Organtransplantation

Organtransplantation

Organtransplantation ist an 13 Krankenhäusern in 8 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

13 Krankenhäuser versorgen Patienten in diesem Fachgebiet in 4 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 8 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Eine Organtransplantation ersetzt ein nicht mehr funktionsfähiges Organ durch ein gesundes Spenderorgan und gibt der Empfängerin oder dem Empfänger die Aussicht auf ein normales, funktionierendes Leben zurück. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Organ so weit versagt hat, dass andere Behandlungen nicht mehr helfen, am häufigsten an Leber oder Niere. Das neue Organ kann von einer lebenden Person stammen, die einen Teil oder ein ganzes Organ spendet, oder von einer verstorbenen Person. Die Transplantation gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Medizin, da sie komplexe chirurgische Eingriffe, eine sorgfältige Abstimmung zwischen Spender und Empfänger sowie eine lebenslange fachärztliche Nachsorge vereint. Patientinnen und Patienten reisen für diese Versorgung oft ins Ausland, da die Behandlungsergebnisse stark von der Erfahrung des Transplantationsteams und der Qualität des gesamten Programms rund um die Operation abhängen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein versagendes Organ wird durch ein Transplantat von einer lebenden Person oder einer spendenden Person nach dem Hirntod ersetzt, am häufigsten an der Niere oder der Leber.
  • Eine Lebendspende ist möglich, da eine gesunde Niere für einen Menschen ausreicht und Lebergewebe sowohl bei der spendenden als auch bei der empfangenden Person nachwächst.
  • Potenzielle Spenderinnen und Spender durchlaufen ebenso eingehende Untersuchungen wie die erkrankte Person, und die Operation wird erst angesetzt, wenn diese Abklärung die Sicherheit der Spende bestätigt.
  • Gewebetypisierung und Kreuzprobe vergleichen die Immunprofile vor der Operation, und Medikamente gegen Abstoßungsreaktionen sorgen anschließend für die Annahme des Transplantats, ohne das Infektionsrisiko überhandnehmen zu lassen.
  • Es handelt sich um einen längeren Aufenthalt: Für die empfangende Person bemisst sich die Zeit im Krankenhaus nach Wochen mit anschließendem Verbleib in der Nähe des Zentrums, während Spenderinnen und Spender die Klinik früher verlassen.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Fachbereiche
Lebertransplantation, Nierentransplantation, Lebend- und Verstorbenenspende, pädiatrische Transplantation, Transplantationshepatologie und -nephrologie, Transplantationsimmunologie
Häufige Verfahren
Lebertransplantation durch Lebend- oder Verstorbenenspende, Nierentransplantation durch Lebend- oder Verstorbenenspende, operative Voruntersuchungen bei Spendenden, Transplantationsoperationen bei Empfangenden
Häufige Gründe für eine Reise
erfahrene multidisziplinäre Transplantationsteams, etablierte Lebendspendeprogramme, fundierte Voruntersuchungen von Spendenden und Empfangenden, koordinierte langfristige Nachsorge
Typischer Krankenhausaufenthalt
in der Regel etwa ein bis mehrere Wochen für die empfangende Person und ein kürzerer Aufenthalt bei einer Lebendspende, abhängig von Organ und Genesungsverlauf
Narkoseform
Vollnarkose sowohl bei der spendenden als auch bei der empfangenden Person
Typischer erster Schritt
eine ausführliche Untersuchung der erkrankten Person, der Ursache des Organversagens und potenzieller Lebendspendender durch das Transplantationsteam

Übersicht

Die Organtransplantation ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem ein Spenderorgan in den Körper der Empfängerin oder des Empfängers eingesetzt wird, um die Funktion eines versagenden Organs zu übernehmen. Sie wird erwogen, wenn ein Organ so stark geschädigt ist, dass es seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann und sich durch Medikamente oder andere Therapien nicht wiederherstellen lässt. Die Spende kann von einer lebenden Person stammen, die gefahrlos eine von zwei Nieren oder einen Teil der Leber abgeben kann, oder von einer verstorbenen Person nach Feststellung des Hirntods, deren Organe gemäß den gesetzlichen Vorgaben und der vorliegenden Einwilligung gespendet werden. Da das körpereigene Immunsystem das neue Organ andernfalls als fremd einstufen würde, werden Spender und Empfänger sorgfältig aufeinander abgestimmt, und im Anschluss unterstützen Medikamente die Annahme des Transplantats. Eine Transplantation ist stets die Leistung eines multidisziplinären Teams und nicht eines einzelnen Operateurs, und das gesamte Programm rund um den Eingriff prägt das Behandlungsergebnis.

Erkrankungen und Teilgebiete

Die Transplantation richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem oder terminalem Organversagen. Eine Nierentransplantation wird bei terminaler Niereninsuffizienz angeboten, häufig bei dialysepflichtigen Personen infolge von langjährigem Bluthochdruck, Diabetes, chronischen Entzündungen oder erblichen Nierenerkrankungen. Eine Lebertransplantation kommt bei terminalen Lebererkrankungen und schwerem Leberversagen zum Einsatz, ausgelöst durch Zirrhose, chronische virale oder metabolische Lebererkrankungen, bestimmte auf die Leber begrenzte Tumoren sowie einige Erbkrankheiten, und bei Kindern aufgrund angeborener Fehlbildungen. Das Fachgebiet umfasst Pfade für die Lebend- und Verstorbenenspende, die pädiatrische Transplantation für Kinder sowie unterstützende Teilgebiete wie die Transplantationshepatologie und -nephrologie, welche die Betreuung vor und nach dem Eingriff steuern, sowie die Transplantationsimmunologie und Gewebetypisierung, die Spender und Empfänger abgleichen und die immunsuppressive Therapie anleiten.

Gängige Behandlungen und Verfahren

Im Zentrum der Behandlung stehen die Transplantationsoperationen selbst und der sorgfältig strukturierte Ablauf um sie herum. Bei einer Nierentransplantation im Rahmen einer Lebendspende spendet eine gesunde Person eine Niere, was möglich ist, da ein Mensch mit dem verbleibenden Organ gut leben kann. Bei einer Lebertransplantation als Lebendspende gibt die spendende Person einen Teil der Leber ab, der sowohl bei der Spenderin oder dem Spender als auch bei der Empfängerin oder dem Empfänger nachwachsen kann, da die Leber regenerationsfähig ist. Bei einer Verstorbenenspende stammt das Organ von einer Person nach Feststellung des Hirntods. Im Vorfeld durchlaufen sowohl die spendende als auch die empfangende Person eine eingehende Abklärung, um sicherzustellen, dass die Spende sicher ist und das Organ gut passt. Nach dem Eingriff besteht die wichtigste fortlaufende Behandlung in immunsuppressiven Medikamenten, die das Risiko einer Abstoßung des neuen Organs senken, sorgfältig abgewogen gegen das Infektionsrisiko. Eine lebenslange fachärztliche Nachsorge schützt das neue Organ über viele Jahre hinweg.

Diagnostik und Technologie

Eine Transplantation hängt ebenso sehr von einer präzisen Diagnostik ab wie vom chirurgischen Eingriff. Die empfangende Person wird eingehend untersucht, um zu bestätigen, dass eine Transplantation erforderlich und sicher durchführbar ist; dazu gehören Blutuntersuchungen der Organ- und Gesamtfunktion, bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT und MRT zur Darstellung des Organs und seiner Blutgefäße sowie eine Beurteilung von Herz, Lunge und Infektionsrisiken vor der Operation. Potenzielle Lebendspendende durchlaufen eine ebenso gründliche Untersuchung, um die Sicherheit der Spende für sie selbst zu gewährleisten. Gewebetypisierung und Kreuzprobe vergleichen die Immunprofile von Spender und Empfänger, um eine passende Übereinstimmung zu ermitteln und das Abstoßungsrisiko einzuschätzen. Im Operationssaal stützt sich die Transplantation auf fortschrittliche chirurgische und mikrochirurgische Techniken zur Verbindung feiner Blutgefäße und Gallengänge, gefolgt von einer intensiveren intensivmedizinischen Betreuung. Fortlaufende Blutuntersuchungen und Bildgebungen überwachen das neue Organ anschließend und steuern die langfristige medikamentöse Einstellung.

Was internationale Patientinnen und Patienten erwartet

Für Personen, die zur Behandlung anreisen, beginnt der Weg meist mit einer Vorabprüfung von Krankenakten und aktuellen Testergebnissen aus der Ferne, damit das Team feststellen kann, ob eine Transplantation infrage kommt und welche Untersuchungen noch ausstehen. Ist eine Lebendspende vorgesehen, wird die spendende Person mit der gleichen Sorgfalt wie die erkrankte Person untersucht. Nach der Ankunft werden die detaillierten Untersuchungen beider Personen abgeschlossen, bevor der Operationstermin festgelegt wird. Die Aufenthaltsdauer ist beträchtlich: Die empfangende Person bleibt in der Regel etwa ein bis mehrere Wochen im Krankenhaus und anschließend zur weiteren Genesung und Überwachung in der Nähe des Zentrums, während Lebendspendende die Klinik meist früher verlassen können. Da das neue Organ und die schützenden Medikamente eine engmaschige Kontrolle erfordern, erstellt das Team einen klaren Nachsorgeplan und organisiert Beratungen aus der Ferne sowie die Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten am Heimatort. Ein Dolmetscherdienst und die internationale Patientenbetreuung unterstützen während des gesamten Verlaufs bei Aufklärungsgesprächen, der Kommunikation und organisatorischen Fragen.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Welche Organe werden am häufigsten transplantiert und welche Erkrankungen führen zu einer Transplantation?

Weltweit sind Niere und Leber die am häufigsten transplantierten Organe. Eine Nierentransplantation kommt bei terminaler Niereninsuffizienz infrage, oft wenn eine Dialysepflicht besteht, während eine Lebertransplantation bei schwerem Leberversagen oder terminaler Lebererkrankung durch Ursachen wie eine Zirrhose eingesetzt wird; darüber hinaus können in spezialisierten Programmen viele weitere Organe transplantiert werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Lebendspende und einer Verstorbenenspende?

Bei einer Lebendspende übergibt eine gesunde, lebende Person ein ganzes Organ oder einen Teil davon: beispielsweise eine einzelne Niere oder ein Lebersegment. Zwei biologische Tatsachen machen dies möglich, nämlich dass sich die Leber selbst regeneriert und dass eine Niere ausreicht, um die Gesundheit eines Menschen zu erhalten. Bei einer Verstorbenenspende hingegen wird das Organ einer Person nach Feststellung des Hirntods entnommen, wobei gesetzliche Bestimmungen und die vorliegende Einwilligung die Spende regeln.

Wer kommt als Lebendspenderin oder Lebendspender infrage und ist das Spenden sicher?

Als lebend spendende Person kommt in der Regel ein gesunder erwachsener Mensch infrage, häufig ein Verwandter, der zur Spende bereit ist und eine gründliche Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustands sowie der Verträglichkeit besteht. Die Sicherheit der spendenden Person hat zentrale Priorität, sodass die Spende erst durchgeführt wird, wenn das Team überzeugt ist, dass sie für die Spenderin oder den Spender sicher und für die Empfängerin oder den Empfänger geeignet ist.

Wie lange sollte ich für eine Transplantation im Ausland einplanen?

Stellen Sie sich auf einen längeren Auslandsaufenthalt ein. Nach Abschluss der Voruntersuchungen und der Operation verbringt die empfangende Person in der Regel etwa eine bis mehrere Wochen stationär im Krankenhaus, gefolgt von einer Phase in unmittelbarer Nähe des Zentrums, um die Genesung engmaschig zu überwachen; wer als lebende Person spendet, kann die Klinik meist früher verlassen. Ihr Behandlungsteam erstellt einen individuellen Zeitplan, sobald die Abklärung abgeschlossen ist.

Schlafe ich während der Operation und welche Narkose wird angewendet?

Sowohl die Operation der spendenden als auch die der empfangenden Person wird unter Vollnarkose durchgeführt, sodass Sie während des Eingriffs tief schlafen und keine Schmerzen spüren. Ihr Transplantations- und Anästhesieteam erläutert Ihnen vor der Operation das Vorgehen, die Überwachungsmaßnahmen und die erste Erholungsphase auf der Intensivstation.

Warum ist die Wahl des Transplantationszentrums so wichtig?

Die Erfahrung des Teams und die Leistungsfähigkeit des gesamten Programms wirken sich direkt auf das Ergebnis einer Transplantation aus, von der Voruntersuchung und dem Eingriff bis hin zur medikamentösen Einstellung und Nachsorge. Die Wahl eines etablierten, akkreditierten Zentrums mit einem multidisziplinären Transplantationsteam gehört zu den wichtigsten Faktoren für ein gutes Behandlungsergebnis.

Ist es sicher, für eine Transplantation ins Ausland zu reisen?

Dies kann sicher sein, wenn die Behandlung im Rahmen eines erfahrenen Transplantationsprogramms in einem adäquat ausgestatteten Krankenhaus erfolgt, das gründliche Untersuchungen von Spendenden und Empfangenden sowie einen klaren Nachsorgeplan bietet. Die vorherige Übermittlung Ihrer Krankenunterlagen, die Wahl eines akkreditierten Zentrums und die Organisation einer abgestimmten Nachsorge am Heimatort sind unerlässlich, da eine Transplantation eine lebenslange Überwachung erfordert.

Wie funktioniert die Nachsorge nach der Rückkehr nach Hause, wenn eine Transplantation lebenslange Betreuung erfordert?

Eine Transplantation erfordert eine lebenslange Nachsorge, insbesondere im Hinblick auf die Medikamente, welche die Annahme des neuen Organs unterstützen. Vor Ihrer Heimreise erstellt das Team einen strukturierten Plan und stimmt sich mit Ärztinnen und Ärzten an Ihrem Wohnort bezüglich regelmäßiger Blutuntersuchungen und Kontrollen ab, bleibt dabei für die Auswertung von Ergebnissen erreichbar, achtet auf frühe Anzeichen einer Abstoßung oder Infektion und passt die Medikation bei Bedarf an.

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