Sensomotorisch assistiertes Rehabilitationssystem

rehabilitation

Sensomotorisch assistiertes Rehabilitationssystem ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.

1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk.

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Das Sensomotorisch assistierte Rehabilitationssystem ist ein Rehabilitationsgerät, das Menschen dabei unterstützt, Muskelkraft, Körperhaltung und motorische Kontrolle wiederaufzubauen. Die Patientinnen und Patienten tragen einen speziell entwickelten Therapieanzug, der mit elastischen Bändern und Stützstrukturen ausgestattet ist, die den Körper sanft ausrichten und multidirektionalen Halt bieten. Diese korrekte Ausrichtung verbessert die Haltungsstabilität, aktiviert die richtigen Muskeln, schärft das Gleichgewicht und stärkt die Kommunikation zwischen dem Nervensystem und den Muskeln, sodass Bewegungen sicherer und funktioneller werden. In Kombination mit intensivem, zielgerichtetem und repetitivem Training unterstützt es die natürliche Fähigkeit des Gehirns, Bewegungen neu zu erlernen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das System besteht aus einer eng anliegenden Weste und Shorts, die mit verstellbaren elastischen Zügen verbunden sind; es besitzt keinerlei Motoren, sodass jede Bewegung von Ihnen selbst ausgeht.
  • Zerebralparese, die Rehabilitation nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma, Morbus Parkinson sowie motorische Entwicklungsverzögerungen sind bei Kindern wie auch bei Erwachsenen die üblichen Anwendungsbereiche.
  • Das elastische Zugsystem hält Sie aufrecht und beansprucht gezielt die Muskulatur, die arbeiten soll, sodass jede Wiederholung ein präziseres Signal zwischen Gehirn und Muskeln sendet und die Neuroplastizität fördert.
  • Die Einheiten finden unter manueller Anleitung durch Fachkräfte statt, wobei der Anzug als Unterstützung und nicht als Einschränkung empfunden werden sollte; mit zunehmender Kraft wird die Zugspannung reduziert.
  • Eine Fachkraft prüft, ob das Verfahren zu Ihrem Alter, Ihrer Diagnose und Ihrem aktuellen Rehabilitationsstadium passt, und Druckstellen sollten gemeldet werden, damit die Passform angepasst werden kann.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Typ
Rehabilitationsgerät
Anwendungsbereiche
Körperhaltung, Gleichgewicht, Muskelaktivierung und motorische Kontrolle
Hauptvorteil
Verbesserte Körperausrichtung, die das Training wirksamer macht
Rahmen
Therapiesitzungen mit manueller Begleitung durch eine Fachkraft
Einsatzorte
Spezialisierte Rehabilitationszentren im Ausland

Was das System ist

Das System basiert auf einem eng anliegenden Therapieanzug, ähnlich einer Weste und Shorts, die durch verstellbare elastische Züge und Stützgurte miteinander verbunden sind. Diese Züge bilden ein sanftes, anpassbares Gerüst aus Widerstand und Unterstützung um Rumpf, Hüfte und Gliedmaßen, das den Körper in einer korrekteren, aufrechten Haltung stabilisiert. Therapeutinnen und Therapeuten können die Spannung so einstellen, dass bei Schwächen mehr Unterstützung geboten wird und bei zunehmender Kraftentfaltung höhere Anforderungen gestellt werden. Während des aktiven Trainings getragen, fungiert der Anzug als äußeres Stützgerüst, das Bewegungen führt, sodass die Übungen in einer Haltung durchgeführt werden, die der physiologischen Norm deutlich näher kommt, als es ohne Hilfe möglich wäre.

Wirkungsweise

Während des Tragens des Anzugs absolvieren Patientinnen und Patienten unter therapeutischer Anleitung ein individuell abgestimmtes Übungsprogramm mit Steh-, Greif-, Schritt- und Gleichgewichtsübungen. Das elastische System hält den Körper in der richtigen Ausrichtung und beansprucht die passenden Muskelgruppen, sodass jede Wiederholung klarere und präzisere Signale zwischen Gehirn und Muskulatur überträgt. Dieses wiederholte, korrekt ausgerichtete Üben fördert die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Nervensystems, sich durch Training neu zu organisieren und Bewegungsmuster wiederzuerlernen. Da der Anzug die Haltung in Echtzeit korrigiert, werden pathologische Bewegungsmuster reduziert und physiologische Abläufe unter engmaschiger Aufsicht von Sitzung zu Sitzung gefestigt.

Anwendungsbereiche und Zielgruppen

Das System ist besonders wertvoll bei neurologischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen, die Bewegung und Körperhaltung beeinträchtigen. Es kommt bei Zerebralparese, nach einem Schlaganfall, bei Morbus Parkinson, nach einem Schädel-Hirn-Trauma sowie bei motorischen Entwicklungsverzögerungen zum Einsatz und unterstützt je nach Programm sowohl Kinder als auch Erwachsene. Personen mit unzureichender Rumpfkontrolle, mangelndem Gleichgewicht oder Schwierigkeiten beim Halten einer aufrechten Position profitieren häufig, da der Anzug die Ausrichtung gewährleistet, die sie selbstständig noch nicht aufrechterhalten können. Wie stets beurteilt eine Fachkraft für Rehabilitation jede Person individuell, um sicherzustellen, dass die Methode zur jeweiligen Diagnose, zum Alter und zum aktuellen Erholungsstadium passt.

Vorteile und was Sie erwarten können

Durch die verbesserte Körperausrichtung ermöglicht das System mehr Übungswiederholungen mit korrekter Technik, was jede Therapiesitzung produktiver und motivierender gestaltet. Eine optimierte Haltung und gezielte Muskelaktivierung können im Laufe der Zeit zu einem stabileren Gleichgewicht, einer besseren Kontrolle von Rumpf und Gliedmaßen sowie sichereren, funktionelleren Bewegungen führen. Der Anzug ist nicht-invasiv und anpassbar, sodass die Unterstützung auf jeden Einzelnen abgestimmt und bei fortschreitender Kräftigung reduziert werden kann. Fortschritte stellen sich schrittweise über mehrere Sitzungen im Rahmen eines strukturierten Rehabilitationsplans ein und sind nicht das Ergebnis eines einzelnen Termins.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Ist das Tragen des Therapieanzugs unangenehm?

Die meisten Menschen vertragen ihn gut. Der Anzug wird individuell angepasst und die Zugspannung durch das therapeutische Fachpersonal eingestellt, sodass er sich eher stützend als einengend anfühlen sollte. Weisen Sie Ihre Therapeutin oder Ihren Therapeuten auf eventuelle Druckstellen oder Unbehagen hin, damit die Passform korrigiert werden kann.

Ist diese Behandlung sicher?

Ja. Es handelt sich um ein nicht-invasives Verfahren, das unter der Aufsicht einer Rehabilitationsfachkraft angewendet wird, die die Übungen und das Ausmaß der Unterstützung festlegt. Der Anzug führt und unterstützt natürliche Bewegungen, und das Programm wird exakt auf die individuellen Fähigkeiten abgestimmt.

Können Kinder das System nutzen?

Ja. Das Verfahren wird häufig bei pädiatrischen Erkrankungen wie Zerebralparese und motorischen Entwicklungsverzögerungen eingesetzt, wobei der Anzug und die Übungen an die Körpergröße und die Bedürfnisse des Kindes angepasst werden. Eine Fachkraft entscheidet, ob die Anwendung für das jeweilige Kind geeignet ist.

Sind bereits nach einer Sitzung Ergebnisse sichtbar?

In der Regel nicht. Wie andere Rehabilitationsformen wirkt das Verfahren durch wiederholtes, anatomisch korrekt ausgerichtetes Training, das das Nervensystem beim Neuerlernen von Bewegungen unterstützt; Verbesserungen bauen sich daher schrittweise über einen geplanten Therapiezyklus auf und entstehen nicht nach einem einzelnen Termin.

Bewegt mich der Anzug von selbst?

Nein. Der Anzug besitzt keine Motoren und kann Sie nicht bewegen. Es handelt sich um ein System aus elastischen Stützen, das Ihren Körper während der Übungen in einer besseren Ausrichtung stabilisiert, sodass die Bewegungsausführung stets vollständig bei Ihnen liegt.

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