MRT-Fusionsbiopsie der Prostata (3D-Bildgebung und Navigation)

urology

MRT-Fusionsbiopsie der Prostata (3D-Bildgebung und Navigation) ist an 4 Krankenhäusern in 3 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

4 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk; 4 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Die MRT-Fusionsbiopsie der Prostata (3D-Bildgebung und Navigation) ist ein modernes Verfahren zur Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata, um Prostatakrebs präzise zu diagnostizieren. Sie verbindet zwei Bildgebungsverfahren, eine vorab erstellte detaillierte MRT-Aufnahme und Live-Ultraschall während des Eingriffs, zu einem einzigen dreidimensionalen Bild. Diese „Fusion“ ermöglicht es dem Arzt, genau zu sehen, wo verdächtige Bereiche liegen, und die Biopsienadel direkt dorthin zu führen, anstatt die Drüse nach dem Zufallsprinzip zu beproben. Das Ergebnis ist eine präzisere, gezielte Biopsie, welche die Erkennung von Krebsarten verbessert, die tatsächlich einer Behandlung bedürfen, und gleichzeitig dazu beiträgt, unnötige Befunde zu vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fusionsbiopsie legt ein vorab aufgenommenes Prostata-MRT über das Live-Ultraschallbild und erzeugt so eine dreidimensionale Karte, die die Nadel leitet.
  • Sie eignet sich für Männer mit erhöhtem PSA-Blutwert, mit einer im MRT sichtbaren abklärungsbedürftigen Veränderung oder wenn eine frühere Standardbiopsie trotz fortbestehendem Verdacht negativ war.
  • Im MRT markierte verdächtige Areale werden in Echtzeit mit dem Ultraschallbild abgeglichen, eine feine Nadel wird in jedes markierte Ziel geführt, und meist werden zusätzlich einige Standardproben entnommen.
  • Die Betäubung erfolgt lokal, gelegentlich mit leichter Sedierung; Männer spüren während der Probenentnahme einen Druck und ein kurzes Zwicken, gehen am selben Tag nach Hause und bemerken eventuell für kurze Zeit etwas Blut in Stuhl, Ejakulat oder Urin.
  • Ein Prostata-MRT muss vorab vorliegen, geringe Risiken wie Blutungen oder Infektionen werden im Vorfeld besprochen, und die Proben gehen an ein Labor, sodass die Befunde bei einem Folgetermin besprochen werden.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Art
bildgestütztes, gezieltes System zur Prostatabiopsie
Anwendungsbereich
präzise Diagnose von Prostatakrebs
Hauptvorteil
gezieltes Ansteuern verdächtiger Areale durch fusioniertes MRT und Ultraschall
Betäubung
Lokalanästhesie, gelegentlich mit leichter Sedierung
Einsatzort
akkreditierte Zentren für Urologie im Ausland

Was das Verfahren ist

Ein Fusionsbiopsiesystem kombiniert die Stärken zweier Bildgebungsverfahren. Eine vorab durchgeführte MRT-Untersuchung eignet sich hervorragend zur Darstellung verdächtiger Bereiche innerhalb der Prostata, eine Biopsie direkt im MRT-Gerät ist jedoch unpraktisch. Der Ultraschall, der während der Biopsie live eingesetzt wird, zeigt die Prostata in Echtzeit, kann diese verdächtigen Bereiche für sich allein jedoch nicht deutlich darstellen. Die Fusionssoftware legt die früheren MRT-Bilder über den Live-Ultraschall und erstellt so eine gemeinsame dreidimensionale Karte. Auf dieser Karte sind die auffälligsten Bereiche markiert, sodass der Arzt die Nadel präzise dorthin navigieren kann.

Funktionsweise

Vor dem Eingriff wird eine MRT-Aufnahme der Prostata ausgewertet und auffällige Veränderungen werden identifiziert und markiert. Während der Biopsie tastet eine Ultraschallsonde die Prostata ab, während das System die markierten MRT-Bilder mit dem Live-Ultraschallbild abgleicht und ein 3D-Modell in Echtzeit erzeugt. Geleitet von dieser Navigation führt der Arzt eine feine Nadel direkt in jedes markierte Ziel ein, um kleine Gewebeproben zu entnehmen, und entnimmt zur Vollständigkeit meist auch einige Standardproben. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung, manchmal mit leichter Sedierung, und wird üblicherweise im Rahmen eines kurzen ambulanten Termins durchgeführt.

Anwendungsbereiche und Zielgruppe

Die Fusionsbiopsie wird bei Männern eingesetzt, bei denen eine Abklärung der Prostata erforderlich ist, beispielsweise aufgrund eines erhöhten PSA-Werts im Blut oder eines im MRT sichtbaren verdächtigen Bereichs. Sie ist besonders hilfreich, wenn eine vorangegangene Standardbiopsie unauffällig war, der Krebsverdacht jedoch weiter besteht, wenn ein MRT eine spezifische Veränderung gezeigt hat, die beprobt werden muss, oder wenn es darauf ankommt, einen klinisch bedeutsamen Krebs zuverlässig nachzuweisen oder auszuschließen. Durch das gezielte Ansteuern auffälliger Bereiche können wiederholte Biopsien vermieden und klarere Entscheidungen darüber getroffen werden, ob und wie behandelt werden soll.

Vorteile und was Sie erwartet

Der wesentliche Vorteil liegt in der Genauigkeit: Indem verdächtige Areale direkt angesteuert werden, verbessert die Fusionsbiopsie die Chance, behandlungsbedürftige Krebsarten zu entdecken, und verringert das Risiko, diese zu übersehen oder harmlose Befunde überzudiagnostizieren. Es handelt sich um einen relativ kurzen ambulanten Eingriff unter örtlicher Betäubung, und die meisten Männer können noch am selben Tag nach Hause zurückkehren. Leichte Beschwerden, geringe Spuren von Blut im Urin, Ejakulat oder Stuhl sowie ein Druckgefühl können danach kurzzeitig auftreten und klingen in der Regel von selbst wieder ab. Das Behandlungsteam erläutert die Nachsorge und vereinbart einen Folgetermin zur Besprechung der Ergebnisse.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Ist eine Fusionsbiopsie schmerzhaft?

Sie wird in der Regel unter Lokalanästhesie durchgeführt, gelegentlich mit leichter Sedierung, sodass die Beschwerden gering bleiben. Sie spüren möglicherweise einen Druck und ein kurzes Zwicken, wenn die Proben entnommen werden. Danach sind leichte Schmerzen häufig, die mit einfachen Maßnahmen rasch abklingen.

Worin liegt der Vorteil gegenüber einer Standardbiopsie?

Eine Standardbiopsie entnimmt Proben aus der Prostata nach einem allgemeineren Verteilungsmuster, während eine Fusionsbiopsie gezielt die im MRT identifizierten verdächtigen Bereiche ansteuert. Dadurch lassen sich klinisch bedeutsame Krebsformen genauer nachweisen, was die Notwendigkeit wiederholter Biopsien verringern kann.

Benötige ich vorab ein MRT?

Ja. Das Verfahren basiert auf einer im Vorfeld durchgeführten MRT-Untersuchung der Prostata, um verdächtige Areale zu identifizieren und zu markieren. Diese Bilder werden dann während der Biopsie mit dem Live-Ultraschall fusioniert, um die Nadel präzise zu führen.

Ist das Verfahren sicher?

Ja, es handelt sich um ein etabliertes, bildgestütztes Verfahren mit einem hohen Maß an Sicherheit. Wie bei jedem Biopsieverfahren bestehen geringe Risiken wie Blutungen oder Infektionen, die das Behandlungsteam vorab bespricht und durch entsprechende Maßnahmen minimiert.

Was geschieht nach der Biopsie?

Sie können in der Regel noch am selben Tag nach Hause gehen. Es ist normal, für kurze Zeit etwas Blut im Urin, Ejakulat oder Stuhl zu bemerken. Die Gewebeproben werden in einem Labor untersucht, und Ihr Arzt bespricht die Ergebnisse sowie die weiteren Schritte mit Ihnen.

Erhalte ich die Ergebnisse sofort?

Nein. Die Proben werden zur genauen Analyse an ein Labor geschickt, was etwas Zeit in Anspruch nimmt. Ihr Arzt geht die Befunde anschließend mit Ihnen durch und erklärt, ob eine Behandlung oder weitere Kontrollen erforderlich sind.

Nicht sicher, welches Krankenhaus zu Ihrem Fall passt?

Laden Sie Ihre medizinischen Unterlagen hoch und lassen Sie die KI das richtige Krankenhaus für Sie finden.

Unterlagen hochladen

Verfügbar in diesen Städten

Nicht sicher, welches Krankenhaus zu Ihrem Fall passt?

Laden Sie Ihre medizinischen Unterlagen hoch und lassen Sie die KI das richtige Krankenhaus für Sie finden.

Unterlagen hochladen