Hysteroskopie (diagnostisch und operativ)

Hysteroskopie (diagnostisch und operativ)

Gynäkologie und Geburtshilfe

Hysteroskopie (diagnostisch und operativ) wird an 4 Krankenhäusern in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk angeboten.

4 Krankenhäuser bieten diese Behandlung in 1 Land über das Voumed-Netzwerk an; 1 davon ist JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Die Hysteroskopie (diagnostisch und operativ) ist ein Verfahren zur Untersuchung und Behandlung des Gebärmutterinneren ohne einen einzigen Hautschnitt. Ein dünnes optisches Instrument mit Kamera, das Hysteroskop, wird über die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt, die mit steriler Flüssigkeit sanft entfaltet wird, sodass die Schleimhaut auf einem Monitor deutlich sichtbar ist. Eine diagnostische Hysteroskopie klärt verschiedene Fragen: warum Blutungen auffällig sind, weshalb sich Embryonen nicht einnisten oder was ein auffälliger Ultraschallbefund in der Gebärmutterhöhle genau bedeutet. Die operative Hysteroskopie geht einen Schritt weiter und behandelt die Befunde im selben Eingriff: Polypen werden abgetragen, in die Höhle ragende Myome Schicht für Schicht entfernt, ein Gebärmutterseptum durchtrennt oder Verwachsungen gelöst, und das vollständig über den natürlichen Zugang des Gebärmutterhalses. Der Eingriff dauert in der Regel 15 bis 60 Minuten unter Sedierung oder kurzer Vollnarkose, erfolgt ambulant oder tagesklinisch, und die Erholung dauert nur wenige Tage. Da die Gebärmutterhöhle der Ort ist, an dem sich ein Embryo einnisten muss, gehört die Hysteroskopie häufig zur Voruntersuchung vor einer In-vitro-Fertilisation (IVF).

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hysteroskopie ermöglicht die Beurteilung und Behandlung der Gebärmutterhöhle über eine feine Kamera, die durch den Gebärmutterhals eingeführt wird, während sterile Flüssigkeit den Raum entfaltet, um die Schleimhaut auf einem Monitor darzustellen.
  • Sie wird bei auffälligen oder verstärkten Blutungen, Blutungen nach den Wechseljahren, im Ultraschall sichtbaren Polypen oder submukösen Myomen, Verdacht auf ein Septum nach Fehlgeburten, Verwachsungen nach früheren Eingriffen sowie vor einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder nach wiederholtem Einnistungsversagen empfohlen.
  • Das Instrument wird unter Sedierung oder kurzer Vollnarkose eingeführt, und über den Arbeitskanal können Fasszangen, feine Scheren oder eine Resektionsschlinge Polypen an der Basis abtragen, Myome schichtweise abtragen, ein Septum spalten und Verwachsungen lösen, was für eine reine Kontrolle etwa 15 Minuten und für einen operativen Eingriff bis zu einer Stunde dauert.
  • Der Eingriff erfolgt ambulant ohne Nähte oder Verbände, leichte krampfartige Beschwerden und Schmierblutungen halten ein bis zwei Tage an, Schreibtisch- oder Bürotätigkeiten können nach ein bis zwei Tagen wieder aufgenommen werden und ein Rückflug ist meist nach ein bis zwei Tagen möglich.
  • Bei einer Schwangerschaft oder einer akuten Entzündung im Beckenraum wird der Eingriff verschoben und meist für die erste Zyklushälfte geplant; auf Tampons, Schwimmen und Geschlechtsverkehr wird etwa eine Woche lang verzichtet, und Verletzungen der Gebärmutterwand, Infektionen oder Störungen des Flüssigkeitshaushalts bleiben selten.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Narkose
Sedierung oder kurze Vollnarkose
Klinikaufenthalt
meist ambulant oder tagesklinisch mit Entlassung am selben Tag
Dauer des Eingriffs
üblicherweise etwa 15 bis 60 Minuten
Erholungszeit
die meisten Patientinnen kehren innerhalb weniger Tage zu ihren normalen Aktivitäten zurück
Zeit bis zum Rückflug
häufig innerhalb von 1 bis 2 Tagen, sobald das Behandlungsteam eine unauffällige Erholung bestätigt
Geeignet bei
Polypen, submukösen Myomen, einem Gebärmutterseptum, Verwachsungen oder unklaren Blutungen in der Gebärmutterhöhle, auch vor einer IVF

Was das Verfahren ist

Die Gebärmutterhöhle ist ein kleiner, flacher Raum, der von der Gebärmutterschleimhaut ausgekleidet wird. Veränderungen in diesem Bereich wie Polypen, Myome, die in die Höhle vorwölben, eine Trennwand namens Septum oder narbige Verwachsungsstränge können starke oder unregelmässige Blutungen verursachen und den Eintritt einer Schwangerschaft erschweren. Der Ultraschall liefert oft erste Hinweise, doch die Hysteroskopie gilt als Referenzmethode zur direkten Beurteilung der Gebärmutterhöhle. Ein schlankes optisches Instrument von wenigen Millimetern Durchmesser wird durch den Gebärmutterhals vorgeschoben, während sterile Flüssigkeit den Raum vor der Kamera entfaltet. In ihrer diagnostischen Form dient die Untersuchung der reinen Begutachtung, gegebenenfalls ergänzt durch eine kleine Gewebeprobe der Schleimhaut. In ihrer operativen Form werden über denselben Arbeitskanal Miniaturinstrumente oder eine Hochfrequenz-Resektionsschlinge eingeführt, um Befunde direkt zu entfernen oder zu korrigieren. Es sind keine äusseren Schnitte erforderlich und die Bauchdecke bleibt unberührt, was die Hysteroskopie von der Bauchspiegelung unterscheidet, die als minimalinvasive gynäkologische Chirurgie (Laparoskopie) der Beurteilung der Gebärmutteraussenseite, der Eierstöcke und der Eileiter dient.

Wann die Untersuchung empfohlen wird

Eine Hysteroskopie wird empfohlen, wenn ein begründeter Anlass besteht, das Innere der Gebärmutterhöhle zu beurteilen oder einen bereits bekannten Befund zu behandeln. Häufige Gründe sind auffällige Gebärmutterblutungen, verstärkte Regelblutungen oder Blutungen nach den Wechseljahren, Ultraschallbefunde wie ein Endometriumpolyp oder ein submuköses Myom, der Verdacht auf ein Gebärmutterseptum bei der Abklärung von Fehlgeburten sowie Verwachsungen nach vorangegangenen Eingriffen. In der Kinderwunschbehandlung nimmt sie einen zentralen Stellenwert ein: Vor einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder nach erfolglosen Embryotransfers im Sinne eines wiederholten Einnistungsversagens kann das Behandlungsteam eine Hysteroskopie empfehlen, um eine unauffällige Gebärmutterhöhle zu bestätigen und Hindernisse für die Einnistung zu beseitigen. Kleine Polypen oder ein Septum werden in derselben Sitzung behandelt, sodass Diagnose und Therapie oft in einem kurzen Eingriff ineinander übergehen. Die Gynäkologin oder der Gynäkologe wägt Befunde, Beschwerden und den weiteren Kinderwunsch ab, bevor die Untersuchung empfohlen wird; bei einem vollkommen unauffälligen Ultraschall ohne Symptome ist sie in der Regel nicht erforderlich.

Ablauf des Eingriffs

Der Eingriff findet im Operationssaal in gewohnter gynäkologischer Untersuchungsposition statt und erfolgt unter Sedierung oder kurzer Vollnarkose; einfache diagnostische Abklärungen sind mitunter auch mit minimaler oder ohne Betäubung möglich. Das operative Team dehnt den Gebärmutterhals bei Bedarf vorsichtig auf und führt das Hysteroskop ein, während warme sterile Flüssigkeit die Gebärmutterhöhle entfaltet, sodass die gesamte Schleimhaut, die Eileiterabgänge und auffällige Veränderungen auf dem Monitor beurteilt werden können. Bei der operativen Hysteroskopie werden feine Scheren, Fasszangen oder eine Resektionsschlinge durch einen Kanal des Instruments geführt: Polypen werden an der Basis abgetragen, submuköse Myome schichtweise abgetragen, ein Septum durchtrennt, bis die Höhle eine regelrechte Form aufweist, und Verwachsungen unter direkter Sicht gelöst. Eine diagnostische Abklärung dauert oft nur etwa 15 Minuten, während operative Eingriffe üblicherweise bis zu einer Stunde in Anspruch nehmen. Es sind weder Nähte noch Verbände nötig, und die meisten Patientinnen können die Klinik wenige Stunden später am selben Tag verlassen.

Voraussetzungen und Vorbereitung

Die Hysteroskopie eignet sich für die meisten Frauen, bei denen das Innere der Gebärmutter abgeklärt oder behandelt werden muss, und aufgrund der geringen Belastung stellen das Alter oder Begleiterkrankungen selten ein Hindernis dar. Bei einer bestehenden Schwangerschaft oder einer akuten Entzündung im Beckenbereich wird der Eingriff verschoben, und starke Blutungen am Untersuchungstag können die Sicht beeinträchtigen, weshalb die Terminierung meist in die erste Hälfte des Menstruationszyklus gelegt wird, wenn die Schleimhaut dünn ist und eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden kann. Die Vorbereitung ist unkompliziert: eine aktuelle Ultraschalluntersuchung, Routineblutwerte, gegebenenfalls ein Schwangerschaftstest sowie eine Überprüfung der Medikation, wobei blutverdünnende Mittel nach ärztlicher Rücksprache angepasst werden. Für internationale Patientinnen kann die Vorbereitung von zu Hause aus beginnen, indem aktuelle Befunde und Berichte vorab geprüft werden, um festzustellen, ob eine Hysteroskopie das geeignete Verfahren ist und ob voraussichtlich eine operative Therapie im selben Eingriff erforderlich wird. Auf diese Weise lässt sich der Aufenthalt präzise planen, meist mit etwa zwei bis drei Tagen am Behandlungsort.

Erholung und Planung der Behandlung im Ausland

Die Erholung nach einer Hysteroskopie gehört zu den schnellsten in der gynäkologischen Chirurgie. Leichte, regelschmerzartige Krämpfe und dezente Schmierblutungen treten für ein bis zwei Tage häufig auf und lassen sich meist mit einfachen Schmerzmitteln gut beherrschen. Die meisten Patientinnen können nach wenigen Stunden wieder wie gewohnt gehen und essen, nach ein bis zwei Tagen Schreibtischarbeiten wieder aufnehmen und nach wenigen Tagen zu ihren gewohnten Aktivitäten zurückkehren. Ein Rückflug ist oft schon nach ein bis zwei Tagen möglich, sobald das Behandlungsteam einen unkomplizierten Verlauf bestätigt, was die Hysteroskopie zu einem besonders gut mit einer kurzen Auslandsreise vereinbaren Eingriff macht. Auf Tampons, Schwimmen und Geschlechtsverkehr wird nach ärztlicher Empfehlung meist für etwa eine Woche oder bis zum Abklingen von Schmierblutungen verzichtet. Gewebebefunde werden nachgereicht und können per Videosprechstunde von zu Hause aus besprochen werden; ist die Hysteroskopie Teil einer IVF-Vorbereitung, fliessen die Ergebnisse direkt in den Behandlungsplan ein und die weiteren Schritte werden gemeinsam mit dem Team abgestimmt.

Risiken, Sicherheit und Behandlungsergebnisse

Die Hysteroskopie gilt als sehr sicheres Verfahren, und schwerwiegende Komplikationen sind selten. Zu den möglichen Begleiterscheinungen gehören krampfartige Unterbauchschmerzen und Schmierblutungen, Infektionen sowie ein geringes Risiko einer Fehlpassage oder Perforation der Gebärmutterwand durch das Instrument, was meist von selbst abheilt, gelegentlich aber eine Überwachung oder eine Bauchspiegelung erfordert; bei längeren operativen Eingriffen können selten Störungen des Flüssigkeitshaushalts auftreten, die von erfahrenen Teams engmaschig überwacht werden. Nach der Durchtrennung eines Septums oder dem Lösen von Verwachsungen kann sich gelegentlich erneut Narbengewebe bilden, weshalb mitunter eine Kontrolluntersuchung empfohlen wird. Diesen Risiken stehen konkrete Vorteile gegenüber: Polypen und submuköse Myome werden entfernt, was in den meisten Fällen zu einer raschen Besserung der Blutungsbeschwerden führt, die Gebärmutterhöhle kann anatomisch wiederhergestellt werden und Studien deuten darauf hin, dass die Korrektur solcher Befunde die Einnistungschancen bei Kinderwunschbehandlungen verbessern kann, wenngleich kein Verfahren eine Schwangerschaft garantieren kann. Die besten Ergebnisse werden in Zentren erzielt, in denen hysteroskopische Eingriffe regelmässig durchgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Ist eine Hysteroskopie schmerzhaft?

Der Eingriff selbst wird unter Sedierung oder kurzer Vollnarkose durchgeführt, sodass Sie währenddessen schlafen und keine Schmerzen verspüren. Im Anschluss berichten die meisten Patientinnen über leichte, regelschmerzartige Krämpfe für etwa einen Tag, die sich mit leichten Schmerzmitteln in der Regel gut lindern lassen.

Gibt es Schnitte oder Narben?

Nein. Das Hysteroskop wird über die Scheide und den Gebärmutterhals und damit über den natürlichen Weg des Körpers eingeführt, sodass keine Schnitte, keine Nähte und keine sichtbaren Narben entstehen. Dies ist der wesentliche Unterschied zur Bauchspiegelung, bei der der Beckenraum über kleine Einstiche an der Bauchdecke erreicht wird.

Wie bald nach dem Eingriff ist ein Rückflug möglich?

Häufig innerhalb von ein bis zwei Tagen, sobald das Behandlungsteam eine unauffällige Erholung bestätigt. Da keine Wunden vorhanden sind, richten sich die Empfehlungen vor allem nach Ihrem persönlichen Befinden und eventuellen Nachwirkungen der Narkose; viele internationale Patientinnen planen ihren gesamten Aufenthalt innerhalb von zwei bis drei Tagen.

Warum wird eine Hysteroskopie vor einer IVF empfohlen?

In der Gebärmutterhöhle findet die Einnistung des Embryos statt; Polypen, kleine Myome, ein Septum oder Verwachsungen können die Erfolgschancen mindern. Eine Hysteroskopie ermöglicht es dem Team, eine unauffällige Gebärmutterhöhle zu sichern und auffällige Befunde im selben Eingriff zu beheben, damit der spätere Embryotransfer unter optimalen Voraussetzungen erfolgen kann.

Hat der Eingriff Auswirkungen auf die Menstruation oder spätere Schwangerschaften?

Die Entfernung von Polypen oder Myomen führt in der Regel zu einer Besserung und nicht zu einer Verschlechterung starker oder unregelmässiger Blutungen, und die nächste Regelblutung kann nach dem Eingriff zeitlich oder in der Stärke etwas variieren. Die Hysteroskopie zielt auf den Erhalt der Gebärmutter ab, und nach der Behandlung eines Septums oder von Verwachsungen berät Sie das Team individuell dazu, wie lange Sie vor einem erneuten Schwangerschaftsversuch warten sollten.

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