Hornhauttransplantation (Keratoplastik)

Hornhauttransplantation (Keratoplastik)

Augenheilkunde

Hornhauttransplantation (Keratoplastik) wird an 24 Krankenhäusern in 10 Städten im Voumed-Netzwerk angeboten.

24 Krankenhäuser bieten diese Behandlung in 5 Ländern über das Voumed-Netzwerk an; 16 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik) ersetzt eine Hornhaut, die ihre Transparenz oder Form verloren hat, durch gesundes Spendergewebe, damit wieder klares Sehen möglich wird. Für Patientinnen und Patienten, die sich über den Hornhauttransplantation-Ablauf informieren, ist wichtig zu wissen: Die Hornhaut ist das klare vordere Fenster des Auges, und wenn sie eintrübt, vernarbt oder sich verzieht, können Brille und Kontaktlinsen die Sehkraft nicht mehr korrigieren. Da die Hornhaut gefäßfrei ist, gilt dieser Eingriff als die erfolgreichste aller Transplantationen, und Abstoßungsreaktionen sind selten. Viele Patientinnen und Patienten reisen für die Operation ins Ausland, um erfahrene Hornhautchirurgen, moderne lamelläre Schichttechniken sowie gut organisierte Hornhautbanken in Anspruch zu nehmen und die Behandlung mit einer ruhigen Erholungsphase fernab des Alltags zu verbinden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Keratoplastik ersetzt eine getrübte oder verformte Hornhaut ganz oder teilweise durch geprüftes Spendergewebe aus einer Hornhautbank, sodass das Licht die Netzhaut wieder ungehindert erreicht.
  • Sie kommt infrage, wenn Brillen und Kontaktlinsen nicht mehr helfen, am häufigsten bei fortgeschrittenem Keratokonus, Narben nach Infektionen, Verletzungen oder Verätzungen, erblichen Dystrophien sowie hartnäckigen Schwellungen.
  • Das Auge wird unter Sedierung betäubt oder der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, wobei in etwa 45 bis 90 Minuten entweder ein Hornhautscheibchen in voller Dicke eingenäht oder nur die erkrankte Schicht mit wenigen Nähten ausgetauscht wird.
  • Die Entlassung erfolgt meist am selben Tag oder nach einer Übernachtung; das Auge wird durch einen Verband geschützt und mit Augentropfen behandelt, wobei etwa 7 bis 10 Tage Aufenthalt vor Ort für die ersten Kontrollen vor dem Rückflug eingeplant werden sollten.
  • Das Sehvermögen ist anfangs verschwommen und schärft sich über Wochen bis Monate, Augentropfen müssen genau nach Verordnung angewendet werden, und Abstoßungen bleiben selten, können sich jedoch auch Jahre später durch Rötung, Lichtempfindlichkeit oder Sehverschlechterung ankündigen.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Anästhesie
Lokalanästhesie mit Sedierung oder Vollnarkose
Klinikaufenthalt
meist ambulant oder eine Übernachtung
Behandlungsdauer
ca. 45 bis 90 Minuten pro Auge
Genesung
leichte Aktivitäten nach wenigen Tagen; Sehschärfe verbessert sich schrittweise über Wochen bis Monate
Zeit bis zum Rückflug
meist etwa 7 bis 10 Tage nach den ersten Kontrollen
Sichtbarkeit des Ergebnisses
erste Verbesserungen frühzeitig, endgültige Sehschärfe stabilisiert sich über bis zu ein Jahr oder länger

Was eine Hornhauttransplantation ist

Eine Hornhauttransplantation ersetzt die erkrankte oder beschädigte Hornhaut ganz oder teilweise durch klares Spendergewebe. Die Hornhaut ist die transparente Wölbung ganz vorne am Auge, die das Licht auf die Netzhaut bündelt und das Augeninnere schützt, weshalb sowohl ihre Klarheit als auch ihre gleichmäßige Krümmung für scharfes Sehen unverzichtbar sind. Wenn Erkrankungen oder Verletzungen die Hornhaut trüben oder verformen, kann der Austausch des betroffenen Gewebes das klare, fokussierte Bild wiederherstellen, das dem Auge verloren gegangen ist. Das Spendergewebe wird über Hornhautbanken bereitgestellt und geprüft, und moderne Operationsverfahren ermöglichen es, nur die beschädigte Schicht statt der gesamten Hornhautdicke zu ersetzen, wann immer dies ausreicht.

Wann der Eingriff empfohlen wird

Eine Transplantation wird in Betracht gezogen, wenn die Hornhaut so viel Transparenz oder Form verloren hat, dass das Sehvermögen auf anderem Wege nicht mehr korrigiert werden kann. Der häufigste Grund ist ein fortgeschrittener Keratokonus, bei dem sich die Hornhaut verdünnt und kegelförmig vorwölbt, sodass Brillen und Kontaktlinsen nicht mehr ausreichen. Sie kommt zudem bei Hornhautnarben nach Infektionen, Verletzungen oder Verätzungen zum Einsatz, bei erblichen Hornhautdystrophien wie der Fuchs-Endotheldystrophie sowie bei hartnäckigen Hornhautschwellungen, einschließlich solcher nach vorausgegangenen Augenoperationen wie einer Katarakt-OP (Operation des grauen Stars). Die Entscheidung stützt sich auf eine sorgfältige Untersuchung und Hornhautaufnahmen, die Form und Dicke der Hornhaut vermessen und bestätigen, dass ein Transplantat der beste Weg ist.

Ablauf der Operation

Der Eingriff kann in Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchgeführt werden und dauert in der Regel etwa 45 bis 90 Minuten pro Auge, bei Kombination mit weiteren Verfahren entsprechend länger. Bei einer Transplantation in voller Dicke, der perforierenden Keratoplastik, wird der getrübte oder verformte zentrale Bereich der Hornhaut entfernt und ein passendes Spenderscheibchen mit feinsten Fäden eingenäht. Bei lamellären Schichttechniken wird nur die betroffene Schicht ausgetauscht: Die tiefe vordere lamelläre Keratoplastik ersetzt die vorderen Schichten und bewahrt die gesunde patienteneigene innere Zellschicht, was das Abstoßungsrisiko senkt, während die endotheliale Keratoplastik lediglich die dünne innere Zellschicht ersetzt, oft bei Dystrophien und anhaltenden Schwellungen, wobei kaum oder keine Fäden nötig sind und die Sehkraft schneller zurückkehrt. Das Operationsteam wählt das Verfahren passend zur erkrankten Schicht.

Voraussetzungen und Vorbereitung

Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten weisen eine Hornhauterkrankung auf, die das Sehvermögen einschränkt, während das restliche Auge gesund genug ist, um von einem klaren Transplantat zu profitieren, was durch eine eingehende Untersuchung im Fachbereich Augenheilkunde und bildgebende Verfahren bestätigt wird. In der Vorbereitung werden die Ursache des Hornhautproblems, frühere Augenoperationen, der allgemeine Gesundheitszustand sowie eingenommene Medikamente erfasst, und bestehende Infektionen oder Entzündungen am Auge werden vor dem Eingriff behandelt. Für internationale Patientinnen und Patienten kann ein Großteil dieser Abklärung vorab anhand bestehender Befunde und Scans erfolgen, während die Abschlussuntersuchung, die Abstimmung des Spendergewebes und die Terminierung nach der Ankunft stattfinden. Zudem wird die Nachsorge und die Anwendung der Augentropfen im Vorfeld besprochen, da die konsequente Tropftherapie entscheidend für ein gutes Ergebnis ist.

Genesung und Behandlungsplanung im Ausland

Die meisten Patientinnen und Patienten verlassen die Klinik am selben Tag oder nach einer Nacht mit einer Augenklappe zum Schutz und einem Plan für Augentropfen, um Infektionen vorzubeugen und Entzündungen zu hemmen. Die ersten Nachkontrollen finden in den folgenden Tagen statt, und das Sehvermögen verbessert sich meist schrittweise: Anfangs wirkt das Sehen oft verschwommen und schärft sich dann über Wochen bis Monate, während das Transplantat einheilt und gesetzte Fäden mit der Zeit angepasst oder entfernt werden. Für eine Auslandsreise empfiehlt sich ein Aufenthalt von etwa 7 bis 10 Tagen am Zielort, damit die frühen Kontrollen bestätigen können, dass das Transplantat gut sitzt und das Auge reizfrei ist, bevor der Rückflug angetreten wird. Flugreisen sind im Allgemeinen sicher, sobald die ärztliche Freigabe bei dieser Kontrolle vorliegt. Anschließend wird die Nachsorge aus der Ferne per Nachricht, Foto oder Video fortgeführt, wobei internationale Patiententeams oft Dolmetscher und Betreuer bereitstellen, damit keine Sprachbarrieren entstehen, während reguläre Kontrollen am Heimatort die langfristige Genesung begleiten.

Risiken, Sicherheit und Ergebnisse

In erfahrenen Händen ist eine Hornhauttransplantation ein sicherer, etablierter Eingriff mit einer hohen Erfolgsquote, begünstigt durch die Gefäßfreiheit der Hornhaut. Wie bei jeder Augenoperation bestehen Risiken, darunter Infektionen, ein Anstieg des Augeninnendrucks, Blutungen, Probleme mit den Nähten und seltener eine Abstoßung der Spenderhornhaut, die auch noch Jahre später auftreten kann. Ermutigend ist, dass eine beginnende Abstoßung meist deutliche Warnsignale wie Rötung, Lichtempfindlichkeit oder eine Sehverschlechterung zeigt und sich durch eine rasche Tropfbehandlung meist gut beherrschen lässt, weshalb langfristige Kontrolltermine und die verlässliche Anwendung der Augentropfen so wichtig sind. Die Mehrheit der Behandelten erreicht eine deutliche und dauerhafte Verbesserung der Sehkraft, und viele, die wegen einer getrübten oder kegelförmig veränderten Hornhaut auf ein Transplantat angewiesen waren, gewinnen ihr klares Sehen zurück.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Wird eine Hornhauttransplantation in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt?

Beides ist möglich. Viele Transplantationen werden in Lokalanästhesie mit Sedierung durchgeführt, sodass das Auge schmerzfrei betäubt und die behandelte Person entspannt, aber wach ist; eine Vollnarkose kommt zum Einsatz, wenn dies für den Patienten oder den jeweiligen Eingriff geeigneter ist. Ihr Operationsteam und die Anästhesie entscheiden gemeinsam mit Ihnen, welcher Weg für Sie optimal ist.

Wie viele Tage Aufenthalt im Ausland sollte ich einplanen?

Die meisten Patientinnen und Patienten planen einen Aufenthalt von etwa 7 bis 10 Tagen am Zielort ein. Dieser Zeitraum deckt die Voruntersuchung, die Operation und die ersten Nachkontrollen ab, sodass bestätigt werden kann, dass das Transplantat gut einheilt und das Auge reizfrei ist, bevor Sie nach Hause fliegen.

Woher stammt die Spenderhornhaut und ist sie sicher?

Die Spenderhornhaut wird über Hornhautbanken bereitgestellt, in denen das Gewebe vor der Verwendung sorgfältig geprüft und aufbereitet wird. Da die Hornhaut keine Blutgefäße besitzt, ist die Gewebeverträglichkeit wesentlich unkomplizierter als bei anderen Organtransplantationen und Abstoßungen sind selten, was zur hohen Erfolgsquote dieses Eingriffs beiträgt.

Kann ich direkt nach der Operation wieder scharf sehen?

Nicht unmittelbar. Das Sehvermögen ist anfangs meist noch verschwommen und verbessert sich schrittweise über Wochen bis Monate, während das Transplantat einheilt; bei Verwendung feiner Nähte verfeinert sich die Sehschärfe weiter, sobald diese schrittweise angepasst oder entfernt werden. Oft wird das Ergebnis später mit einer Brille oder Kontaktlinsen feinjustiert.

Wann kann ich nach der Operation nach Hause fliegen?

Die meisten Patientinnen und Patienten treten den Rückflug an, sobald bei den ersten Kontrollen bestätigt wurde, dass das Transplantat gesund ist und das Auge reizfrei reagiert, meist etwa 7 bis 10 Tage nach der Operation. Ein Flug mit einem frisch operierten Auge vor dieser ärztlichen Freigabe wird nicht empfohlen.

Kann eine transplantierte Hornhaut abgestoßen werden und was sind die Warnsignale?

Eine Abstoßung ist selten, aber auch Jahre nach dem Eingriff noch möglich. Typische Warnzeichen sind eine Rötung des Auges, zunehmende Lichtempfindlichkeit, Schmerzen oder ein Nachlassen der Sehkraft. Sollten solche Symptome auftreten, sollten Sie unverzüglich eine augenärztliche Untersuchung veranlassen, da eine frühzeitige Behandlung mit Augentropfen den Prozess meist stoppen kann. Regelmäßige Kontrollen und die gewissenhafte Anwendung der Augentropfen bieten den besten Schutz.

Wie läuft die Nachsorge ab, wenn ich wieder zu Hause bin?

Sie erhalten einen schriftlichen Nachsorgeplan und einen genauen Tropfenplan und bleiben für die Fernbetreuung per Nachricht, Foto oder Video mit Ihrem Behandlungsteam in Kontakt. Die routinemäßigen Kontrollen und eventuelle Fadenanpassungen können in der Regel von einer Praxis für Augenheilkunde an Ihrem Wohnort übernommen werden, und ein Dolmetscherservice steht zur Verfügung, damit keine Verständigungsprobleme entstehen.

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