Urologie

Urologie

Berlin

Urologie in Berlin wird an 1 Krankenhaus im Voumed-Netzwerk angeboten, mit 2 verwandten Behandlungen.

Die Urologie ist das chirurgische und konservative Fachgebiet, das sich mit den Harnorganen bei Frauen und Männern sowie mit den männlichen Geschlechtsorganen befasst. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, es handele sich um reine Männergesundheit, behandelt die Urologie Menschen jeden Alters, vom Kind mit angeborenen Fehlbildungen bis zum älteren Menschen mit Prostataerkrankungen. Ein großer Teil der urologischen Versorgung, wie etwa Nierensteine, Harnwegsinfektionen und Inkontinenz, betrifft Frauen gleichermaßen. Das Fachgebiet umfasst Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre sowie beim Mann Prostata, Hoden und Penis. Urologinnen und Urologen operieren nicht nur, sondern behandeln auch medikamentös und durch Anpassungen des Lebensstils. Viele Patientinnen und Patienten reisen für eine urologische Behandlung ins Ausland, da ein großer Teil der Eingriffe heute mit minimal-invasiven, endoskopischen und robotischen Verfahren durchgeführt wird, die dank erfahrener Teams und moderner Technologie eine präzise Behandlung, kleinere Schnitte und eine schnellere Genesung ermöglichen.

Auf einen Blick

Sub-specialties
Endourologie und Steinleiden, Uro-Onkologie, Andrologie und männliche Fertilität, gynäkologische und funktionelle Urologie, robotische und laparoskopische Urologie, Kinderurologie
Common procedures
Nierensteinentfernung mittels Endoskopie oder Stoßwellen, Prostatachirurgie, Operationen bei Blasen- und Nierenkrebs, robotische Prostatektomie, Inkontinenzbehandlung, Varikozelen-Operation
Common reasons to travel
erfahrene chirurgische Teams, moderne endoskopische und robotische Technologie, kürzere Wartezeiten bei geplanten Behandlungen
Typical hospital stay
ambulant oder eine Übernachtung bei vielen Stein- und endoskopischen Eingriffen, einige Nächte nach größeren Tumor- oder rekonstruktiven Operationen
Anaesthesia
Lokal-, Spinal- oder Vollnarkose, abgestimmt auf den Eingriff und die Patientin bzw. den Patienten
Typical first step
ein Beratungsgespräch mit Urin- und Blutuntersuchungen sowie Ultraschall, bei Bedarf ergänzt durch weitere Bildgebung oder eine Endoskopie
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Verfügbar in diesen Krankenhäusern

Behandlungen

Technologien und Ausstattung

MRT-Fusionsbiopsie der Prostata (3D-Bildgebung und Navigation)

Die MRT-Fusionsbiopsie der Prostata (3D-Bildgebung und Navigation) ist ein modernes Verfahren zur Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata, um Prostatakrebs präzise zu diagnostizieren. Sie verbindet zwei Bildgebungsverfahren, eine vorab erstellte detaillierte MRT-Aufnahme und Live-Ultraschall während des Eingriffs, zu einem einzigen dreidimensionalen Bild. Diese „Fusion“ ermöglicht es dem Arzt, genau zu sehen, wo verdächtige Bereiche liegen, und die Biopsienadel direkt dorthin zu führen, anstatt die Drüse nach dem Zufallsprinzip zu beproben. Das Ergebnis ist eine präzisere, gezielte Biopsie, welche die Erkennung von Krebsarten verbessert, die tatsächlich einer Behandlung bedürfen, und gleichzeitig dazu beiträgt, unnötige Befunde zu vermeiden.

ESWL (extrakorporale Stoßwellenlithotripsie)

Die ESWL (extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) ist ein nicht-operatives Verfahren, um Steine im Harntrakt wie Nieren- und Harnleitersteine ohne jeden Hautschnitt zu zertrümmern. Hochenergetische Stoßwellen werden außerhalb des Körpers erzeugt und präzise auf den Stein gebündelt, um ihn in kleine Fragmente zu zerkleinern, die anschließend auf natürlichem Weg mit dem Urin abgehen können. Da weder Instrumente in den Körper eingeführt werden noch ein Schnitt erforderlich ist, zählt die ESWL zu den schonendsten Steinbehandlungen überhaupt. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant, sodass die meisten Patienten noch am selben Tag nach Hause zurückkehren und die Steinfragmente in den folgenden Tagen ausscheiden.

da-Vinci-Roboterchirurgie

Die da-Vinci-Roboterchirurgie ermöglicht es chirurgischen Fachkräften, komplexe Eingriffe über wenige kleine Schlüssellochschnitte anstelle eines großen Schnitts durchzuführen. An einer nahestehenden Konsole sitzend steuert der Operateur winzige, abwinkelbare Instrumente sowie eine vergrößernde, hochauflösende 3D-Kamera, während die Roboterarme jede Handbewegung in präzise, ruhige Bewegungen im Körperinneren übersetzen. Das System handelt zu keinem Zeitpunkt eigenständig: Die chirurgische Fachkraft behält stets die vollständige Kontrolle. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dieser minimalinvasive Ansatz häufig weniger Schmerzen, kleinere Narben, einen geringeren Blutverlust und eine schnellere Rückkehr in den gewohnten Alltag.

HoLEP (Holmium-Laser-Enukleation der Prostata)

Die HoLEP (Holmium-Laser-Enukleation der Prostata) ist eine minimal-invasive Laserbehandlung bei einer vergrößerten Prostata, einem bei älteren Männern sehr häufigen Befund, der das Wasserlassen erschweren kann. Eine gutartige Prostatavergrößerung verengt den Kanal, durch den der Urin fließt, was zu Beschwerden wie einem schwachen Harnstrahl, häufigem Harndrang und nächtlichem Aufstehen führt. Bei einer solchen HoLEP-OP der Prostata wird ein Holmium-Laser ohne äußeren Schnitt durch die Harnröhre eingeführt, um das überwucherte innere Prostatagewebe von der äußeren Kapsel zu trennen und vollständig zu entfernen. Da das gesamte einengende Gewebe entnommen wird, bietet das Verfahren eine dauerhafte Entlastung und eignet sich auch für sehr große Drüsen gut.

Rezum (Wasserdampftherapie)

Rezum (Wasserdampftherapie) ist eine minimal-invasive Behandlung bei einer vergrößerten Prostata, die die natürliche Energie von Wasserdampf nutzt, um das überwuchernde Gewebe schonend zu verkleinern. Eine gutartige Prostatavergrößerung tritt bei älteren Männern häufig auf; dabei wächst die Prostata und drückt auf die Harnröhre, was zu Beschwerden wie einem schwachen Harnstrahl, häufigem Wasserlassen und nächtlichem Aufstehen führt. Rezum leitet über die Harnröhre ohne Schnitte kleine, präzise Dampfstöße direkt in das vergrößerte Gewebe. In den folgenden Wochen wird das behandelte Gewebe auf natürliche Weise abgebaut, die Harnröhre wird entlastet und die Harnwegsbeschwerden bessern sich.

Optilume (medikamentenbeschichteter Ballon)

Optilume (medikamentenbeschichteter Ballon) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Harnröhrenstrikturen, also Verengungen der Harnröhre, die den Urin aus dem Körper leitet. Eine solche Verengung, meist durch Narbengewebe verursacht, kann das Wasserlassen erschweren und neigt dazu, nach einfachen Dehnungsverfahren wiederzukehren. Optilume kombiniert zwei Wirkungsweisen in einem Instrument: einen Ballon, der den verengten Abschnitt schonend erweitert, und eine Medikamentenbeschichtung, die an die Wand der Harnröhre abgegeben wird, um der Entstehung neuen Narbengewebes entgegenzuwirken. Indem sowohl die Verengung als auch die Ursache für einen Rückfall behandelt werden, soll eine länger anhaltende Entlastung als bei älteren Methoden erreicht werden, und das vollständig über einen einzigen Eingriff ohne Schnitt.

Thulium-Laser (ThuLEP)

Der Thulium-Laser (ThuLEP) ist ein moderner chirurgischer Laser, der vor allem zur Behandlung einer vergrößerten Prostata eingesetzt wird, einer häufigen Ursache für Probleme beim Wasserlassen bei älteren Männern. Seine bekannteste Anwendung ist das ThuLEP-Verfahren (Thulium Laser Enucleation of the Prostate), bei dem das überschüssige innere Prostatagewebe ohne äußeren Schnitt durch die Harnröhre entfernt wird. Ein entscheidendes Merkmal des Thulium-Lasers ist seine sehr geringe Eindringtiefe in das Gewebe, was ein äußerst präzises Schneiden und ein hervorragendes Verschließen kleiner Blutgefäße während des Eingriffs ermöglicht. Das Ergebnis ist eine minimal-invasive Behandlung mit geringem Blutverlust, einer kurzen Erholungszeit und einer dauerhaften Linderung der Beschwerden beim Wasserlassen.

HIFU bei Prostatakrebs

HIFU bei Prostatakrebs (hochintensiver fokussierter Ultraschall) ist eine nicht-operative, gezielte Behandlung, die erkranktes Gewebe mithilfe präzise gebündelter Schallwellen zerstört, ganz ohne Schnitt am Körper. Eine über den Enddarm eingeführte Sonde gibt fokussierte Ultraschallenergie ab, die gezielt den bösartigen Anteil der Prostata erhitzt und zerstört, während das gesunde Gewebe sowie umliegende Strukturen weitestgehend geschont werden. Durch die hohe Präzision zielt das Verfahren darauf ab, den Krebs zu behandeln und gleichzeitig die Kontinenz sowie die Erektionsfähigkeit zu erhalten. Es wird vor allem bei frühem, lokal begrenztem Prostatakrebs und bei Männern eingesetzt, die sich eine minimal-invasive Option wünschen.

Dual-Energy-CT

Die Dual-Energy-CT ist eine fortschrittliche Form der Computertomographie, die den Körper zeitgleich mit zwei unterschiedlichen Röntgenenergiestufen abtastet. Eine Standard-CT nutzt eine einzelne Energie und zeigt vor allem die Form und Dichte von Geweben. Durch den Vergleich, wie sich Strukturen bei zwei Energien verhalten, kann die Dual-Energy-CT verschiedene Materialien jedoch weitaus präziser voneinander unterscheiden. Diese zusätzliche Information hilft ärztlichen Fachkräften, Befunde genauer zu charakterisieren, etwa indem sie Gewebearten oder Ablagerungen voneinander abgrenzen. Dies lässt sich häufig mit weniger Kontrastmittel und einer geringeren Strahlendosis erreichen. Wie jede CT nutzt sie Röntgenstrahlung, setzt jedoch Verfahren ein, die die Strahlenbelastung gering halten.

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