Phake ICL-Linsenimplantation
Augenheilkunde
Phake ICL-Linsenimplantation wird an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk angeboten.
1 Krankenhaus bietet diese Behandlung in 1 Land über das Voumed-Netzwerk an.
Die Phake ICL-Linsenimplantation korrigiert Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit (Astigmatismus), indem eine weiche, individuell angepasste Linse im Auge vor die natürliche Linse gesetzt wird, anstatt die Hornhaut mit einem Laser umzuformen. Die Linse besteht aus Collamer, einem flexiblen Material, das im Augeninneren gut verträglich ist. Sie wird gefaltet und durch einen kleinen Schnitt von etwa drei Millimetern eingesetzt, der in der Regel nicht genäht werden muss. Da kein Hornhautgewebe abgetragen wird, eignet sich der Eingriff für Personen mit starken Fehlsichtigkeiten, dünner oder unregelmäßiger Hornhaut oder trockenen Augen, für die eine Laserkorrektur nicht ratsam ist. Die Sehkraft ist meist innerhalb eines Tages klar, und die Linse kann entfernt oder ausgetauscht werden, falls sich die Gegebenheiten ändern.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine ICL ist eine weiche Collamer-Linse, die vor die natürliche Linse implantiert wird, sodass die Sehkraft ohne Abtragen von Hornhautgewebe korrigiert wird.
- Sie eignet sich für Personen mit starker Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung, dünner oder unregelmäßiger Hornhaut, trockenen Augen oder einem für das Augenlasern ungeeigneten Profil, meist im Alter zwischen etwa 21 und 45 Jahren.
- Die Behandlung dauert pro Auge etwa 15 bis 30 Minuten unter betäubenden Augentropfen mit leichter Sedierung, und beide Augen werden meist am selben Tag oder im Abstand eines Tages behandelt.
- Die meisten Patienten sehen innerhalb von 24 Stunden wieder klar und kehren nach wenigen Tagen zu ihren gewohnten Aktivitäten zurück, während entzündungshemmende und antibiotische Tropfen für zwei bis vier Wochen angewendet werden.
- Die Linse ist weder spürbar noch sichtbar, lässt sich entfernen oder austauschen, und lebenslange jährliche Kontrolluntersuchungen werden empfohlen, um den Augeninnendruck und die Hornhautzellen zu überwachen.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Betäubung
- Betäubungstropfen, meist mit leichter Sedierung
- Klinikaufenthalt
- ambulant
- Dauer des Eingriffs
- etwa 15 bis 30 Minuten pro Auge
- Genesung
- funktionelle Sehkraft innerhalb von 24 Stunden; Augentropfen für etwa 2 bis 4 Wochen
- Zeit bis zur Heimreise
- meist etwa 4 bis 7 Tage, nach den Kontrollen an Tag 1 und nach einer Woche
- Sichtbarkeit der Ergebnisse
- klare Sicht ab dem Tag nach der Operation, Stabilisierung innerhalb weniger Wochen
Was das Verfahren ist
Eine phake Intraokularlinse ist eine Linse, die in ein Auge implantiert wird, das noch über seine eigene natürliche Linse verfügt, was sie von der Katarakt-OP (Operation des grauen Stars) unterscheidet. Die ICL wird in der Hinterkammer platziert, in dem kleinen Raum zwischen der Regenbogenhaut (Iris) und der natürlichen Linse, wo sie durch ihre im Sulcus ciliaris aufliegenden Haptiken sanft in Position gehalten wird. Sie wird für jedes Auge anhand der gemessenen Refraktionswerte und der inneren Abmessungen des jeweiligen Auges individuell angefertigt. Moderne Modelle verfügen über eine zentrale Öffnung, die eine Zirkulation des Kammerwassers durch die Linse ermöglicht, sodass eine zusätzliche Laseröffnung in der Iris routinemäßig nicht mehr erforderlich ist. Torische Varianten korrigieren eine Hornhautverkrümmung und werden während des Eingriffs an einer präzisen Achse ausgerichtet. An der Hornhaut wird nichts verändert, und die natürliche, fokussierende Linse bleibt unberührt, sodass die körpereigene Anatomie des Auges vollständig erhalten bleibt.
Wann die Behandlung empfohlen wird
Die ICL-Implantation wird für Erwachsene empfohlen, deren Brillenwerte seit mindestens einem Jahr stabil sind und die ihre Abhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen verringern möchten. Sie ist die bevorzugte Option gegenüber Hornhautlaser-Eingriffen bei starker Fehlsichtigkeit, bei einer zu dünnen Hornhaut für einen sicheren Gewebeabtrag, bei unregelmäßiger Hornhauttopographie oder frühen Anzeichen einer Verdünnungserkrankung sowie bei ausgeprägter Augentrockenheit, die durch ein Laserverfahren verstärkt werden könnte. Zudem spricht sie Personen an, die eine reversible Korrektur wünschen. Das Auge muss über ausreichend Platz im vorderen Augenabschnitt, ein gesundes Hornhautendothel mit ausreichender Zellzahl, einen normalen Augeninnendruck und keine wesentliche Trübung der natürlichen Linse verfügen. Bei Grünem Star (Glaukom), Uveitis, einer flachen Vorderkammer, einer geringen Endothelzellzahl oder einer aktiven Hornhauterkrankung wird das Verfahren in der Regel nicht empfohlen.
Ablauf der Operation
Die Planung ist detailliert, da die Linse individuell maßgefertigt wird. Zu den Voruntersuchungen gehören die Bestimmung der Refraktion, die Hornhauttopographie und -dickemessung, die Vorderkammertiefe, der innere horizontale Augendurchmesser mittels Ultraschallbiomikroskopie oder Bildgebung des vorderen Augenabschnitts sowie die Endothelzellzählung. Anhand dieser Werte werden Größe und Brechkraft der Linse bestellt. Am Behandlungstag werden betäubende Augentropfen verabreicht, häufig kombiniert mit einem leichten Beruhigungsmittel, das Auge wird desinfiziert und die Pupille erweitert. Am Rand der Hornhaut wird ein kleiner Schnitt von etwa drei Millimetern gesetzt, ein viskoelastisches Gel schützt die inneren Strukturen, und die gefaltete Linse wird langsam in die Vorderkammer injiziert. Mit einem feinen Instrument platziert der Operateur die vier Haltefüßchen hinter der Iris, sodass sich die Linse in der Hinterkammer einbettet; eine torische Linse wird auf die berechnete Achse gedreht. Das Gel wird herausgespült, der Schnitt verschließt sich ohne Naht von selbst, und der Augeninnendruck wird kontrolliert. Jeder Eingriff dauert etwa 15 bis 30 Minuten pro Auge, und Sie können noch am selben Tag nach Hause gehen.
Voraussetzungen und Vorbereitung
Eine umfassende refraktive Voruntersuchung ist erforderlich, einschließlich einer Netzhautuntersuchung bei weitgestellter Pupille, da stark kurzsichtige Menschen ein erhöhtes Grundrisiko für Netzhautprobleme aufweisen und mögliche Schwachstellen vor der Implantation mit dem Laser behandelt werden. Kontaktlinsen müssen vor den Messungen für eine gewisse Zeit pausiert werden, typischerweise mehrere Tage bei weichen Linsen und länger bei formstabilen Linsen, damit die Hornhaut ihre natürliche Form wieder annimmt. Anschließend wird die Linse bestellt und angefertigt. Dieser Vorgang nimmt Zeit in Anspruch und ist der Grund, warum die Zeitplanung für internationale Patienten wichtig ist: Messungen können mitunter heimatnah nach einem vereinbarten Protokoll durchgeführt und vorab übermittelt werden, die meisten Zentren bevorzugen jedoch eigene Messungen, was entweder einen längeren Aufenthalt oder zwei getrennte Reisen erfordert. Blutverdünnende Medikamente werden in der Regel weiter eingenommen. Mit der Anwendung von Augentropfen wird kurz vor dem Eingriff begonnen.
Genesung und Planung der Behandlung im Ausland
Die Sehkraft ist oft schon nach wenigen Stunden funktionstüchtig und bis zum Folgetag klar, an dem bei der ersten Nachkontrolle der Augeninnendruck gemessen und der korrekte Sitz der Linse überprüft wird. Ein leichtes Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit und Lichthöfe (Halos) um Lichtquellen bei Dunkelheit treten in den ersten Wochen häufig auf und klingen wieder ab. Antibiotische und entzündungshemmende Augentropfen werden für etwa zwei bis vier Wochen nach einem schrittweisen Schema angewendet. Das Reiben der Augen, Schwimmen, Saunagänge und Augen-Make-up sollten für zwei bis vier Wochen vermieden werden. Bildschirmarbeit und Autofahren können wieder aufgenommen werden, sobald das Sehen angenehm ist, oft innerhalb weniger Tage. Planen Sie für eine Behandlung im Ausland etwa 4 bis 7 Tage ein: Dieser Zeitraum umfasst die Voruntersuchungen, die Aufklärung, die Operation beider Augen, die Nachkontrolle an Tag 1 sowie die Kontrolle nach einer Woche. Ein Rückflug ist in der Regel unbedenklich, sobald die Kontrolle nach einer Woche erfolgt ist. Langfristig wird eine jährliche Untersuchung mit Druckmessung und Endothelzellzählung empfohlen, die durch einen Facharzt für Augenheilkunde an Ihrem Wohnort durchgeführt werden kann.
Risiken, Sicherheit und Ergebnisse
Die ICL-Implantation ist ein etabliertes Verfahren mit hoher Patientenzufriedenheit, und die Mehrheit der behandelten Augen erreicht die angestrebte Sehstärke. Die bekannten Risiken stehen im Zusammenhang mit dem Einsetzen eines Implantats ins Auge. In der frühen Phase kann ein erhöhter Augeninnendruck auftreten, meist bedingt durch verbliebenes Viskoelastikum, was mit Tropfen behandelt wird. Wenn der Abstand zwischen dem Implantat und der natürlichen Linse (das sogenannte Vaulting) zu gering ist, kann sich an der natürlichen Linse mit der Zeit ein Grauer Star entwickeln; ist er zu groß, kann der Kammerwinkel eingeengt werden und der Druck ansteigen. In beiden Fällen kann die Linse gegen eine andere Größe ausgetauscht werden. Der Verlust von Endothelzellen schreitet langsam voran und wird bei den jährlichen Kontrollen überwacht. Zu den seltenen Risiken gehören Infektionen im Augeninneren, die schwerwiegend sind, eine Drehung torischer Linsen mit der Notwendigkeit einer Neuausrichtung, Blendeffekte und Halos bei Nacht sowie eine Netzhautablösung, deren Grundrisiko mit der Kurzsichtigkeit selbst zusammenhängt. Die Linse ist für einen dauerhaften Verbleib im Auge konzipiert und kann jederzeit wieder entfernt werden, auch falls im späteren Leben eine Katarakt-OP (Operation des grauen Stars) erforderlich werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Wie unterscheidet sich eine ICL von LASIK (Augenlasern)?
Beim Augenlasern wird die Hornhaut durch Gewebeabtrag neu geformt, weshalb das Verfahren durch die Hornhautdicke begrenzt und irreversibel ist. Bei einer ICL wird eine zusätzliche Linse in das Auge eingesetzt, ohne Hornhautgewebe abzutragen. Dies macht sie für stärkere Fehlsichtigkeiten und dünnere Hornhäute geeignet, und sie kann bei Bedarf wieder entnommen oder ausgetauscht werden.
Kann ich die Linse spüren oder kann man sie sehen?
Nein. Die Linse sitzt hinter der Iris, sodass sie für andere nicht sichtbar ist und auch nicht gespürt werden kann. Sie bewegt sich nicht eigenständig im Auge, erfordert keine Handhabung und muss weder gereinigt noch gewechselt werden.
Wird damit auch eine Hornhautverkrümmung korrigiert?
Ja. Eine torische Variante korrigiert Stabsichtigkeit (Astigmatismus) und wird während des Eingriffs exakt entlang einer bestimmten Achse ausgerichtet. Sollte sie sich nachträglich leicht drehen, kann sie in einem kurzen Folgeeingriff neu positioniert werden.
Werde ich weiterhin eine Lesebrille benötigen?
Eine ICL korrigiert das Sehen in die Ferne. Sie stoppt nicht den natürlichen Verlust der Nahakkommodation (Alterssichtigkeit), der sich ab etwa Mitte vierzig einstellt, sodass ab diesem Lebensabschnitt eine Lesebrille erforderlich sein wird, es sei denn, es wurde vorab ein alternatives Konzept wie eine Monovision vereinbart.
Was passiert, wenn ich später einen Grauen Star entwickle?
Eine Katarakt-OP (Operation des grauen Stars) ist weiterhin problemlos möglich: Die ICL wird über einen ähnlich kleinen Schnitt entfernt und die natürliche Linse durch eine Kunstlinse ersetzt, die auch die Fehlsichtigkeit korrigiert. Das Vorhandensein einer ICL steht dieser Behandlung nicht im Weg.
Wie lange hält die Linse?
Sie ist für einen dauerhaften Verbleib im Auge ausgelegt, nutzt sich nicht ab und muss nicht routinemäßig ersetzt werden. Bei den jährlichen Kontrollen werden der Augeninnendruck und die Hornhautzellzahl überprüft, was darüber entscheidet, ob sie dauerhaft im Auge verbleiben kann.
Wie läuft die Nachsorge ab, wenn ich wieder zu Hause bin?
Sie erhalten bei der Entlassung den Tropfenplan, den Linsenpass mit den genauen Angaben zu Modell und Brechkraft sowie einen Nachsorgeplan. Die Kontrollen nach einem Monat, drei Monaten und anschließend jährlich werden durch einen Facharzt für Augenheilkunde in Ihrer Nähe durchgeführt, und die Befundberichte werden zur Abstimmung an den behandelnden Operateur übermittelt.
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