Mehrachsiges robotergestütztes Rehabilitationssystem
rehabilitation
Mehrachsiges robotergestütztes Rehabilitationssystem ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.
1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk.
Ein mehrachsiges robotergestütztes Rehabilitationssystem ist ein modernes Therapiegerät, das die Bewegungen von Armen und Beinen unterstützt und die Genesung durch eine sehr hohe Zahl geführter, präziser Wiederholungen fördert. Das Gerät wird an der Gliedmaße der Patientin oder des Patienten befestigt und führt diese sicher und kontrolliert durch das korrekte Bewegungsmuster, wobei es genau im benötigten Umfang assistiert. Da der Roboter dieselbe präzise Bewegung viele hundert Male wiederholen kann, ermöglicht er ein intensives Üben, das allein durch manuelle Therapie nur schwer zu erreichen wäre, was die Wiedererlangung der Beweglichkeit beschleunigen kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Gerät ist ein motorisierter, an den Gliedmaßen angebrachter Roboter, dessen bewegliche Arme Bewegungen in mehrere Richtungen gleichzeitig führen, sodass kombinierte Gelenkbewegungen statt eines einzelnen Druck- oder Zugimpulses nachgebildet werden, während Sensoren jede Wiederholung für eine objektive Verfolgung erfassen.
- Typische Zielgruppen sind Personen, die nach einem Schlaganfall oder einer anderen neurologischen Erkrankung die Bewegung eines Arms oder Beins wieder aufbauen, Genesende nach orthopädischen Eingriffen sowie Menschen mit Muskelschwäche, eingeschränkter Gelenkbeweglichkeit, Problemen des Bewegungsapparats oder altersbedingtem Mobilitätsverlust.
- Die therapeutische Fachkraft sichert die Gliedmaße, wählt ein Bewegungsmuster sowie den Grad der Unterstützung aus, und der Roboter registriert anschließend die Eigenleistung und steuert nur die fehlende Kraft bei, sodass jede präzise Wiederholung die funktionelle Verbindung zwischen Gehirn und Muskeln im Rahmen der Neuroplastizität stärkt.
- Eine Behandlungseinheit sollte keine Schmerzen verursachen, da die Gliedmaße sanft in einem angenehmen Bereich bewegt wird und die Einstellungen bei Missempfindungen umgehend angepasst werden, während eine leichte Muskelmüdigkeit danach wie bei jedem Training zu erwarten ist.
- Das robotische Training steht nie für sich allein: Es erfolgt als Reihe regelmäßiger Einheiten über mehrere Wochen hinweg neben manueller Therapie und konventionellen Übungen, wobei die Physiotherapeutin oder der Physiotherapeut die objektiven Daten auswertet und den Schwierigkeitsgrad mit zunehmender Bewegungskontrolle anhebt.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art des Geräts
- An den Gliedmaßen angebrachter Rehabilitationsroboter
- Anwendungsbereiche
- Wiedererlernen von Arm- und Beinbewegungen nach Schlaganfall, neurologischen Erkrankungen und orthopädischen Operationen
- Hauptvorteil
- Hunderte präziser, geführter Wiederholungen, die eine schnellere funktionelle Erholung fördern
- Behandlungsablauf
- Physiotherapeutisch betreut, mit individuell angepasster Unterstützung
- Einsatzorte
- Moderne Rehabilitationszentren im Ausland
Was das System ist
Ein mehrachsiges robotergestütztes Rehabilitationssystem ist ein motorisiertes Therapiegerät mit beweglichen Armen oder Stützen, die schonend an der Gliedmaße befestigt werden. Der Begriff mehrachsig bedeutet, dass das Gerät Bewegungen in mehrere Richtungen gleichzeitig führen kann, wodurch es natürliche, kombinierte Gelenkbewegungen anstelle eines einfachen geradlinigen Drucks oder Zugs nachbildet. Es wird vom therapeutischen Fachpersonal mit einem individuellen Trainingsplan programmiert und kann genau so viel oder so wenig Unterstützung leisten, wie benötigt wird, von der vollständigen passiven Führung der Gliedmaße bis hin zum bloßen Anleiten und Korrigieren der eigenen Bewegungsimpulse. Sensoren erfassen jede Wiederholung, sodass Fortschritte objektiv messbar sind. Das System wird stets unter Aufsicht einer Physiotherapeutin oder eines Physiotherapeuten als Teil eines umfassenden Rehabilitationsprogramms eingesetzt.
Wirkungsweise
Der Arm oder das Bein wird am Roboter gesichert, und die therapeutische Fachkraft wählt ein Bewegungsmuster sowie das Maß der Unterstützung aus. Das Gerät führt die Gliedmaße anschließend gleichmäßig und in stetigem Tempo durch die korrekte Bewegung und wiederholt diese so oft, wie es der Trainingsplan vorsieht. Versucht die behandelte Person sich zu bewegen, registriert der Roboter diesen Kraftaufwand und leistet nur die Unterstützung, die tatsächlich benötigt wird, was zu möglichst viel Eigenaktivität anregt. Jede präzise Wiederholung stärkt die Verbindung zwischen Gehirn und Muskulatur und fördert die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Nervensystems, Bewegungen neu zu erlernen. Mit zunehmender Kraft und Bewegungskontrolle wird die Unterstützung schrittweise reduziert und der Schwierigkeitsgrad erhöht, wodurch jede Einheit sicher und maßgeschneidert bleibt.
Anwendungsgebiete und Zielgruppen
Diese Form der robotergestützten Therapie wird häufig in der neurologischen Rehabilitation eingesetzt, insbesondere nach einem Schlaganfall, bei dem die Wiedererlangung von Arm- und Beinbewegungen von intensivem, wiederholtem Üben abhängt. Sie hilft zudem bei weiteren neurologischen Erkrankungen, bei der Genesung nach orthopädischen Eingriffen, bei Muskelschwäche, Bewegungseinschränkungen der Gelenke, Beschwerden des Bewegungsapparats sowie bei altersbedingtem Mobilitätsverlust. Das Verfahren eignet sich besonders für Patientinnen und Patienten, die eigenständig noch nicht ausreichend Bewegungen ausführen können, um herkömmliche Übungen wirksam zu nutzen, da der Roboter die fehlende Kraft beisteuert und dennoch zur aktiven Mitarbeit anregt. Eine physiotherapeutische Untersuchung klärt vorab, ob das robotische Training zum aktuellen Genesungsstand und zu den Therapiezielen passt.
Vorteile und Behandlungsablauf
Der wesentliche Nutzen liegt im Umfang und in der Präzision des Trainings: Der Roboter ermöglicht weitaus mehr exakte Wiederholungen, als dies manuell durchführbar wäre, was funktionelle Fortschritte, den Muskelkraftaufbau und eine frühere Mobilisierung fördert. Da die Bewegungen geführt und kontrolliert ablaufen, ist das Risiko fehlerhafter oder unsicherer Bewegungsabläufe gering, und die verlässliche Unterstützung vermittelt vielen Behandelten Sicherheit und Motivation zum Weitermachen. Eine verbesserte Durchblutung und frühe Aktivität können zudem das Risiko von bewegungsmangelbedingten Komplikationen senken. Die Einheiten werden engmaschig überwacht, die Unterstützung wird individuell angepasst und die Anforderungen steigen schrittweise an. Das robotische Training ergänzt die manuelle Therapie sowie weitere Übungen, und die Ergebnisse bauen sich über einen geplanten Therapiezyklus hinweg auf.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Ist die robotergestützte Rehabilitation schmerzhaft?
Die Behandlung sollte nicht schmerzhaft sein. Der Roboter bewegt Ihre Gliedmaße sanft innerhalb eines angenehmen Bereichs, und das Unterstützungsniveau wird so eingestellt, dass die Übungen sicher und gut verträglich bleiben. Eine leichte Muskelmüdigkeit wie nach jeder körperlichen Betätigung ist normal. Teilen Sie etwaiges Unbehagen Ihrer therapeutischen Fachkraft mit, damit die Einstellungen für Sie angepasst werden.
Bewegt der Roboter meine Gliedmaße vollständig oder muss ich selbst mitarbeiten?
Beides, abhängig von Ihrem aktuellen Genesungsstand. In der Anfangsphase kann der Roboter die Gliedmaße nahezu vollständig für Sie bewegen, und mit fortschreitender Besserung reduziert er die Hilfe, sodass Sie mehr Eigenleistung erbringen. Das Ziel ist stets eine möglichst aktive Mitarbeit, da dies den Heilungsprozess vorantreibt.
Für wen ist das Verfahren geeignet?
Es wird vor allem für Personen eingesetzt, die nach einem Schlaganfall oder einer anderen neurologischen Erkrankung, nach einer orthopädischen Operation oder bei ausgeprägter Muskelschwäche und Bewegungseinschränkungen das Bewegen von Armen und Beinen neu erlernen. Eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut prüft, ob das Verfahren zu Ihrem Beschwerdebild und Ihrem Genesungsstadium passt.
Wie viele Behandlungseinheiten sind erforderlich?
Dies hängt von Ihrer Diagnose und Ihren Zielen ab. Das robotische Training wird üblicherweise als Reihe regelmäßiger Einheiten über mehrere Wochen hinweg durchgeführt, wobei Ihre therapeutische Fachkraft die objektiven Daten jeder Sitzung auswertet und den Trainingsplan entsprechend Ihrer Fortschritte anpasst.
Wird das System alleinstehend oder im Rahmen eines Gesamtprogramms eingesetzt?
Es ist Teil eines umfassenden Rehabilitationsprogramms. Während der Roboter für intensive Wiederholungen sorgt, trainieren manuelle Therapie, herkömmliche Übungen und weitere Methoden jene Fähigkeiten, die das Gerät allein nicht schulen kann. Ihr Behandlungsteam kombiniert diese Ansätze, um ein optimales Gesamtergebnis zu erzielen.
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