Robotergestütztes Wirbelsäulenmobilisations- und Traktionssystem
rehabilitation
Robotergestütztes Wirbelsäulenmobilisations- und Traktionssystem ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.
1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk.
Ein robotergestütztes Wirbelsäulenmobilisations- und Traktionssystem ist ein computergesteuertes, nicht-operatives Therapiegerät, das zur Linderung von Rücken- und Nackenschmerzen eingesetzt wird, insbesondere bei Schmerzen durch einen Bandscheibenvorfall. Es übt eine präzise, sanfte und schrittweise Dehnung auf die Wirbelsäule aus, wodurch die Wirbelkörper behutsam voneinander entfernt werden und der Druck auf die Bandscheiben sowie die dazwischen verlaufenden Nerven nachlässt. Da ein Roboter die Zugkraft sehr genau steuert, ist die Behandlung angenehmer und gezielter als die herkömmliche Traktion und bildet einen Baustein eines umfassenderen, nicht-operativen Programms bei Wirbelsäulenschmerzen.
Das Wichtigste in Kürze
- Es handelt sich um eine motorisierte Liege mit Haltegurten, deren Zug computergesteuert eingestellt wird, sodass die Wirbelsäule ohne Schnitt oder Medikamente gedehnt wird.
- Sie wird bei Ischialgie, Radikulopathie, Spinalkanalstenose, Facettengelenkschmerzen sowie langwierigen Nacken- oder Rückenschmerzen infolge eines Bandscheibenvorfalls angeboten.
- Durch die Vergrößerung des Abstands zwischen zwei Wirbelkörpern sinkt der Druck im Inneren der Bandscheibe, wodurch sich eine Vorwölbung von der Nervenwurzel zurückziehen kann und Flüssigkeit sowie Nährstoffe einströmen können.
- Sie bleiben vollständig bekleidet und liegen gestützt auf dem Gerät, während eine therapeutische Fachkraft die Behandlung überwacht, wobei sich die Linderung über mehrere kurze Sitzungen hinweg aufbaut, anstatt auf einmal einzutreten.
- Infektionen, Tumoren, ausgeprägte Osteoporose, eine Instabilität der Wirbelsäule oder bestimmte Frakturen schließen die Methode aus, weshalb zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgt und gezielte Übungen sowie Haltungsschulung den Behandlungserfolg sichern.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art
- computergesteuertes Therapiegerät zur Wirbelsäulentraktion
- Anwendungsbereiche
- Bandscheibenvorfälle der Lenden- und Halswirbelsäule, Ischialgie sowie chronische Nacken- oder Rückenschmerzen
- Hauptvorteil
- präzise, schonende Entlastung, die den Druck auf Bandscheiben und Nerven ohne Operation verringert
- Behandlungsablauf
- kurze, angenehme Sitzungen in gestützter Liegeposition auf dem Gerät
- Einsatzorte
- Zentren für Physiotherapie und Rehabilitation im Ausland
Was das System ist
Ein robotergestütztes Wirbelsäulentraktionssystem ist eine Therapieliege, die mit computergesteuerten Motoren und sicheren Haltegurten ausgestattet ist, welche den Körper in Position halten. Im Gegensatz zu einer einfachen Traktionsliege passt das Robotersystem den Winkel, die Zugkraft und das zeitliche Profil sehr präzise an und kann gezielt auf ein bestimmtes Wirbelsäulensegment ausgerichtet werden, beispielsweise auf eine einzelne Bandscheibe im Lenden- oder Halsbereich. Die Patientinnen und Patienten liegen vollständig bekleidet und bequem fixiert auf der Liege, während das Gerät die Traktion ausführt und eine therapeutische Fachkraft den Vorgang überwacht. Es ist eine nicht-operative, medikamentenfreie Option und wird nicht als Einzeltherapie, sondern als Baustein eines umfassenderen Behandlungsprogramms bei Wirbelsäulenschmerzen eingesetzt.
Funktionsweise
Während der Behandlung übt das System eine sorgfältig kontrollierte Dehnkraft entlang der Wirbelsäule aus, die den Zwischenraum zwischen den Wirbelkörpern geringfügig vergrößert. Dadurch entsteht im Inneren der Bandscheibe ein sanfter Unterdruck, der dazu beitragen kann, dass sich vorgewölbtes oder ausgetretenes Bandscheibengewebe zurückzieht und der Druck auf die benachbarten Nervenwurzeln nachlässt, die häufig der Ursprung der Schmerzen sind. Die Druckentlastung verbessert zudem die Zufuhr von Flüssigkeit und Nährstoffen in die Bandscheibe und unterstützt so die natürliche Regeneration des Körpers. Ein wesentlicher Vorteil der Robotersteuerung besteht darin, dass die Zugkraft sanft aufgebaut und wieder abgebaut wird, sodass keine schützenden Muskelverspannungen ausgelöst werden, wie sie bei einfacheren Traktionsverfahren vorkommen können. Die therapeutische Fachkraft stellt Intensität, Winkel und Dauer individuell ein und passt diese von Sitzung zu Sitzung an.
Anwendungsgebiete und Zielgruppe
Diese Therapie wird vor allem bei Schmerzen eingesetzt, die von der Wirbelsäule ausgehen, insbesondere bei Bandscheibenvorfällen der Lenden- und Halswirbelsäule, Ischialgie und Radikulopathie, bei denen eine Bandscheibe auf einen Nerv drückt. Sie findet zudem Anwendung bei Spinalkanalstenose, Facettengelenkschmerzen, degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule, Nervenkompressionen sowie chronischen Schmerzen im Nacken, oberen Rücken und unteren Rücken. Sie eignet sich für Personen, die einen nicht-operativen Ansatz ausprobieren möchten oder die nach bzw. anstelle einer Operation weiterführend behandelt werden. Das Verfahren ist nicht für jeden geeignet; Erkrankungen wie bestimmte Frakturen, schwere Osteoporose, Tumoren oder eine Instabilität der Wirbelsäule müssen vorab ausgeschlossen werden, weshalb vor Behandlungsbeginn stets eine ärztliche oder physiotherapeutische Eignungsprüfung stattfindet.
Vorteile und Behandlungsablauf
Zu den wesentlichen Vorteilen zählen Schmerzlinderung, verbesserte Beweglichkeit und eine nicht-operative, medikamentenfreie Entlastung der Wirbelsäule. Da der Roboter die Zugkraft äußerst feinfühlig steuert, verlaufen die Sitzungen in der Regel angenehm, und viele Behandelte empfinden die sanfte Dehnung als entlastend statt schmerzhaft. Die Therapie erfolgt als Serie kurzer Sitzungen, und eine Besserung stellt sich üblicherweise schrittweise über mehrere Termine hinweg ein, anstatt nach einer einzelnen Sitzung aufzutreten. Sie bleiben bekleidet, liegen gestützt auf dem Gerät und werden während der gesamten Zeit von einer Fachkraft betreut. Die Traktion wird üblicherweise mit Bewegungsübungen, Haltungsschulung und weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen kombiniert, damit die stützende Rückenmuskulatur gekräftigt wird und der Behandlungserfolg anhält. Ihre Fachkraft erläutert Ihnen die voraussichtliche Anzahl der Sitzungen und welche Ergebnisse für Ihr Krankheitsbild realistisch sind.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Ist die robotergestützte Wirbelsäulentraktion schmerzhaft?
Das sollte sie nicht sein. Die Zugkraft wird computergesteuert langsam und gleichmäßig aufgebaut, und die meisten Menschen beschreiben die Behandlung als sanfte, oft entlastende Dehnung. Das System ist so konzipiert, dass Muskelverspannungen vermieden werden, wie sie bei gröberen Traktionsmethoden auftreten können. Sollte sich etwas unangenehm anfühlen, informieren Sie Ihre Fachkraft, damit die Einstellungen umgehend angepasst werden.
Ist sie eine Alternative zu einer Operation?
Sie ist eine nicht-operative Option, die vielen Menschen mit bandscheibenbedingten Rücken- und Nackenschmerzen helfen kann, sie ist jedoch nicht für jeden Fall geeignet. Ob sie eine Operation ersetzen kann oder ergänzend zu anderen Therapiemaßnahmen eingesetzt wird, hängt von Ihrer genauen Diagnose ab. Eine Ärztin oder ein Arzt prüft Ihre Bildgebung und Krankengeschichte, um festzustellen, ob das Verfahren für Sie geeignet und sicher ist.
Für wen ist diese Behandlung nicht geeignet?
Das Verfahren ist nicht für jede Person geeignet. Vorerkrankungen wie bestimmte Wirbelsäulenfrakturen, schwere Osteoporose, Tumoren, Infektionen oder eine Instabilität der Wirbelsäule müssen vorab ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund werden Sie vor Beginn von einer ärztlichen oder physiotherapeutischen Fachkraft sorgfältig untersucht, um sicherzustellen, dass die Behandlung in Ihrer Situation sicher ist.
Wie viele Sitzungen sind erforderlich?
Die Wirbelsäulentraktion wird als Serie von mehreren Sitzungen durchgeführt, häufig über einige Wochen hinweg, und nicht als einmalige Behandlung. Die genaue Anzahl hängt von Ihrer Diagnose und Ihrem Ansprechen auf die Therapie ab; Ihre behandelnde Fachkraft überprüft Ihre Fortschritte regelmäßig und passt den Behandlungsplan entsprechend an.
Wird die Behandlung als Einzeltherapie angewendet?
Nein. Die Traktion erzielt die besten Ergebnisse als Teil eines umfassenderen, nicht-operativen Programms, das auch gezielte Übungen, Haltungs- und Bewegungsschulung sowie weitere physiotherapeutische Maßnahmen umfasst. Die Kräftigung der wirbelsäulenumgebenden Muskulatur trägt dazu bei, den Behandlungserfolg zu sichern und das Risiko wiederkehrender Schmerzen zu verringern.
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