iTind (temporär implantierbares Nitinol-Gerät)
urology-surgery
iTind (temporär implantierbares Nitinol-Gerät) ist an 1 Krankenhaus in 1 Stadt im Voumed-Netzwerk verfügbar.
1 Krankenhaus betreibt diese Technologie in 1 Land über das Voumed-Netzwerk; 1 davon ist JCI-akkreditiert.
iTind (temporär implantierbares Nitinol-Gerät) behandelt eine vergrößerte Prostata mit einem Instrument, das für wenige Tage eingesetzt und anschließend vollständig entfernt wird, sodass kein Fremdkörper zurückbleibt. Ein kleines Nitinol-Gerüst wird in einem Einführkatheter zusammengefaltet, im prostatischen Teil der Harnröhre platziert und freigesetzt, wo es sich entfaltet und an drei gezielten Punkten sanften Druck ausübt. Über fünf bis sieben Tage hinweg formt dieser kontinuierliche Druck das Gewebe um und schafft Kanäle, durch die der Urin abfließen kann; danach wird das Instrument in der Klinik entfernt. Da kein Gewebe geschnitten, erhitzt oder abgetragen wird und kein Implantat verbleibt, eignet sich dieses Verfahren für Männer, die eine Linderung ihrer Harnbeschwerden bei geringem Risiko für die Sexualfunktion und ohne dauerhafte Veränderung der Prostata anstreben.
Das Wichtigste in Kürze
- iTind ist ein temporäres Nitinol-Gerät, das für etwa 5 bis 7 Tage in die prostatische Harnröhre eingebracht und anschließend entfernt wird, ohne ein Implantat zu hinterlassen.
- Es behandelt störende Harnsymptome infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung bei Männern, die eine Resektion, Laserbehandlung oder dauerhafte Medikamenteneinnahme vermeiden möchten.
- Gleichmäßiger Druck an drei Punkten formt das Gewebe um und schafft Kanäle, sodass die Wirkung auf einer Gewebeumformung statt auf Schneiden oder Erhitzen beruht.
- Die Einbringung dauert etwa 5 bis 10 Minuten unter örtlicher Betäubung mit Sedierung, und die Entfernung in der Klinik nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.
- Veröffentlichte Studienreihen berichten über eine erhaltene Ejakulations- und Erektionsfunktion, wobei sich die Symptome meist in den ersten Wochen nach der Entfernung spürbar bessern.
Auf dieser Seite
Auf einen Blick
- Art des Verfahrens
- temporär implantierbares Instrument bei gutartiger Prostatavergrößerung
- Anwendungsbereich
- störende Symptome des unteren Harntrakts infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung
- Hauptvorteil
- formt den Harnkanal um, ohne zu schneiden, zu erhitzen oder ein dauerhaftes Implantat zu hinterlassen
- Behandlungsablauf
- etwa 5 bis 10 Minuten Einsetzdauer, 5 bis 7 Tage Tragedauer, danach Entfernung in einem kurzen ambulanten Termin
- Einsatzbereich
- akkreditierte Zentren für Urologie, die minimal-invasive Prostataeingriffe anbieten
Was das Verfahren ist
Das Instrument besteht aus Nitinol, einer Nickel-Titan-Legierung mit Formgedächtnis: Für das Einsetzen in einen dünnen Katheter komprimiert, entfaltet es sich bei Körpertemperatur nach der Freisetzung wieder in seine vorgegebene Form. Seine Struktur umfasst drei längliche Streben, die durch ein Verankerungselement verbunden sind, das am Blasenhals anliegt und das System in Position hält, während ein Rückholfaden in der Harnröhre verbleibt. Im entfalteten Zustand üben die Streben einen kontinuierlichen, sanften Druck nach außen entlang definierter Linien aus. Über mehrere Tage hinweg führt dieser Druck an genau diesen Punkten zu einer kontrollierten ischämischen Gewebeumformung. Nach der Entnahme des Instruments sind in der prostatischen Harnröhre somit drei Einkerbungen entstanden, ganz ohne Schneideinstrumente, Hitze oder Energiezufuhr. Nach der Entfernung verbleibt nichts im Körper.
Ablauf der Behandlung
Das Einsetzen erfolgt endoskopisch. Unter örtlicher Betäubung mit leichter Sedierung führt die Urologin oder der Urologe ein Zystoskop ein, um die Anatomie zu überprüfen und die Länge der prostatischen Harnröhre zu messen. Anschließend wird das zusammengefaltete Instrument im Einführkatheter bis zum Blasenhals vorgeschoben. Das Instrument wird freigesetzt, entfaltet sich, und seine korrekte Lage wird unter Sichtkontrolle überprüft, bevor das Einführsystem zurückgezogen wird. Sie können noch am selben Tag nach Hause gehen und Ihren gewohnten Alltagsaktivitäten nachgehen, meist begleitet von einem oralen Antibiotikum und einfachen Schmerzmitteln. In den folgenden fünf bis sieben Tagen üben die Streben ihren gleichmäßigen Druck aus. Danach wird das Instrument im Rahmen eines ambulanten Termins entfernt: Ein kleiner Bergungskatheter wird durch die Harnröhre eingeführt, das System durch Ziehen am Rückholfaden darin zusammengefaltet und in einer einzigen Bewegung herausgezogen. Die gesamte Entfernung dauert wenige Minuten und erfordert lediglich ein lokales Betäubungsgel.
Anwendungsgebiete und Eignung
iTind ist für Männer mit mäßigen bis schweren Symptomen des unteren Harntrakts infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung vorgesehen: schwacher Harnstrahl, verzögerter Beginn der Blasenentleerung, Restharngefühl, Harndrang, häufiges Wasserlassen und nächtliches Erwachen. Es eignet sich für Männer, bei denen Medikamente nicht gewirkt haben oder die keine Medikamente einnehmen möchten und die einen Eingriff mit Gewebeabtragung oder dauerhaften Implantaten vermeiden wollen. Das Verfahren wird in der Regel bei kleinen bis mittelgroßen Prostatae bis zu etwa 75 Millilitern eingesetzt, sofern kein ausgeprägter Mittellappen in die Blase ragt. Nicht geeignet ist es bei Prostatakrebs, Harnwegsinfektionen, Blasensteinen, einer unteraktiven Blase oder einer Harnröhrenstriktur. Vor der Behandlung umfasst die Diagnostik Symptomfragebögen, eine Harnstrahlmessung, Restharn-Ultraschall, eine Bestimmung des prostataspezifischen Antigens und eine Blasenspiegelung. Ihr Facharzt für Urologie erläutert Ihnen dabei den Stellenwert von iTind im Vergleich zu anderen minimal-invasiven Verfahren wie der Wasserdampftherapie oder dem Prostata-Urethra-Lift.
Vorteile und was Sie erwarten können
Der wesentliche Vorteil ist eine dauerhafte Weitung des Harnkanals, ohne dass Fremdkörper im Körper verbleiben oder Gewebe entfernt werden muss. Studien mit mehrjähriger Nachbeobachtung berichten bei sorgfältig ausgewählten Patienten über eine Besserung der Symptomwerte und der Harnflussrate, eine weitgehend erhaltene Ejakulationsfunktion sowie eine niedrige Rate an Folgeeingriffen. Sowohl das Einsetzen als auch das Entfernen nehmen wenig Zeit in Anspruch, und eine Vollnarkose ist in der Regel nicht erforderlich. Während das Instrument eingesetzt ist, können die meisten Männer ihren normalen Alltagsaktivitäten nachgehen, verspüren jedoch häufig Harndrang, häufiges Wasserlassen, Brennen beim Wasserlassen und mitunter leichte Blutspuren im Urin oder ein Druckgefühl; dies ist normal und klingt nach der Entfernung ab. Bei einigen wenigen Männern ist vorübergehend ein Katheter notwendig. Nach dem Entfernen bessern sich die Beschwerden in den folgenden Wochen meist weiter, während sich das Gewebe an die neue Form anpasst. Da die Prostata mit zunehmendem Alter weiter wachsen kann, kann zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Behandlung erforderlich werden; eine vorangegangene iTind-Behandlung schließt jedoch keine künftigen Optionen aus.
Häufig gestellte Fragen
Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.
Bleibt etwas in meinem Körper zurück?
Nein. Das Instrument wird nach fünf bis sieben Tagen entfernt und es verbleibt nichts im Körper, weder ein Implantat noch ein Stent oder Metallteile. Das ist der wesentliche Unterschied zu Verfahren, bei denen dauerhafte Implantate eingesetzt werden.
Ist das Tragen des Instruments unangenehm?
Die meisten Männer verspüren Harndrang, häufiges Wasserlassen und Brennen beim Wasserlassen, manchmal auch ein Druckgefühl im Becken oder leichte Blutspuren. Diese Beschwerden lassen sich in der Regel mit einfachen Schmerzmitteln gut kontrollieren und klingen ab, sobald das Instrument entfernt wird. Ihr Behandlungsteam erklärt Ihnen vorab, was zu erwarten ist und wann Sie sich melden sollten.
Wie wird das Instrument entfernt?
Im Rahmen eines kurzen ambulanten Termins, der wenige Minuten dauert. Ein kleiner Bergungskatheter wird mit einem Betäubungsgel durch die Harnröhre eingeführt, das Instrument darin zusammengefaltet und in einer einzigen Bewegung herausgezogen. Eine Betäubungsspritze oder Sedierung ist im Normalfall nicht erforderlich.
Beeinträchtigt der Eingriff meine Sexualfunktion?
Der Erhalt der Ejakulations- und Erektionsfunktion ist einer der Hauptgründe für die Wahl dieser Behandlung, und dies wird auch durch die veröffentlichten Studien belegt. Ihre Urologin oder Ihr Urologe bespricht Ihre individuelle Situation vor Ihrer Entscheidung mit Ihnen.
Wie unterscheidet sich iTind von der Wasserdampftherapie oder dem Prostata-Urethra-Lift?
Alle drei Verfahren sind minimal-invasiv und zielen darauf ab, die Sexualfunktion zu erhalten. Die Wasserdampftherapie verkleinert das Gewebe über mehrere Wochen, der Urethralift setzt dauerhafte Implantate ein, die die Prostataseitenlappen auseinanderhalten, und iTind formt den Kanal über wenige Tage um und wird danach wieder entfernt. Die Größe und Form der Prostata, insbesondere das Vorhandensein eines Mittellappens, sind ausschlaggebend für die Wahl der geeigneten Methode.
Könnte ich in Zukunft eine weitere Behandlung benötigen?
Die Prostata wächst mit zunehmendem Alter langsam weiter, sodass manche Männer nach einigen Jahren eine erneute Behandlung benötigen. Eine vorausgegangene iTind-Behandlung steht einer späteren Medikamentengabe, einem weiteren minimal-invasiven Eingriff oder einer konventionellen Operation nicht im Wege.
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