NanoKnife (irreversible Elektroporation)
surgical
NanoKnife (irreversible Elektroporation) ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.
1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk.
Das NanoKnife (irreversible Elektroporation) ist ein Ablationsverfahren, das Tumorzellen mithilfe kurzer elektrischer Hochspannungsimpulse anstelle von Hitze oder Kälte zerstört. Der Strom erzeugt winzige, dauerhafte Poren in der Membran der Tumorzellen, was zu deren Absterben führt, während das umliegende Gewebegerüst weitgehend geschont wird. Da das Verfahren weder verbrennt noch vereist, kann es zur Behandlung von Tumoren eingesetzt werden, die in unmittelbarer Nähe zu Blutgefäßen, Gallengängen und Nerven liegen, wo hitze- oder kältebasierte Methoden schwere Schäden riskieren würden. Dies macht es zu einer wertvollen Option für ausgewählte Tumoren, die sich operativ nicht entfernen lassen.
Das Wichtigste in Kürze
- Das NanoKnife ist ein nicht-thermisches Ablationsverfahren, medizinisch als irreversible Elektroporation bezeichnet, bei dem kurze Hochspannungsimpulse dauerhafte Mikroporen in den Zellmembranen von Tumoren erzeugen und diese zerstören, ohne das Gewebe zu verbrennen oder zu vereisen.
- Es ist Tumoren in anatomisch anspruchsvollen Lagen neben lebenswichtigen Strukturen vorbehalten, vor allem lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs, der operativ nicht entfernt werden kann, sowie ausgewählten Läsionen in der Leber und anderen Weichgeweben, wobei ein Fachteam Tumorart, Größe, genaue Lage und den Allgemeinzustand abwägt.
- Unter Vollnarkose werden feine nadelförmige Sonden bildgesteuert in und um das Zielgebiet platziert, zwischen denen der Strom in sehr kurzen, starken Impulsen fließt, woraufhin der Körper die zerstörten Zellen in den folgenden Wochen abbaut.
- Während des Eingriffs spüren Sie nichts, es verbleiben lediglich kleine Einstichstellen statt eines langen Schnitts, und Beschwerden im Anschluss sind meist gering und lassen sich mit Medikamenten gut lindern.
- Gefäß- und Gangwände sind gegenüber der elektrischen Einwirkung deutlich widerstandsfähiger als Krebszellen und können selbst dort erhalten bleiben, wo der Tumor sie umschließt; dennoch behandelt das Verfahren ausschließlich den lokalen Befall und ist üblicherweise in ein umfassenderes Gesamtkonzept mit bildgebender Nachsorge eingebunden.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art
- Nicht-thermische Tumorablation (irreversible Elektroporation)
- Anwendung
- Ausgewählte Tumoren nahe Blutgefäßen, Gallengängen und Nerven, einschließlich lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Hauptvorteil
- Zerstörung von Tumorzellen bei gleichzeitiger Schonung benachbarter kritischer Strukturen
- Narkose
- Vollnarkose
- Einsatzbereich
- Akkreditierte Zentren für Onkologie und Chirurgie im Ausland
Was das Verfahren ist
Das NanoKnife ist ein gezieltes, minimal-invasives Behandlungsverfahren, das elektrische Energie anstelle eines Skalpells oder thermischer Energie nutzt, um einen Tumor zu zerstören. Feine nadelförmige Sonden werden im und um das Tumorgewebe positioniert, woraufhin das System kurze Hochspannungsimpulse zwischen ihnen abgibt. Diese Impulse erzeugen dauerhafte Mikroporen in den Membranen der Krebszellen, was den Zelltod in einem präzise abgegrenzten Bereich auslöst. Entscheidend ist, dass die Stützstrukturen innerhalb und um den Tumor, wie die Wände von Blutgefäßen und Gallengängen, gegenüber diesem Effekt deutlich widerstandsfähiger sind, sodass sie weitgehend geschont werden können, selbst wenn der Tumor sie umschließt.
Ablauf der Behandlung
Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, wobei bildgebende Verfahren genutzt werden, um die Sonden millimetergenau zu platzieren. Sobald sich die Sonden an den geplanten Positionen befinden, gibt das System eine Serie sehr kurzer, starker elektrischer Impulse durch den Tumor ab. Die behandelten Zellen werden irreversibel geschädigt und in den darauffolgenden Wochen schrittweise vom Körper abgebaut. Da die Wirkung rein elektrisch und nicht thermisch ist, weist das Behandlungsareal scharfe Grenzen auf, und benachbarte Gefäße, Gänge sowie Nerven werden geschont. Anschließend werden die Sonden entfernt; es verbleiben lediglich kleine Einstichstellen ohne großen Schnitt.
Anwendungsgebiete und Eignung
Das NanoKnife kommt vor allem bei Tumoren zum Einsatz, die an schwer zugänglichen Stellen nahe lebenswichtiger Strukturen liegen, an denen eine Operation oder eine hitzebasierte Ablation zu risikoreich wäre. Das bekannteste Anwendungsgebiet ist der lokal fortgeschrittene, inoperable Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei dem der Tumor häufig wichtige Blutgefäße umschließt. Zudem wird es bei ausgewählten Tumoren der Leber und an anderen Weichgewebestellen in der Nähe kritischer Strukturen angewendet. Das Verfahren eignet sich nicht für jeden Tumor oder jede Person; ein spezialisiertes Fachteam beurteilt die Eignung anhand von Art, Größe und genauer Lage des Tumors sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand.
Vorteile und Ausblick
Der wesentliche Vorteil liegt in der Möglichkeit, Tumoren an Stellen zu behandeln, die sonst kaum oder gar nicht sicher erreicht werden können, während umliegende Blutgefäße, Gänge und Nerven geschützt bleiben. Als minimal-invasive Methode, die nur kleine Sondeneinstiche erfordert, kann sie den Körper weniger belasten als eine offene Operation und ist häufig Teil eines umfassenderen Behandlungsplans, der weitere Therapien umfassen kann. Wie bei jedem Eingriff hängen Ergebnisse und Genesung von der individuellen Situation ab, und das Behandlungsteam erstellt einen maßgeschneiderten Plan für die Überwachung, bildgebende Nachkontrollen und eventuelle Folgetherapien.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Wie unterscheidet sich das NanoKnife von anderen Ablationsverfahren?
Die meisten Ablationsverfahren zerstören Tumoren durch Hitze oder Kälte, was umliegende Strukturen schädigen kann. Das NanoKnife nutzt stattdessen elektrische Impulse und kann dadurch Tumoren behandeln, die sehr nah an Blutgefäßen, Gallengängen und Nerven liegen, während diese weitgehend geschont werden.
Handelt es sich um eine Operation?
Es handelt sich um einen minimal-invasiven Eingriff und nicht um eine offene Operation. Dünne Sonden werden meist unter bildgebender Kontrolle in und um den Tumor platziert, sodass anstelle eines großen Schnitts lediglich kleine Einstichstellen verbleiben.
Wofür wird das Verfahren hauptsächlich eingesetzt?
Am bekanntesten ist der Einsatz bei lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs, der sich operativ nicht entfernen lässt; zudem wird das Verfahren bei ausgewählten Tumoren der Leber und an anderen Lokalisationen nahe kritischer Strukturen angewendet.
Ist der Eingriff schmerzhaft?
Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt, sodass Sie währenddessen nichts spüren. Da lediglich kleine Einstichstellen entstehen, sind Beschwerden im Anschluss meist gering und lassen sich gut mit Schmerzmitteln behandeln.
Kann das NanoKnife den Krebs allein heilen?
Es handelt sich um eine gezielte Behandlung des lokalen Tumors, die häufig im Rahmen eines übergeordneten Therapiekonzepts mit weiteren Behandlungen kombiniert wird. Ob das Verfahren infrage kommt und welche Ergebnisse erreichbar sind, hängt von Ihrer individuellen Diagnose ab, die ein Fachteam ausführlich mit Ihnen bespricht.
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