Diagnostik

Grippe und Corona Impfung zusammen 2026: Zeitplan, Anspruch und Ablauf

Beide Impfungen können simultan in getrennte Arme verabreicht werden. Erfahren Sie alles zu STIKO-Empfehlungen, Nebenwirkungen und Kostenübernahme.

8 Min. Lesezeit
Professionnelle de santé appliquant un pansement sur le bras d'un patient souriant après une vaccination dans un cabinet médical moderne et lumineux.

Grippe und Corona Impfung zusammen 2026: Zeitplan, Anspruch und Ablauf

Kurzantwort: Die gemeinsame Impfaktion gegen Grippe und Covid-19 beginnt am 13. Oktober 2026. Beide Vakzine lassen sich während eines einzigen Termins sicher in getrennte Arme verabreichen, wobei Risikogruppen eine vollständige Kostenübernahme erhalten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine simultane Verabreichung beider Impfstoffe vereinfacht den Schutz vor den typischen winterlichen Infektionswellen.
  • Personen ab 65 Jahren, Schwangere und chronisch Kranke erhalten den Grippeimpfstoff ohne Zuzahlung erstattet.
  • Die Grippeimpfung 2026 setzt auf eine trivalente Formulierung, während der Covid-19-Impfstoff auf die Sublinie XFG abgestimmt ist.
  • Milde Impfreaktionen wie lokale Schmerzen oder leicht erhöhte Temperatur klingen meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab.
  • Bei einer akuten fieberhaften Erkrankung am geplanten Impftag muss der Termin bis zur Genesung verschoben werden.

Eine kombinierte Immunisierung gegen saisonale Atemwegsviren bietet einen fundierten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen und Klinikeinweisungen in den Wintermonaten. Im Rahmen der Vorsorgekampagne können die Vakzine gegen die saisonale Influenza und gegen SARS-CoV-2 zeitgleich verabreicht werden, um gefährdete Personengruppen vor gesundheitlichen Komplikationen zu bewahren. Wenn Sie Grippe und Corona Impfung zusammen erhalten möchten, lässt sich dieser Schritt unkompliziert in den Praxisalltag integrieren.

Kampagne 2026: Zeitplan und Organisation der Schutzimpfungen

Die gemeinsame Impfkampagne startet am 13. Oktober 2026 und ermöglicht den parallelen Zugang zu beiden Schutzimpfungen vor Beginn der winterlichen Viruszirkulation. Dieser strukturierte Ablauf erleichtert den rechtzeitigen Aufbau der körpereigenen Abwehrkräfte.

Epidemiologische Daten zeigen, dass die Infektionszahlen für beide Erreger vor allem zwischen Dezember und Februar ihren Höchststand erreichen. Nach der Verabreichung benötigt das Immunsystem etwa 14 Tage, um einen messbaren Schutz aufzubauen. Eine Immunisierung im frühen Herbst stellt daher sicher, dass der Organismus rechtzeitig vorbereitet ist. Bei der praktischen Umsetzung spielen die Empfehlungen der STIKO zur Corona-Impfung und zur saisonalen Influenza eine zentrale Rolle, um Risikogruppen gezielt abzusichern.

Für eine flächendeckende Versorgung übernehmen mehrere Berufsgruppen die Impfberatung und Injektion:

  • Niedergelassene Allgemeinmediziner und Fachärzte;
  • Apothekerinnen und Apotheker in dafür geschulten Apotheken;
  • Ambulante sowie im Krankenhaus tätige Pflegefachkräfte;
  • Hebammen zur Versorgung von werdenden Müttern und deren engem häuslichen Umfeld.
Kriterium Saisonale Grippeimpfung Covid-19-Impfung
Starttermin 13. Oktober 2026 13. Oktober 2026
Vorrangige Zielgruppen Personen ab 65 Jahren, chronisch Kranke, Schwangere, BMI ≥ 40 kg/m² Personen ab 65 Jahren, Personen mit Immunschwäche, Vorerkrankungen
Kostenregelung 100 % Erstattung für Anspruchsberechtigte; Selbstzahler ohne Indikation Vollständige Kostenübernahme für alle anspruchsberechtigten Versicherten
Technologie Trivalenter inaktivierter Impfstoff Angepasster Boten-RNA-Impfstoff (mRNA)
Anlaufstellen Hausarztpraxen, Fachärzte, Apotheken, Pflegedienste Hausarztpraxen, Fachärzte, Apotheken, Pflegedienste

Risikogruppen und Kostenübernahme für die Schutzimpfungen

Eine vollständige Erstattung des Grippeimpfstoffs erhalten Personen ab 65 Jahren, Schwangere, Menschen mit chronischen Vorerkrankungen sowie Pflegeheimbewohner und Kontaktpersonen von Immunsupprimierten. Für diesen Personenkreis fallen bei Vorlage des entsprechenden Nachweises keine Vorabkosten an.

Betroffene gesetzlich Versicherte erhalten die Benachrichtigung oder den Berechtigungsschein zur Grippeimpfung meist direkt per Post, sofern eine entsprechende Diagnose vorliegt oder im Vorjahr geimpft wurde. Liegt kein Schein vor, kann das medizinische Personal die Berechtigung bei gegebener Indikation direkt in der Praxis oder Apotheke feststellen. Was für die Corona-Impfung Kosten und Erstattung anbelangt, so übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung den Anspruch für alle definierten Risikogruppen vollständig.

Zu den klinischen Diagnosen mit vorrangigem Impfanspruch zählen unter anderem:

  • Chronische Atemwegserkrankungen wie schweres Asthma bronchiale oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD);
  • Fortgeschrittene Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinsuffizienz;
  • Chronische Niereninsuffizienz und nephrotische Syndrome;
  • Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2;
  • Angeborene oder erworbene Immundefekte infolge von Chemotherapie, immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation;
  • Adipositas mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 40 kg/m²;
  • Aufenthalt in Pflegeeinrichtungen oder geriatrischen Stationen.

Beide Impfungen an einem Termin: Corona und Grippe Impfung gleichzeitig verabreichen

Die Verabreichung beider Vakzine am selben Tag gilt als medizinisch unbedenklich und erfolgt in der Regel an zwei getrennten Injektionsstellen, zumeist in den linken und rechten Oberarm. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen zuverlässigen Schutz ohne gegenseitige Beeinträchtigung der Immunantwort.

Klinische Untersuchungen belegen, dass das menschliche Immunsystem ohne funktionelle Einbußen auf mehrere Antigene zugleich reagieren kann. Wer die Corona und Grippe Impfung gleichzeitig durchführen lässt, erreicht ein vergleichbares Niveau an neutralisierenden Antikörpern wie bei getrennt wahrgenommenen Terminen mit mehrwöchigem Abstand.

Das standardisierte Vorgehen bei einer Simultanimpfung umfasst feste Vorgaben:

  • Injektion des Influenza-Impfstoffs in den Deltamuskel eines Oberarms;
  • Injektion des Covid-19-Impfstoffs in den Deltamuskel des gegenüberliegenden Arms;
  • Verwendung separater Spritzen und Kanülen für jeden Wirkstoff;
  • Lückenlose Dokumentation beider Chargennummern im Impfpass oder in der elektronischen Patientenakte (ePA).

Wer die Verabreichung dennoch lieber zeitlich staffeln möchte, muss keinen zwingenden Mindestabstand einhalten. Beide Termine können nach individuellem Wunsch im Abstand von wenigen Tagen gelegt werden, wenngleich der gemeinsame Termin den zeitnahen Schutz vor beiden Erregern vereinfacht.

Impfstoffzusammensetzung 2026: Trivalente Formulierung und angepasste Varianten

Die Impfstoffe für die Saison 2026 umfassen eine trivalente Formulierung gegen die Influenza sowie einen auf die Sublinie XFG aktualisierten mRNA-Impfstoff gegen Covid-19. Diese Anpassungen reagieren gezielt auf die jüngsten genetischen Mutationen der zirkulierenden Virenstämme.

Für den Grippeimpfstoff wurde gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation die B/Yamagata-Linie entfernt, da diese Linie weltweit nicht mehr nachgewiesen wird. Die aktuellen trivalenten Präparate enthalten zwei Stämme der Influenza A (A/H1N1 und A/H3N2) sowie einen Stamm der Influenza B der Victoria-Linie. Für den Schutz vor schweren SARS-CoV-2-Verläufen dient die Corona-Impfung zur Auffrischung: Die enthaltene Boten-RNA kodiert gezielt für das Spikeprotein der XFG-Untervariante. Diese Feinanpassung hilft, dem Phänomen der partiellen Immunflucht entgegenzuwirken.

Mögliche Begleiterscheinungen: Was Patientinnen und Patienten erwarten können

Die auftretenden Beschwerden sind überwiegend von milder Natur und klingen nach 24 bis 48 Stunden selbstständig wieder ab. Typisch sind Schmerzen an der Einstichstelle, ein Schweregefühl im Arm, Kopfschmerzen und gelegentlich leichtes Frösteln.

Umfangreiche Beobachtungsdaten zeigen, dass Nebenwirkungen bei einer Grippeimpfung in ähnlicher Häufigkeit auftreten wie bei einer alleinigen Injektion. Das Zusammentreffen beider Impfstoffe an einem Tag führt bei den allermeisten Personen zu keiner übermäßigen Belastung des Organismus.

Die dokumentierten Begleitreaktionen unterteilen sich in zwei Hauptbereiche:

  • Lokale Hautreaktionen: Rötung, Schwellung, Überwärmung oder Druckschmerz am betroffenen Oberarm;
  • Allgemeinsymptome: Vorübergehende Müdigkeit, Muskelschmerzen, Frösteln und leicht erhöhte Körpertemperatur unter 38,5 °C.

Ebenso zählen milde Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung zu den normalen Zeichen einer aktiven Immunantwort. Zur Linderung von Kopf- oder Gliederschmerzen kann bei Bedarf ein Schmerzmittel wie Paracetamol eingenommen werden. Eine kühle, feuchte Kompresse am Oberarm schafft bei lokalen Schwellungen rasche Entlastung.

Kontraindikationen und Inanspruchnahme im Versorgungsalltag

Bei einer akuten Infektion mit Fieber über 38 °C muss die Impfung um einige Tage verschoben werden, bis das Fieber vollständig abgeklungen ist. Leichte Beschwerden wie ein gewöhnlicher Schnupfen ohne Temperaturerhöhung stellen dagegen keinen Grund dar, den Termin abzusagen.

Echte medizinische Kontraindikationen treten selten auf. Dazu gehören nachgewiesene schwere allergische Sofortreaktionen auf Bestandteile des jeweiligen Impfstoffs, wie etwa bestimmte Hühnereiweiß-Spuren bei klassischen Grippevakzinen oder Polyethylenglykol (PEG) bei mRNA-Präparaten. Auch ein in der Vergangenheit dokumentiertes Guillain-Barré-Syndrom innerhalb von sechs Wochen nach einer früheren Grippeimpfung erfordert eine vorherige ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung. Bei Personen unter blutverdünnender Therapie wird eine besonders feine Injektionskanüle verwendet und die Einstichstelle anschließend mindestens zwei Minuten lang ohne Reiben fest komprimiert.

Wer keiner Risikogruppe angehört, kann sich den saisonalen Impfstoff auf eigene Kosten verabreichen lassen. Eine Grippeimpfung in Apotheken oder Praxen kostet für Selbstzahler in der Regel zwischen 6 Euro und 12 Euro für die Dosis, zuzüglich der jeweiligen Gebühr für die ärztliche oder pharmazeutische Leistung. Für volljährige Personen ist in vielen Fällen kein vorheriges Papierrezept erforderlich, sofern die impfende Fachkraft zur direkten Durchführung qualifiziert ist.

Risiken und Vorsichtsmaßnahmen

Schwerwiegende Komplikationen infolge einer Simultanimpfung sind außerordentlich selten, erfordern jedoch bei unklaren Alarmsymptomen eine umgehende medizinische Abklärung. Allergische Sofortreaktionen vom Typ einer Anaphylaxie treten schätzungsweise bei etwa einem Fall pro eine Million verabreichter Dosen auf. Impfende Praxen und Apotheken verfügen für solche Zwischenfälle über standardisierte Notfallausrüstungen mit Adrenalin. Sollten nach einer Injektion unerwartet starke Atemnot, Kreislaufprobleme oder anhaltend hohes Fieber auftreten, muss unverzüglich eine Notfallpraxis oder ein Notarzt kontaktiert werden.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann wirkt die Grippeimpfung?

Der schützende Antikörperspiegel baut sich schrittweise auf und erreicht etwa 10 bis 14 Tage nach der Injektion seine volle Ausprägung. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Impftermin im Oktober oder November, bevor die saisonale Hauptinfektionswelle einsetzt.

Grippeimpfung für Schwangere: Warum ist sie wichtig?

Die Grippeimpfung für Schwangere wird ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bereits ab dem ersten Trimenon, ausdrücklich empfohlen. Sie schützt die werdende Mutter vor schweren Lungenentzündungen. Zudem gehen mütterliche Antikörper über die Plazenta auf das Ungeborene über und bieten dem Säugling in den ersten Lebensmonaten einen passiven Nestschutz.

Braucht man für die Impfung in der Apotheke ein ärztliches Rezept?

Volljährige Personen können die Grippe- sowie die Covid-19-Impfung vielerorts direkt in dafür geschulten Apotheken ohne vorherige ärztliche Verordnung erhalten. Das pharmazeutische Personal prüft vorab Kontraindikationen und übernimmt die Dokumentation sowie die Injektion vor Ort.

Welcher Abstand wird nach einer durchgemachten Covid-Infektion empfohlen?

Nach einer laborbestätigten SARS-CoV-2-Infektion wird in der Regel ein Mindestabstand von drei bis sechs Monaten bis zur nächsten Auffrischimpfung empfohlen. Dieser Zeitraum stellt sicher, dass die durch den Erregerkontakt erworbene körpereigene Immunantwort ausreichend gereift ist, bevor eine erneute Stimulation erfolgt.

Nicht sicher, welches Krankenhaus zu Ihrem Fall passt?

Laden Sie Ihre Befunde hoch, und unsere KI gleicht sie mit den verifizierten Leistungen jedes Krankenhauses in unserem Netzwerk ab.

  1. Befunde hochladen (kein Konto erforderlich)
  2. Unsere KI findet die Krankenhäuser, die Ihren Fall tatsächlich behandeln
  3. Sie entscheiden, wer Ihren Fall erhält. Wir übermitteln ihn in der Sprache des Krankenhauses, und das Krankenhaus antwortet Ihnen direkt
Befunde hochladen

Kostenlos und anonym. Ihre Unterlagen bleiben vertraulich, bis Sie sich für den Versand entscheiden.

Mehr aus dem Blog