Urologie

Urologie

Urologie ist an 26 Krankenhäusern in 10 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

26 Krankenhäuser versorgen Patienten in diesem Fachgebiet in 5 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 17 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Die Urologie ist das chirurgische und konservative Fachgebiet, das sich mit den Harnorganen bei Frauen und Männern sowie mit den männlichen Geschlechtsorganen befasst. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, es handele sich um reine Männergesundheit, behandelt die Urologie Menschen jeden Alters, vom Kind mit angeborenen Fehlbildungen bis zum älteren Menschen mit Prostataerkrankungen. Ein großer Teil der urologischen Versorgung, wie etwa Nierensteine, Harnwegsinfektionen und Inkontinenz, betrifft Frauen gleichermaßen. Das Fachgebiet umfasst Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre sowie beim Mann Prostata, Hoden und Penis. Urologinnen und Urologen operieren nicht nur, sondern behandeln auch medikamentös und durch Anpassungen des Lebensstils. Viele Patientinnen und Patienten reisen für eine urologische Behandlung ins Ausland, da ein großer Teil der Eingriffe heute mit minimal-invasiven, endoskopischen und robotischen Verfahren durchgeführt wird, die dank erfahrener Teams und moderner Technologie eine präzise Behandlung, kleinere Schnitte und eine schnellere Genesung ermöglichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Urologie betreut den gesamten Harntrakt bei Frauen und Männern von der Niere bis zur Harnröhre sowie die männlichen Fortpflanzungsorgane und setzt dabei ebenso auf Medikamente und Lebensstiländerungen wie auf Operationen.
  • Das Behandlungsspektrum reicht von Kindern mit angeborenen Fehlbildungen bis zu Erwachsenen mit vergrößerter Prostata, während Steine, wiederkehrende Infektionen und Urinverlust ebenso viele Frauen wie Männer betreffen.
  • Viele Eingriffe erfolgen heute über natürliche Zugangswege mit feinen Endoskopen, die Steine oder Blasentumoren direkt bei der Untersuchung behandeln, über Stoßwellen, die Ablagerungen schnittfrei zerkleinern, sowie über Schlüsselloch- oder Roboterinstrumente an Prostata und Niere.
  • Viele Stein- und endoskopische Behandlungen erfolgen ambulant oder mit einer einzigen Übernachtung, während größere Krebsoperationen oder rekonstruktive Eingriffe einen Aufenthalt von etwa ein bis zwei Wochen am Zielort erfordern, bis der Urin klar ist, Blasenkatheter versorgt sind und die Flugtauglichkeit vorliegt.
  • Blut im Urin, ein schwacher Harnstrahl, Flankenschmerzen oder ein Tastbefund am Hoden sollten zeitnah abgeklärt werden, da Tumoren der Prostata und des Harntrakts zu Beginn häufig ohne Beschwerden verlaufen.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Sub-specialties
Endourologie und Steinleiden, Uro-Onkologie, Andrologie und männliche Fertilität, gynäkologische und funktionelle Urologie, robotische und laparoskopische Urologie, Kinderurologie
Common procedures
Nierensteinentfernung mittels Endoskopie oder Stoßwellen, Prostatachirurgie, Operationen bei Blasen- und Nierenkrebs, robotische Prostatektomie, Inkontinenzbehandlung, Varikozelen-Operation
Common reasons to travel
erfahrene chirurgische Teams, moderne endoskopische und robotische Technologie, kürzere Wartezeiten bei geplanten Behandlungen
Typical hospital stay
ambulant oder eine Übernachtung bei vielen Stein- und endoskopischen Eingriffen, einige Nächte nach größeren Tumor- oder rekonstruktiven Operationen
Anaesthesia
Lokal-, Spinal- oder Vollnarkose, abgestimmt auf den Eingriff und die Patientin bzw. den Patienten
Typical first step
ein Beratungsgespräch mit Urin- und Blutuntersuchungen sowie Ultraschall, bei Bedarf ergänzt durch weitere Bildgebung oder eine Endoskopie

Überblick

Die Urologie verbindet eine sorgfältige Diagnostik mit einem breiten Spektrum an individuell abgestimmten Therapien. Viele Erkrankungen lassen sich ohne Operation behandeln: Durch Medikamente, Ernährungs- und Lebensstiländerungen sowie Verlaufsbeobachtungen können kleinere Steine abgehen oder aufgelöst, Beschwerden einer vergrößerten Prostata gelindert und Infektionen geheilt werden. Ist dennoch ein Eingriff erforderlich, zählt die Urologie heute zu den am stärksten minimal-invasiv geprägten chirurgischen Fächern. Steine werden über natürliche Körperöffnungen oder von außen mittels Stoßwellen zerkleinert, Blasentumoren werden endoskopisch abgetragen und Eingriffe an Prostata oder Nieren erfolgen zunehmend per Schlüsselloch- oder Roboterchirurgie. Diese Präzision führt zu geringeren Schmerzen, kürzeren Krankenhausaufenthalten und einer rascheren Rückkehr in den Alltag. Übergeordnetes Ziel ist stets, die Nierenfunktion zu schützen, ein schmerzfreies Wasserlassen zu ermöglichen und die reproduktive sowie sexuelle Gesundheit zu bewahren.

Krankheitsbilder und Teilgebiete

Die Urologie deckt ein breites Spektrum an gesundheitlichen Anforderungen in allen Lebensphasen ab. Steinleiden, also feste Ablagerungen in der Niere oder den ableitenden Harnwegen, gehören zu den häufigsten und schmerzhaftesten Gründen für eine Behandlung und bilden den Schwerpunkt der Endourologie. Die Uro-Onkologie befasst sich mit Krebserkrankungen von Prostata, Harnblase, Niere und Hoden, bei denen eine frühe Diagnose entscheidend ist, da manche Tumoren, insbesondere Prostatakrebs, anfangs oft symptomlos bleiben. Beim Mann umfasst die Andrologie Erektionsstörungen, männliche Unfruchtbarkeit und Veränderungen wie die Varikozele, während die im Alter sehr häufige Prostatavergrößerung einen schwachen Harnstrahl sowie häufiges oder nächtliches Wasserlassen verursacht. Die gynäkologische und funktionelle Urologie behandelt Harninkontinenz, wiederkehrende Infektionen und Beckenbodenprobleme als wichtigen Bereich der Frauengesundheit. Die Kinderurologie korrigiert angeborene Fehlbildungen sowie Einnässen, und die Neurourologie versorgt Blasenfunktionsstörungen infolge neurologischer Erkrankungen. Jedes Teilgebiet bringt gezielte Expertise für die jeweiligen Krankheitsbilder ein.

Häufige Behandlungen und Eingriffe

Das Behandlungsspektrum reicht von medikamentösen Therapien bis hin zu modernen Operationen, stets individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt. Bei Nieren- und Harnleitersteinen genügen bei kleineren Steinen oft eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Medikamente, während größere Steine mit einer Stoßwellenlithotripsie von außen oder durch endoskopische Verfahren über natürliche Zugangswege ohne Hautschnitt zerkleinert werden. Eine vergrößerte Prostata wird medikamentös oder bei Bedarf durch endoskopische bzw. laserchirurgische Verfahren entlastet. Bei Tumoren des Harntrakts kommen endoskopische, laparoskopische oder robotergestützte Eingriffe zum Einsatz, darunter die funktionserhaltende Entfernung von Prostata oder Niere. Inkontinenz wird mit Beckenbodentraining, Medikamenten oder minimal-invasiven Operationen behandelt. Die Andrologie bietet Therapien bei Erektionsstörungen sowie Eingriffe wie die Varikozelen-Operation zur Unterstützung der Fruchtbarkeit an. Viele dieser Maßnahmen erfolgen ambulant oder im Rahmen kurzer Aufenthalte, wobei Diagnostik und Behandlung häufig in einem einzigen Termin gebündelt werden.

Diagnostik und Technologie

Eine präzise Diagnostik stützt sich auf grundlegende Tests in Kombination mit gezielter Bildgebung und Endoskopie. Urin- und Blutuntersuchungen, einschließlich der PSA-Bestimmung beim Mann, liefern erste Erkenntnisse, während der Ultraschall von Nieren, Blase und Prostata einen strahlenfreien Überblick ermöglicht. Die Computertomographie (CT) ist besonders wertvoll bei Steinleiden und zur Tumorausbreitungsdiagnostik (Staging), und eine MRT der Prostata ermöglicht gezielte Biopsien auffälliger Areale. Die Endoskopie, bei der ein feines optisches Instrument in die Blase oder bis zur Niere vorgeschoben wird, erlaubt eine direkte Beurteilung und häufig die gleichzeitige Behandlung im selben Eingriff. Urodynamische Untersuchungen erfassen Druck und Fluss bei Verdacht auf Inkontinenz oder funktionelle Blasenstörungen. Im Zusammenspiel ermöglichen diese Verfahren eine zielgenaue und möglichst schonende Therapie.

Ablauf für internationale Patientinnen und Patienten

Für anreisende Patientinnen und Patienten beginnt der Ablauf meist mit einer Vorabprüfung vorhandener Befunde, Schnittbilder und Berichte aus der Ferne, sodass bereits vor der Anreise ein vorläufiger Behandlungsplan erstellt werden kann. Vor Ort wird die Diagnose durch ergänzende Untersuchungen bestätigt. Viele Stein- und endoskopische Behandlungen können anschließend ambulant oder mit einer einzigen Übernachtung und kurzer Erholungszeit durchgeführt werden. Größere Eingriffe, wie roboterassistierte Krebsoperationen, erfordern einige Tage im Krankenhaus und eine längere Erholungsphase vor der Abreise. Je nach Eingriff planen die meisten Patientinnen und Patienten einen Aufenthalt von einigen Tagen bis zu etwa zwei Wochen am Zielort ein, damit Wundheilung und Blasenfunktion vor dem Rückflug kontrolliert werden können. Dolmetschdienste und ein internationales Patiententeam unterstützen Sie durchgehend. Vor der Heimreise erhalten Sie schriftliche Verhaltenshinweise, und die Nachsorge wird aus der Ferne weitergeführt.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Was behandelt die Urologie?

Die Urologie befasst sich bei beiden Geschlechtern mit Nieren, Harnleitern, Harnblase und Harnröhre sowie zusätzlich mit den männlichen Fortpflanzungsorganen. Sie behandelt Nieren- und Harnleitersteine, Harnwegsinfektionen, Inkontinenz, Prostataerkrankungen, Krebserkrankungen des Harntrakts, Erektionsstörungen und männliche Unfruchtbarkeit sowie angeborene Fehlbildungen bei Kindern. Da es sich um ein sowohl operatives als auch konservatives Fachgebiet handelt, können viele Erkrankungen ohne chirurgischen Eingriff versorgt werden.

Ist die Urologie nur für Männer zuständig?

Nein. Die Urologie umfasst zwar die Gesundheit der männlichen Fortpflanzungsorgane und der Prostata, spielt jedoch auch für Frauen eine wichtige Rolle: Sie behandelt Harninkontinenz, wiederkehrende Blasenentzündungen und Beckenbodenveränderungen wie Senkungsbeschwerden. Krankheitsbilder wie Nierensteine, Harnwegsinfektionen und Tumoren der Harnwege betreffen beide Geschlechter, und bei Kindern werden angeborene Fehlbildungen sowie Einnässen therapiert.

Wann sollte man eine Urologin oder einen Urologen aufsuchen?

Eine urologische Abklärung ist ratsam bei Schmerzen oder Problemen beim Wasserlassen, Blut im Urin, häufigem oder nächtlichem Harndrang, einem abgeschwächten Harnstrahl, Flanken- oder Nierenschmerzen, unwillkürlichem Urinverlust, Tastbefunden am Hoden, Erektionsstörungen oder unerfülltem Kinderwunsch. Da manche Tumoren des Harntrakts, insbesondere Prostatakrebs, anfangs oft symptomlos verlaufen, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und der PSA-Test ab dem mittleren Lebensalter ein wichtiger Bestandteil der Männergesundheit.

Ist eine offene Operation notwendig oder reicht ein Schlüsselloch- bzw. Robotereingriff aus?

Ein Großteil der urologischen Eingriffe erfolgt heute minimal-invasiv. Steine werden häufig über natürliche Körperwege oder schnittfrei mit Stoßwellen behandelt, Blasentumoren werden endoskopisch abgetragen, und Operationen an Prostata sowie Nieren werden zunehmend laparoskopisch oder mit Roboterassistenz durchgeführt. Diese Verfahren bedeuten kleinere Schnitte, weniger Schmerzen und eine raschere Erholung. Ihr urologisches Team bespricht mit Ihnen, welche Methode für Ihre Situation am besten geeignet ist und warum.

Wird der Eingriff unter Vollnarkose, Spinalanästhesie oder örtlicher Betäubung durchgeführt?

Das hängt vom jeweiligen Eingriff ab. Viele endoskopische Eingriffe und Steinbehandlungen erfolgen unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie (Rückenmarksanästhesie), während kleinere Maßnahmen in örtlicher Betäubung vorgenommen werden können. Robotergestützte und größere Operationen erfordern eine Vollnarkose. Das Anästhesieteam prüft Ihren Gesundheitszustand vorab und wählt das für Sie sicherste und schonendste Verfahren.

Wie viele Tage Aufenthalt im Ausland sollten eingeplant werden und wann ist ein Rückflug möglich?

Viele Stein- und endoskopische Eingriffe erfolgen ambulant oder mit einer Übernachtung und kurzer Erholungszeit, sodass oft ein Aufenthalt von wenigen Tagen ausreicht. Nach größeren Tumor- oder Rekonstruktionsoperationen planen die meisten Patientinnen und Patienten rund ein bis zwei Wochen ein, damit Wundheilung und Blasenfunktion kontrolliert werden können. Ihr Behandlungsteam bestätigt die Flugtauglichkeit, in der Regel sobald der Urin klar ist und Katheterfragen geklärt sind, bevor Sie die Rückreise antreten.

Ist eine Reise ins Ausland für eine urologische Behandlung sicher?

Ja, sofern die Behandlung durch ein erfahrenes Team in einer akkreditierten Klinik mit moderner Bildgebung, Endoskopie und Operationsausstattung erfolgt. Wesentlich für die Sicherheit sind die vollständige Übermittlung von Krankengeschichte und Vorbefunden im Voraus, eine ausreichende Erholungszeit vor dem Flug sowie die Einhaltung des Nachsorgeplans. Dolmetscherdienste und Patientenbetreuer stellen sicher, dass während der gesamten Betreuung keine Missverständnisse entstehen.

Wie läuft die Nachsorge nach der Rückkehr nach Hause ab?

Sie erhalten von Ihrem Behandlungsteam einen schriftlichen Nachsorgeplan mit Vorgaben zu Medikamenten, Flüssigkeitsaufnahme, körperlicher Aktivität und Warnzeichen. Die weitere Betreuung wird über Nachrichten oder Videosprechstunden organisiert. Routinekontrollen wie Urin- und Bluttests, PSA-Wert-Bestimmungen oder Ultraschalluntersuchungen können in der Regel bei einer Ärztin oder einem Arzt am Wohnort erfolgen und an das behandelnde Team übermittelt werden, das für Befundprüfungen und Fragen während der Genesung erreichbar bleibt.

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