Magnetische Beckenbodenstimulation

gynecology

Magnetische Beckenbodenstimulation ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.

1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk; 1 davon ist JCI-akkreditiert.

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Die magnetische Beckenbodenstimulation ist eine nicht-invasive Behandlung, die mithilfe fokussierter elektromagnetischer Energie die Muskeln stärkt, welche Blase, Darm und Beckenorgane stützen. Die behandelte Person sitzt dabei einfach vollständig bekleidet auf einem Spezialsessel, während ein Applikator unter der Sitzfläche in einer einzigen Sitzung Tausende kräftige, angenehme Muskelkontraktionen erzeugt und den Beckenboden damit weitaus intensiver trainiert, als es mit rein manuellen Beckenbodenübungen möglich ist. Es kommen weder Nadeln noch Sonden oder Hautkontakt zum Einsatz. Die schmerzfreie Sitzung dauert etwa zwanzig bis dreißig Minuten, und die gewohnten Alltagsaktivitäten können unmittelbar danach wieder aufgenommen werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Behandlung erfolgt über einen Sessel mit einem elektromagnetischen Applikator unter der Sitzfläche, der ein fokussiertes Feld durch Kleidung und Gewebe leitet, sodass die Beckenbodennerven aktiviert werden und sich die Muskeln in einer einzigen Sitzung tausendfach zusammenziehen.
  • Sie richtet sich an Personen mit Harninkontinenz und Beckenbodenschwäche: Belastungsinkontinenz beim Husten, Lachen, Niesen oder Sport, Drangsymptome, die Wiederherstellung der Beckenkraft nach einer Entbindung sowie die Blasenkontrolle nach einer Prostataoperation.
  • Jede Kontraktion wird durch das Gerät und nicht durch eigene Anstrengung ausgelöst, was ein intensives Beckenbodentraining ermöglicht, das manuell nicht erreichbar ist, und insbesondere Personen hilft, die die richtige Muskulatur nicht verlässlich anspannen können.
  • Sie bleiben vollständig bekleidet sitzen, spüren ein schmerzloses Klopfen oder Ziehen im Beckenbereich, können während der etwa zwanzig- bis dreißigminütigen Sitzung lesen oder sprechen und danach sofort zu Ihren gewohnten Aktivitäten zurückkehren.
  • Die Anwendung wird während der Schwangerschaft, bei aktiven Blutungen, kurz nach Operationen sowie bei Personen mit Herzschrittmacher oder aktiven Metallimplantaten vermieden, weshalb eine Ärztin oder ein Arzt zunächst die Krankengeschichte prüft und einen Behandlungsverlauf über mehrere Wochen plant.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Art der Behandlung
nicht-invasive elektromagnetische Stimulation der Beckenbodenmuskulatur
Anwendungsbereiche
Harninkontinenz, Beckenbodenschwäche, Rückbildung nach der Geburt und Unterstützung nach Prostataoperationen
Hauptvorteil
intensives Beckenbodentraining ohne Nadeln, Sonden oder Entkleiden
Sitzungsdauer
etwa 20 bis 30 Minuten, schmerzfrei, keine Erholungszeit
Einsatzbereich
gynäkologische und urologische Kliniken in akkreditierten Zentren im Ausland

Was die Behandlung ist

Die magnetische Beckenbodenstimulation ist eine gerätegestützte Methode zum Training des Beckenbodens, also jener Muskelschicht, die Blase sowie weitere Beckenorgane stützt und die Blasenkontrolle ermöglicht. Wenn diese Muskeln geschwächt sind, beispielsweise nach einer Geburt, im Alter oder nach einer Prostataoperation, kann es zu Beschwerden wie ungewolltem Harnverlust kommen. Herkömmliche Beckenbodenübungen (Kegel-Übungen) helfen, fallen jedoch vielen Menschen schwer, korrekt oder dauerhaft durchzuführen. Diese Technologie nutzt ein fokussiertes elektromagnetisches Feld, um die Beckenbodenmuskulatur automatisch und kraftvoll kontrahieren zu lassen, wodurch pro Sitzung weitaus mehr Kontraktionen erzielt werden, als man selbstständig ausführen könnte, während man bequem und voll bekleidet sitzt.

Wirkungsweise

Während einer Sitzung nehmen Sie auf einem bequemen Sessel Platz, unter dessen Sitzfläche sich ein elektromagnetischer Applikator befindet. Das Gerät erzeugt ein fokussiertes Magnetfeld, das schmerzfrei durch Kleidung und Gewebe dringt und die Nerven des Beckenbodens stimuliert, wodurch sich die Muskeln wiederholt kräftig zusammenziehen und wieder entspannen. Eine einzige Sitzung löst Tausende dieser Kontraktionen aus, was einem sehr intensiven Beckenbodentraining entspricht, das manuell unmöglich durchführbar wäre. Sie spüren dabei ein Klopfen oder Ziehen im Beckenbereich, jedoch keine Schmerzen, und können sich währenddessen entspannen, lesen oder unterhalten. Da die Energieübertragung berührungslos erfolgt, sind weder Nadeln noch interne Sonden oder ein Entkleiden erforderlich, und Sie können unmittelbar danach zu Ihren gewohnten Aktivitäten zurückkehren.

Anwendungsgebiete und Zielgruppe

Die Behandlung wird hauptsächlich bei Harninkontinenz und einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur eingesetzt. Sie hilft Frauen bei Belastungsinkontinenz, bei der Urin beim Husten, Lachen, Niesen oder bei körperlicher Aktivität abgeht, sowie bei Drangbeschwerden und unterstützt die Rückbildung der Beckenkraft nach einer Entbindung. Bei Männern wird sie häufig eingesetzt, um die Wiedererlangung der Blasenkontrolle nach einer Prostataoperation zu unterstützen. Zudem kann sie dazu beitragen, die Beckenmuskulatur allgemein zu stärken, was das Wohlbefinden und die Sexualfunktion verbessern kann. Das Verfahren ist nicht für jeden geeignet: Während der Schwangerschaft, bei aktiven Blutungen, kurz nach einer Operation sowie bei Personen mit Herzschrittmacher oder aktiven Metallimplantaten wird es im Allgemeinen nicht angewendet. Eine Ärztin oder ein Arzt prüft vorab Ihre Krankengeschichte und stellt sicher, dass die Behandlung für Sie sicher und angemessen ist.

Vorteile und Ablauf

Die wesentlichen Vorteile liegen darin, dass das Verfahren nicht-invasiv, schmerzfrei und unkompliziert ist, ohne Nadeln, interne Sonden, Entkleiden oder Erholungszeiten, sodass Sie bequem sitzen und danach direkt Ihrem Alltag nachgehen können. Da jede Sitzung eine sehr hohe Anzahl an Kontraktionen auslöst, kann der Beckenboden effizienter gestärkt werden als durch selbstständiges Training, was besonders jenen zugutekommt, die Schwierigkeiten mit der korrekten Ausführung von Beckenbodenübungen haben. Die Ergebnisse bauen sich über eine Behandlungsserie auf, die sich in der Regel über mehrere Sitzungen innerhalb weniger Wochen erstreckt, während die Muskelkraft zunimmt; gegebenenfalls wird ein Erhaltungsplan empfohlen. Viele Betroffene bemerken im Laufe der Zeit eine verbesserte Blasenkontrolle. Das medizinische Fachpersonal erstellt einen individuellen Plan und erläutert realistische Erwartungen für Ihre Situation.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Nein. Sie ist schmerzfrei. Sie spüren ein Klopfen oder Ziehen im Beckenbereich, wenn sich die Muskeln zusammenziehen, aber keine Schmerzen oder Beschwerden, und Sie können sich während der gesamten Sitzung entspannen, lesen oder unterhalten.

Muss ich mich entkleiden oder wird etwas eingeführt?

Nein. Sie bleiben vollständig bekleidet und nehmen einfach auf dem Sessel Platz. Die Energie durchdringt die Kleidung berührungslos, sodass weder Nadeln noch interne Sonden erforderlich sind.

Wie viele Sitzungen sind erforderlich?

Üblich ist eine Serie von mehreren Sitzungen über einige Wochen hinweg, da sich die Muskelkraft schrittweise aufbaut. Die genaue Anzahl wird ärztlich an Ihre Symptome und Ihr Ansprechen auf die Therapie angepasst; gegebenenfalls werden gelegentliche Erhaltungssitzungen empfohlen.

Für wen ist das Verfahren geeignet?

Es hilft Frauen mit Belastungs- oder Dranginkontinenz sowie Beckenbodenschwäche, Frauen in der Rückbildungsphase nach einer Entbindung und Männern bei der Wiedererlangung der Blasenkontrolle nach einer Prostataoperation. Vorab wird ärztlich geprüft, ob das Verfahren für Ihre individuelle Situation geeignet ist.

Gibt es Gründe, die gegen eine Behandlung sprechen?

Ja, die gibt es. Personen mit einem Herzschrittmacher oder einem aktiven Metallimplantat sind in der Regel ausgeschlossen, ebenso Personen nach einer erst kürzlich erfolgten Operation, mit aktiven Blutungen oder während einer Schwangerschaft. Aus genau diesem Grund wird Ihre Krankengeschichte vorab sorgfältig ärztlich erhoben.

Wann zeigen sich erste Ergebnisse?

Verbesserungen wie eine stärkere Blasenkontrolle stellen sich meist schrittweise im Verlauf der Behandlungsserie ein, während die Beckenbodenmuskulatur gekräftigt wird, und selten bereits nach einer einzelnen Sitzung.

Was ist der Beckenboden?

Der Beckenboden ist eine Muskelschicht, die sich unter der Blase und den übrigen Beckenorganen aufspannt, diese in ihrer Position hält und die Urinausscheidung kontrolliert. Geburten, der Alterungsprozess und Prostataoperationen können ihn schwächen, wobei ungewollter Urinverlust meist das erste Anzeichen ist. Beckenbodenübungen sind das klassische Gegenmittel, doch fällt die korrekte und regelmäßige Durchführung vielen Menschen schwer, weshalb mitunter ein Gerät eingesetzt wird, das die Muskelkontraktionen für Sie übernimmt.

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