Kardiologie und Herzchirurgie

Kardiologie und Herzchirurgie

Kardiologie und Herzchirurgie ist an 27 Krankenhäusern in 10 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

27 Krankenhäuser versorgen Patienten in diesem Fachgebiet in 5 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 17 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Kardiologie und Herzchirurgie diagnostizieren, behandeln und verhüten Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße, von der koronaren Herzkrankheit und Herzschwäche bis hin zu Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen und Bluthochdruck. Die Kardiologie bildet den konservativen und interventionellen Zweig und nutzt Untersuchungen, Bildgebung sowie Eingriffe über feine Katheter, während die Herzchirurgie am Herzen und den großen Gefäßen operiert, wenn eine Operation das beste Ergebnis verspricht. Beide Fachbereiche arbeiten als eingespieltes Team zusammen, sodass jeder Patient einem einheitlichen Behandlungsplan folgt. Herzerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für gesundheitliche Einschränkungen, doch viele lassen sich verhindern, frühzeitig erkennen oder wirksam behandeln, weshalb eine zeitnahe, fachärztliche Versorgung entscheidend ist. Patienten reisen für diese Behandlung häufig ins Ausland, da dort erfahrene Herzteams, moderne Bildgebungsverfahren und Herzkatheterlabore sowie kürzere Wartezeiten für planbare Behandlungen zur Verfügung stehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Konservative Kardiologie und Herzchirurgie arbeiten in einem gemeinsamen Team, sodass ein einheitlicher Behandlungsplan von der medikamentösen Therapie über Kathetereingriffe bis hin zum Operationssaal reicht.
  • Die Versorgung folgt einem Stufenkonzept, da Medikamente, Lebensstiländerungen und regelmäßige Kontrollen oft bereits ausreichen, um den Herzrhythmus zu stabilisieren, Cholesterinwerte zu senken oder das geschwächte Herz zu entlasten.
  • Über einen feinen Katheter werden Herzkranzgefäße dargestellt und mittels Stent wieder eröffnet, während Herzrhythmusstörungen durch eine Ablation oder implantierte Systeme behoben werden.
  • Kathetereingriffe erfolgen im Wachzustand unter Sedierung und erfordern selten mehr als eine Übernachtung, während eine Operation am offenen Brustkorb eine Vollnarkose und etwa fünf bis sieben Tage Klinikaufenthalt verlangt.
  • Die Erstuntersuchung ist schmerzfrei sowie strahlungsfrei und umfasst ein EKG sowie eine Ultraschalluntersuchung der Herzkammern, Klappen und Pumpleistung, wobei weiterführende Schnittbilder nur bei Bedarf ergänzt werden.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Teilgebiete
Klinische Kardiologie, interventionelle Kardiologie, Elektrophysiologie, Herzinsuffizienz, kardiale Bildgebung, Herz- und Gefäßchirurgie
Häufige Eingriffe
Herzkatheteruntersuchung und Stentimplantation (Koronarangiographie), Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren, Katheterablation bei Rhythmusstörungen, Bypass-Operation am Herzen (koronare Bypass-OP), Herzklappenchirurgie
Häufige Gründe für eine Reise
Erfahrene Herzteams, moderne Katheter- und Bildgebungstechnologie, kürzere Wartezeiten bei planbaren Operationen
Typischer Klinikaufenthalt
Ambulant oder eine Nacht bei vielen Kathetereingriffen, etwa 5 bis 7 Nächte nach einer Operation am offenen Herzen
Narkoseform
Örtliche Betäubung mit Sedierung bei den meisten Kathetereingriffen, Vollnarkose bei Herzoperationen
Typischer erster Schritt
Ein Beratungsgespräch mit Elektrokardiogramm und Echokardiographie, bei Bedarf ergänzt durch weiterführende Bildgebung oder eine Herzkatheteruntersuchung

Überblick

Die Herz- und Gefäßmedizin folgt einem klaren, individuell abgestimmten Stufenplan. Viele Erkrankungen lassen sich durch Medikamente, Lebensstiländerungen und regelmäßige Kontrollen behandeln, was allein schon den Blutdruck regulieren, das Cholesterin senken, den Herzrhythmus stabilisieren oder die Belastung bei Herzinsuffizienz lindern kann. Wenn ein Herzkranzgefäß verengt ist oder eine Rhythmusstörung korrigiert werden muss, setzt die interventionelle Kardiologie feine Katheter über das Handgelenk oder die Leiste ein und vermeidet so eine offene Operation. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen wie mehreren blockierten Gefäßen oder einer geschädigten Herzklappe bietet die Herzchirurgie dauerhafte Korrekturen. Ein Herzteam aus Kardiologen, Chirurgen, Bildgebungsspezialisten und Anästhesisten berät komplexe Fälle gemeinsam, sodass die Behandlungsempfehlung das Gesamtbild und nicht nur einen Einzelbefund widerspiegelt. Das stetige Ziel besteht darin, den Herzmuskel zu schützen, eine zuverlässige Durchblutung wiederherzustellen und Ihre Mobilität und Gesundheit zu erhalten.

Krankheitsbilder und Schwerpunkte

Das Fachgebiet deckt ein breites Spektrum ab. Die koronare Herzkrankheit, das Entstehen von Engpässen in den Herzkranzgefäßen, kann zu Angina Pectoris oder einem Herzinfarkt führen und ist einer der häufigsten Behandlungsanlässe. Eine Herzinsuffizienz, bei der das Herz weniger effektiv pumpt, erfordert eine sorgfältige medikamentöse Einstellung und mitunter implantierbare Systeme. Rhythmusstörungen oder Arrhythmien wie Vorhofflimmern bilden den Schwerpunkt der Elektrophysiologie, die diese durch Ablation behandeln oder mittels Herzschrittmacher beziehungsweise Defibrillator regulieren kann. Herzklappenerkrankungen mit verengten oder undichten Klappen werden von Bildgebungsspezialisten und Chirurgen gemeinsam versorgt. Weitere Krankheitsbilder umfassen Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien), Bluthochdruck, Erkrankungen der Aorta und anderer großer Gefäße sowie angeborene Herzfehler, die vom Kindesalter bis ins Erwachsenenalter betreut werden. Unabhängig von der Diagnose wird jeder Behandlungsplan individuell auf Ihr Herz abgestimmt.

Typische Behandlungen und Verfahren

Das Behandlungsspektrum reicht von der medikamentösen Therapie bis hin zu großen operativen Eingriffen. Die interventionelle Kardiologie führt Koronarangiographien zur Gefäßdarstellung durch und nutzt Ballondilatationen sowie Stents zur Wiedereröffnung verengter Gefäße, ebenso wie kathetergestützte Klappeneingriffe und den Verschluss von Defekten der Herztrennwände. Die Elektrophysiologie implantiert Schrittmacher sowie Defibrillatoren und setzt Ablationen zur Behandlung von zu schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag ein. Wenn eine Operation die bessere Wahl darstellt, führt die Herzchirurgie Bypass-Operationen zur Überbrückung von Engpässen durch, operiert Herzklappen oder behandelt die Aorta, zunehmend auch über kleinere, minimal-invasive Zugänge. Die unverzichtbare Grundlage jeder Therapie bilden stets die medikamentöse Einstellung und die Kontrolle von Risikofaktoren, die das Ergebnis von Eingriffen sichern und das Fortschreiten der Grunderkrankung verlangsamen. Jeder Plan wird individuell gewählt, wobei häufig mehrere Behandlungsschritte in einem abgestimmten Gesamtkonzept kombiniert werden.

Diagnostik und Technologie

Eine präzise Diagnose basiert auf einer Reihe aufeinander aufbauender Untersuchungen, von denen die meisten schmerzfrei und frei von Strahlenbelastung sind. Das Elektrokardiogramm zeichnet die elektrische Herzaktivität auf, während die Echokardiographie mittels Ultraschall Herzkammern, Klappen und die Pumpfunktion in Echtzeit abbildet, was selbst in der Schwangerschaft und bei Neugeborenen vollkommen sicher ist. Ein Belastungs-EKG auf dem Laufband sowie die Stressechokardiographie machen Probleme sichtbar, die nur unter körperlicher Anstrengung auftreten, während tragbare Langzeit-EKG- und Blutdruckmessgeräte Veränderungen im Alltag erfassen. Zur Beurteilung der Herzkranzgefäße ermöglicht die koronare CT-Angiographie eine katheterfreie Darstellung während eines einzigen Atemzugs, während das Herz-MRT den Herzmuskel detailliert darstellt. Wenn weitergehende Informationen erforderlich sind, misst eine Herzkatheteruntersuchung die Druckwerte und visualisiert die Herzkranzgefäße direkt. Zusammen liefern diese Verfahren ein vollständiges Bild, sodass Behandlungen zielgerichtet und angemessen statt auf Verdacht durchgeführt werden.

Was Sie als internationaler Patient erwartet

Für anreisende Patienten beginnt der Prozess meist mit einer Vorabprüfung vorhandener Arztbriefe, Bildaufnahmen und eines Elektrokardiogramms, gefolgt von einer persönlichen Untersuchung und eventuellen Bestätigungstests nach der Ankunft. Die Planung umfasst das empfohlene Verfahren, den erwarteten Nutzen, bestehende Risiken und einen klaren zeitlichen Ablauf. Ein Kathetereingriff wie eine Stentimplantation erfolgt oft ambulant oder mit einer einzigen Übernachtung bei kurzer Erholungszeit, während eine Operation am offenen Herzen meist mehrere Tage im Krankenhaus erfordert, einschließlich einer Phase engmaschiger Überwachung, und eine längere Genesungszeit vor der Abreise verlangt. Die meisten Patienten planen nach einer Operation einen Aufenthalt von ein bis zwei Wochen am Zielort ein, damit Wundheilung, Herzrhythmus und Medikation vor dem Rückflug überprüft werden können. Dolmetscherdienste und Betreuung für internationale Patienten sind weitgehend verfügbar, und Ihr Behandlungsteam stellt schriftliche Anweisungen aus und organisiert die telemedizinische Nachsorge nach Ihrer Heimkehr.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Was behandelt die Kardiologie?

Sie diagnostiziert und behandelt Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße, darunter die koronare Herzkrankheit und Herzinfarkte, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelerkrankungen, Bluthochdruck und angeborene Herzfehler. Die Versorgung reicht von Medikamenten und Lebensstiländerungen bis hin zu Kathetereingriffen und bei Bedarf herzchirurgischen Operationen.

Wann sollte ich einen Kardiologen aufsuchen?

Holen Sie ärztlichen Rat ein bei Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust, Atemnot, Herzrasen oder Herzstolpern, Schwindel oder Ohnmachtsanfällen sowie bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten, Diabetes, Rauchen oder familiärer Vorbelastung mit Herzerkrankungen. Viele Herzleiden entwickeln sich unbemerkt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung Probleme aufdecken kann, bevor sie schwerwiegend werden. Plötzliche, starke Brustschmerzen müssen als Notfall behandelt werden.

Benötige ich eine Operation am offenen Herzen oder reicht ein Kathetereingriff?

Das hängt von der genauen Diagnose ab. Viele Gefäßverengungen, Rhythmusprobleme und sogar manche Klappenerkrankungen werden heute über einen feinen Katheter ohne offene Operation behandelt, was einen kürzeren Aufenthalt und eine schnellere Genesung bedeutet. Bei fortgeschrittener Erkrankung, etwa mehreren verschlossenen Gefäßen oder einer stark geschädigten Herzklappe, bringt eine Operation ein dauerhafteres Ergebnis. Das Herzteam erklärt Ihnen, welche Option für Ihr Herz geeignet ist und aus welchen Gründen.

Wird der Eingriff in Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung durchgeführt?

Die meisten Kathetereingriffe, einschließlich Herzkatheteruntersuchungen und Stentimplantationen, werden unter örtlicher Betäubung mit einer leichten Sedierung durchgeführt, sodass Sie entspannt, aber nicht vollkommen betäubt sind und sich rasch erholen. Herzoperationen finden unter Vollnarkose statt. Das Anästhesieteam prüft Ihren Gesundheitszustand im Vorfeld und wählt das sicherste Verfahren für Ihren Eingriff aus.

Wie viele Tage Aufenthalt sollte ich im Ausland einplanen?

Für eine diagnostische Katheteruntersuchung oder Stentimplantation genügen oft wenige Tage, häufig als ambulanter Eingriff oder mit einer Übernachtung und kurzer Erholungsphase. Nach einer Operation am offenen Herzen planen die meisten Patienten etwa ein bis zwei Wochen am Zielort ein, um sicherzustellen, dass Wundheilung, Herzrhythmus und Medikamenteneinstellung vor dem Rückflug stabil sind.

Wann kann ich nach einer Herzoperation nach Hause fliegen?

Nach einem unkomplizierten Kathetereingriff können viele Patienten bereits nach wenigen Tagen fliegen, sobald die Einstichstelle verheilt ist. Nach einer Operation am offenen Herzen wird der Rückflug meist erst nach etwa zwei Wochen empfohlen, wenn die Operationswunde gut heilt und der Herzrhythmus stabil ist, da dies das Risiko für Schwellungen und Thrombosen senkt. Ihr Behandlungsteam erteilt eine individuelle Freigabe, bevor Sie Ihr Rückflugticket buchen.

Ist eine Reise ins Ausland zur Herzbehandlung sicher?

Ja, wenn die Behandlung durch ein erfahrenes Herzteam in einem akkreditierten Krankenhaus mit moderner Bildgebung, Herzkatheterlabor und Intensivstation erfolgt. Entscheidend für einen sicheren Ablauf sind die vollständige Übermittlung Ihrer Krankengeschichte vorab, eine ausreichende Erholungszeit vor dem Flug sowie die genaue Einhaltung des Medikamenten- und Nachsorgeplans. Dolmetscher und Patientenbetreuer tragen dazu bei, dass keine sprachlichen Missverständnisse entstehen.

Wie funktioniert die Nachsorge nach meiner Rückkehr nach Hause?

Ihr Behandlungsteam stellt Ihnen einen schriftlichen Plan für Medikamente, körperliche Aktivität und Warnzeichen aus und organisiert die Fernbetreuung per Nachricht oder Videosprechstunde. Routinekontrollen wie Blutuntersuchungen, ein Elektrokardiogramm oder eine Echokardiographie können in der Regel durch einen Arzt an Ihrem Wohnort durchgeführt und an das Team übermittelt werden, das bei Fragen während Ihrer Genesung erreichbar bleibt.

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