dass der Eingriff dafür beendet werden muss.

Funktionsweise

Während der Operation hält das Team an einem ausgewählten Punkt inne und führt eine MRT-Untersuchung des Operationsgebiets durch. Das starke Magnetfeld und die Radiowellen erzeugen präzise Schnittbilder des Gehirns oder des Rückenmarks, genau wie bei einer herkömmlichen MRT. Der Operateur beurteilt diese Aufnahmen sofort vor Ort, um zu prüfen, wie viel von einem Tumor bereits entfernt wurde und wo genau das angrenzende gesunde Gewebe liegt. Da Sie weiterhin in Narkose bleiben, kann die Operation auf Basis der neuen Bilddaten und unter denselben sterilen, kontrollierten Bedingungen unmittelbar fortgesetzt werden.

Einsatzbereiche und Nutzen für Patienten

Die intraoperative MRT kommt vor allem in der Neurochirurgie zum Einsatz. Sie leitet die sorgfältige Entfernung von Tumoren des Gehirns, der Hypophyse und des Rückenmarks an und unterstützt den Operateur dabei, so viel Tumorgewebe wie sicher möglich zu entfernen und gleichzeitig kritisches Nachbargewebe zu schonen. Indem verbliebener Resttumor noch vor dem Wundverschluss sichtbar gemacht wird, kann er oft in derselben Sitzung weiter entfernt werden, was die Wahrscheinlichkeit eines Zweiteingriffs verringert. Zudem wird das Verfahren bei zerebralen Gefäßoperationen eingesetzt. Patienten mit diesen komplexen Krankheitsbildern profitieren besonders von der gewonnenen Präzision.

Vorteile und Ablauf

Der wesentliche Vorteil der intraoperativen MRT liegt in der Präzision in Echtzeit: Die Bestätigung während der Operation, wie viel Tumorgewebe verblieben ist, trägt zu einem vollständigeren sowie sichereren Ergebnis bei und kann Patienten einen weiteren Eingriff ersparen. Für Sie als Patient entspricht der Ablauf dem der eigentlichen Operation, die vom chirurgischen Team unter Narkose geplant und durchgeführt wird; die Bildgebung wird vollständig vom Personal gesteuert. Wie bei jeder Operation hängt die Genesung vom konkreten Eingriff und Ihren individuellen Voraussetzungen ab, und das Behandlungsteam erstellt einen maßgeschneiderten Plan für die Heilung und Nachsorge. Die detaillierten Aufnahmen dienen zudem einer klaren Dokumentation des erreichten Ergebnisses.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Wird bei der intraoperativen MRT Strahlung eingesetzt?

Nein. Wie jede MRT nutzt das Verfahren ein starkes Magnetfeld und Radiowellen anstelle von Röntgenstrahlen, sodass während der Operation keine ionisierende Strahlung entsteht. Das Operationsteam beachtet die üblichen Sicherheitsmaßnahmen für den Umgang mit dem starken Magnetfeld.

Bin ich während der Bildgebung wach?

In den meisten Fällen nein. Die Untersuchung erfolgt während der Operation in Vollnarkose, sodass Sie schlafen und nichts spüren. Das Team führt die Bildgebung als Teil der Operation durch.

Wie unterstützt das Verfahren meine Operation?

Es ermöglicht dem Operateur, noch während des Eingriffs zu überprüfen, wie viel von einem Tumor entfernt wurde und wo wichtige Strukturen verlaufen. Dies trägt zu einer vollständigeren Entfernung bei gleichzeitiger Schonung gesunden Gewebes bei und kann die Notwendigkeit einer späteren Nachoperation verringern.

Dauert die Operation dadurch länger?

Die Durchführung der Aufnahme verlängert den Eingriff um etwas Zeit. Dieser Mehraufwand wird jedoch oft dadurch aufgewogen, dass das Ergebnis direkt in derselben Operation bestätigt werden kann, anstatt verbliebenes Tumorgewebe erst bei einer späteren Untersuchung festzustellen.

Ist eine MRT im Operationssaal sicher?

Ja. Der Scanner und der Operationssaal sind speziell aufeinander abgestimmt, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten, und das Team befolgt strenge Protokolle für das starke Magnetfeld, einschließlich einer sorgfältigen Überprüfung jedes Instruments und Implantats in dessen Nähe.

Für wen ist diese Technologie geeignet?

Sie wird hauptsächlich bei anspruchsvollen Tumoroperationen an Gehirn, Hypophyse und Rückenmark sowie bei bestimmten zerebralen Gefäßeingriffen eingesetzt. Ihr Operateur entscheidet anhand der Art und Lage der Erkrankung, ob das Verfahren für Sie infrage kommt.

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