Roboterarm-assistierte orthopädische Chirurgie
surgical-robotics
Roboterarm-assistierte orthopädische Chirurgie ist an 14 Krankenhäusern in 4 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.
14 Krankenhäuser betreiben diese Technologie in 3 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 11 davon sind JCI-akkreditiert.
Die roboterarm-assistierte orthopädische Chirurgie ist eine Technologie, die vor allem beim Knie- und Hüftgelenkersatz eingesetzt wird, um die Operation mit sehr hoher Genauigkeit zu planen und durchzuführen. Auf Basis der patienteneigenen CT-Aufnahmen wird ein detaillierter dreidimensionaler Plan erstellt. Während des Eingriffs führt ein Roboterarm die Instrumente der operierenden Fachkraft so, dass der Knochen präpariert und das Implantat exakt nach diesem Plan positioniert wird. Die Chirurgin oder der Chirurg hält und steuert das Instrument stets selbst; der Roboterarm sorgt für zusätzliche Stabilität und integrierte Begrenzungen, die das umliegende Gewebe schützen. Ziel ist ein gut sitzendes und ausbalanciertes Gelenk, was zu weniger Schmerzen und einer unkomplizierteren Genesung beitragen kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Das System verbindet einen Computer, der einen anhand patienteneigener CT-Bilder erstellten dreidimensionalen Plan enthält, mit einem Roboterarm, der während des Knie- oder Hüftgelenkersatzes von der operierenden Fachkraft gesteuert wird.
- Infrage kommen meist Personen mit Arthrose oder einer anderen degenerativen oder entzündlichen Gelenkerkrankung, gelegentlich auch mit posttraumatischen Schäden; die Methode eignet sich zudem für den Teilgelenkersatz am Knie oder für anatomisch anspruchsvoll auszurichtende Hüften.
- Ein sanfter Widerstand verhindert, dass das Instrument über die geplante Grenze hinausgerät, eine Kamera verfolgt das Gelenk in Echtzeit, und die operierende Fachkraft überprüft Beweglichkeit und Bandspannung, bevor das Implantat fixiert wird.
- Die Narkose erfolgt als Vollnarkose oder Regionalanästhesie wie bei herkömmlichen Gelenkoperationen, und viele Patientinnen und Patienten berichten anschließend über weniger Schmerzen und Schwellungen sowie einen früheren Beginn von Gehübungen und Physiotherapie.
- Der Roboterarm kann sich nicht eigenständig bewegen, sodass jede Entscheidung und jeder Schritt bei der Chirurgin oder dem Chirurgen liegt, die oder der zudem roboterassistierte, computernavigierte und konventionelle Optionen abwägt und über die üblichen Operationsrisiken aufklärt.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art
- von der Fachkraft geführter Roboterarm mit patientenspezifischer Planung
- Anwendungsbereich
- Knie- und Hüftgelenkersatz
- Hauptvorteil
- präziser Implantatsitz bei gleichzeitigem Schutz des umliegenden Weichgewebes
- Betäubung
- Vollnarkose oder Regionalanästhesie wie bei Standardgelenkeingriffen
- Einsatzbereich
- akkreditierte orthopädische Fachzentren im Ausland
Worum es sich handelt
Das System kombiniert einen Computer, der einen dreidimensionalen Plan des Gelenks speichert, mit einem Roboterarm, den die operierende Fachkraft führt. Vor dem Eingriff wird aus einer CT-Untersuchung ein exaktes Modell des patienteneigenen Knochens erstellt, sodass das Team die passende Implantatgröße und -position bereits im Vorfeld festlegen kann, statt dies während der Operation abzuschätzen. Im Operationssaal bietet der Arm haptisches Feedback, also einen sanften Widerstand, der das Schneidwerkzeug im geplanten Bereich hält und gesundes Knochengewebe, Bänder sowie Nerven schont. Eine Kamera und ein Monitor erfassen die Position des Gelenks in Echtzeit, sodass sich der Plan anpasst, während das Bein bewegt und die Weichteilspannung überprüft wird.
Funktionsweise
Zu Beginn der Operation gleicht die Chirurgin oder der Chirurg das digitale Modell mit der Anatomie der Patientin oder des Patienten ab und bestätigt den Plan am Bildschirm. Bei der Vorbereitung der Gelenkflächen lässt der Roboterarm Bewegungen nur innerhalb der festgelegten Grenzen zu; nähert sich das Instrument der Sicherheitsgrenze, leistet der Arm Widerstand und stoppt, sodass Knochenschnitte exakt wie vorgesehen erfolgen. Anschließend prüft die Fachkraft die Beweglichkeit und Bandstabilität des neuen Gelenks über den gesamten Bewegungsumfang und kann den Plan feinjustieren, bevor das endgültige Implantat eingesetzt wird. Während des gesamten Eingriffs unterstützt die Technologie das medizinische Team, ohne es zu ersetzen; jede Entscheidung und jeder Schritt verbleibt bei der operierenden Person.
Indikationen und Zielgruppe
Das Verfahren wird bei Arthrose und anderen degenerativen oder entzündlichen Gelenkerkrankungen des Knies und der Hüfte sowie bei bestimmten posttraumatischen Gelenkschäden eingesetzt, wenn ein Gelenkersatz erforderlich ist. Es kann beim Knie-Teilgelenkersatz von Vorteil sein, bei dem der Erhalt von gesundem Knochen und Bändern wichtig ist, sowie bei komplexen Hüftanatomien, bei denen eine exakte Ausrichtung anspruchsvoll ist. Die Eignung hängt von der Diagnose, dem Zustand der Knochensubstanz und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab; die behandelnde Fachkraft entscheidet, ob eine roboterassistierte, eine computernavigierte oder eine konventionelle Technik im Einzelfall am besten geeignet ist.
Vorteile und was Sie erwarten können
Eine exakte Planung und geführte Knochenschnitte können die Passgenauigkeit, Ausrichtung und Balance des Implantats verbessern, was zu einem natürlicheren Gelenkgefühl und einer guten langfristigen Funktion beitragen kann. Da der Arm umliegende Bänder und Weichteile schont, treten bei vielen Patientinnen und Patienten nach dem Eingriff weniger Schmerzen und Schwellungen auf, und Gehübungen sowie Physiotherapie können früher beginnen. Der Verlauf der Genesung hängt dennoch vom betroffenen Gelenk, der körperlichen Verfassung und dem Rehabilitationsprogramm ab; das Behandlungsteam erstellt dafür einen individuellen Plan zur Mobilisation und Nachsorge.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Führt der Roboter die Operation eigenständig durch?
Nein. Die Chirurgin oder der Chirurg plant den Eingriff, hält die Instrumente und führt jeden Schritt selbst aus. Der Roboterarm führt das Instrument innerhalb des vorab berechneten Bereichs und sorgt für zusätzliche Stabilität, kann sich jedoch weder selbstständig bewegen noch eigenständig handeln.
Ist der roboterassistierte Gelenkersatz präziser als die Standardmethode?
Das Verfahren ist darauf ausgelegt, das Implantat sehr präzise nach einem anhand Ihrer individuellen Anatomie erstellten Plan einzusetzen und auszurichten. Diese Genauigkeit kann zu einer besseren Gelenkbalance und Funktion beitragen, wobei das Endergebnis auch von Ihrer Knochenqualität, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und der Rehabilitation abhängt.
Verläuft die Genesung schneller?
Da die Methode das Weichgewebe rund um das Gelenk schont, haben viele Patientinnen und Patienten weniger Schmerzen und können früher mit Bewegung und Physiotherapie beginnen. Die gesamte Genesungsdauer variiert dennoch je nach Gelenk, Ihrer körperlichen Verfassung und dem Verlauf der Rehabilitation.
Ist das Verfahren sicher?
Ja. Es handelt sich um ein etabliertes Verfahren mit integrierten Begrenzungen, die dazu beitragen, Schnitte auf den geplanten, sicheren Bereich zu beschränken. Wie bei jedem Gelenkersatz bestehen allgemeine Operationsrisiken, über die das Behandlungsteam vorab aufklärt.
Bin ich für dieses Verfahren geeignet?
Viele Personen, die einen Knie- oder Hüftgelenkersatz benötigen, können mit dieser Methode behandelt werden, jedoch nicht alle. Eine orthopädische Fachkraft prüft Ihre Bildgebungsdaten, Diagnose und Ihren Allgemeinzustand, um zu entscheiden, ob das roboterassistierte Vorgehen für Sie die beste Option darstellt.
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