Kardiologie und Herzchirurgie

Kardiologie und Herzchirurgie

Tiflis

Kardiologie und Herzchirurgie in Tiflis wird an 3 Krankenhäusern im Voumed-Netzwerk angeboten, mit 3 verwandten Behandlungen.

Kardiologie und Herzchirurgie diagnostizieren, behandeln und verhüten Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße, von der koronaren Herzkrankheit und Herzschwäche bis hin zu Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen und Bluthochdruck. Die Kardiologie bildet den konservativen und interventionellen Zweig und nutzt Untersuchungen, Bildgebung sowie Eingriffe über feine Katheter, während die Herzchirurgie am Herzen und den großen Gefäßen operiert, wenn eine Operation das beste Ergebnis verspricht. Beide Fachbereiche arbeiten als eingespieltes Team zusammen, sodass jeder Patient einem einheitlichen Behandlungsplan folgt. Herzerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für gesundheitliche Einschränkungen, doch viele lassen sich verhindern, frühzeitig erkennen oder wirksam behandeln, weshalb eine zeitnahe, fachärztliche Versorgung entscheidend ist. Patienten reisen für diese Behandlung häufig ins Ausland, da dort erfahrene Herzteams, moderne Bildgebungsverfahren und Herzkatheterlabore sowie kürzere Wartezeiten für planbare Behandlungen zur Verfügung stehen.

Auf einen Blick

Teilgebiete
Klinische Kardiologie, interventionelle Kardiologie, Elektrophysiologie, Herzinsuffizienz, kardiale Bildgebung, Herz- und Gefäßchirurgie
Häufige Eingriffe
Herzkatheteruntersuchung und Stentimplantation (Koronarangiographie), Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren, Katheterablation bei Rhythmusstörungen, Bypass-Operation am Herzen (koronare Bypass-OP), Herzklappenchirurgie
Häufige Gründe für eine Reise
Erfahrene Herzteams, moderne Katheter- und Bildgebungstechnologie, kürzere Wartezeiten bei planbaren Operationen
Typischer Klinikaufenthalt
Ambulant oder eine Nacht bei vielen Kathetereingriffen, etwa 5 bis 7 Nächte nach einer Operation am offenen Herzen
Narkoseform
Örtliche Betäubung mit Sedierung bei den meisten Kathetereingriffen, Vollnarkose bei Herzoperationen
Typischer erster Schritt
Ein Beratungsgespräch mit Elektrokardiogramm und Echokardiographie, bei Bedarf ergänzt durch weiterführende Bildgebung oder eine Herzkatheteruntersuchung
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Verfügbar in diesen Krankenhäusern

Behandlungen

Technologien und Ausstattung

Digitale Subtraktionsangiographie (DSA)

Die digitale Subtraktionsangiographie (DSA) ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das die Blutgefäße im gesamten Körper detailgenau darstellt. Ein dünner Katheter leitet ein Kontrastmittel in die Arterien, und eine spezielle Computerverarbeitung blendet das umgebende Knochen- und Weichteilgewebe aus, sodass sich ausschließlich die Gefäße scharf abzeichnen. Sie wird eingesetzt, um Gefäßprobleme wie Verengungen, Aneurysmen, Fehlbildungen und abnormale Gefäßverbindungen im Gehirn, Bauchraum, in der Haut und in den Gliedmaßen zu erkennen. Die DSA dient zudem als Grundlage für viele minimal-invasive Behandlungen: Fachärztinnen und Fachärzte können ein Gefäßproblem über eine winzige Eintrittsstelle in derselben Sitzung aufspüren und behandeln, ohne dass eine offene Operation erforderlich ist.

Photon-Counting-CT

Die Photon-Counting-CT ist ein Computertomographie-Verfahren der nächsten Generation mit einer neuartigen Detektortechnologie. Während herkömmliche CT-Detektoren die eintreffende Röntgenenergie lediglich als Gesamtsumme messen, zählt ein Photon-Counting-Scanner jedes einzelne Röntgenphoton und bestimmt dessen Energie. Diese präzisere Datenerfassung liefert spürbar schärfere Bilder mit höherem Kontrast, sodass sich kleinste Strukturen, feine Blutgefäße und Krankheitsveränderungen im Frühstadium detailreicher darstellen lassen, und das bei gleichzeitig niedriger Strahlendosis. Wie jede CT nutzt auch diese Methode Röntgenstrahlung, ist jedoch darauf ausgelegt, jedes einzelne Photon optimal zu verwerten, was zu besseren Bildern bei geringerer Dosis führen kann.

Hybrid-OP (Hybridoperationssaal)

Ein Hybrid-OP (Hybridoperationssaal) ist ein chirurgischer Saal, der einen voll ausgestatteten Operationssaal mit moderner, fest integrierter Bildgebung im selben Raum vereint. Anstatt auf mobile Geräte angewiesen zu sein oder die Patienten in einen separaten Untersuchungsraum verlegen zu müssen, steht dem Behandlungsteam ein fest installiertes, hochauflösendes Bildgebungssystem wie ein robotischer Angiographiearm, ein Computertomograph (CT) oder ein MRT direkt am Operationstisch zur Verfügung. Dadurch können Chirurginnen und Chirurgen während des Eingriffs detaillierte Live-Bilder des Körpers einsehen und offene chirurgische Schnitte mit minimalinvasiven, kathetergestützten Techniken in einer einzigen Sitzung kombinieren. Für Patientinnen und Patienten kann dies einen weniger invasiven Eingriff, die sofortige Kontrolle des Operationsergebnisses, weniger Umlagerungen zwischen verschiedenen Räumen und bei komplexen oder risikoreichen Fällen oft eine sicherere Behandlungsoption bedeuten.

da-Vinci-Roboterchirurgie

Die da-Vinci-Roboterchirurgie ermöglicht es chirurgischen Fachkräften, komplexe Eingriffe über wenige kleine Schlüssellochschnitte anstelle eines großen Schnitts durchzuführen. An einer nahestehenden Konsole sitzend steuert der Operateur winzige, abwinkelbare Instrumente sowie eine vergrößernde, hochauflösende 3D-Kamera, während die Roboterarme jede Handbewegung in präzise, ruhige Bewegungen im Körperinneren übersetzen. Das System handelt zu keinem Zeitpunkt eigenständig: Die chirurgische Fachkraft behält stets die vollständige Kontrolle. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dieser minimalinvasive Ansatz häufig weniger Schmerzen, kleinere Narben, einen geringeren Blutverlust und eine schnellere Rückkehr in den gewohnten Alltag.

Herz-MRT

Ein Herz-MRT ist eine nicht-invasive bildgebende Untersuchungsmethode, die außergewöhnlich detaillierte Bilder des Herzens und der angrenzenden großen Blutgefäße erzeugt. Sie nutzt ein starkes Magnetfeld und Radiowellen anstelle von Röntgenstrahlen, sodass keine ionisierende Strahlung entsteht. Anders als viele andere kardiologische Verfahren zeigt sie nicht nur die Form und Bewegung des Herzens, sondern auch den Zustand des Herzmuskels selbst bis auf Gewebeebene. Dies macht die Untersuchung zu einem wirkungsvollen Instrument für die Diagnostik sowie Behandlungsplanung verschiedenster Herzkrankheiten und zeigt genau auf, bei welchen Beschwerden ein Herz-MRT wann sinnvoll ist.

Koronare CT-Angiographie

Die koronare CT-Angiographie, manchmal auch als virtuelle Angiographie bezeichnet, ist ein computertomographisches Verfahren, das ohne einen Katheter detaillierte Aufnahmen des Herzens und seiner Herzkranzgefäße erstellt. Während bei einer herkömmlichen Angiographie ein dünner Schlauch in die Arterien eingeführt werden muss, erfolgt diese Untersuchung von außen mit einem schnellen CT-Scanner und einem über eine Vene verabreichten Kontrastmittel. Sie stellt Kalk- und Plaqueablagerungen in den Gefäßwänden sowie dadurch verursachte Verengungen deutlich dar. Wie jede CT-Untersuchung nutzt sie Röntgenstrahlen, wobei spezielle Verfahren die Strahlendosis gering halten.

512-Zeilen-CT

Ein 512-Zeilen-CT ist ein sehr schneller, detailreicher Computertomograph, der bei jeder Rotation eine grosse Anzahl dünner Bildschichten erfasst. Durch die schnelle Erfassung so vieler Informationen kann das Gerät in einem einzigen kurzen Atemzug detaillierte dreidimensionale Bilder des Körpers erstellen. Diese Geschwindigkeit ist besonders wertvoll für die Darstellung sich bewegender Organe wie des Herzens, da ein schneller Scan Bewegungen einfriert und gestochen scharfe Bilder liefert. Wie jedes CT nutzt es Röntgenstrahlung, moderne Geräte dieser Art sind jedoch so konstruiert, dass sie die Strahlendosis so gering wie möglich halten.

Dual-Energy-CT

Die Dual-Energy-CT ist eine fortschrittliche Form der Computertomographie, die den Körper zeitgleich mit zwei unterschiedlichen Röntgenenergiestufen abtastet. Eine Standard-CT nutzt eine einzelne Energie und zeigt vor allem die Form und Dichte von Geweben. Durch den Vergleich, wie sich Strukturen bei zwei Energien verhalten, kann die Dual-Energy-CT verschiedene Materialien jedoch weitaus präziser voneinander unterscheiden. Diese zusätzliche Information hilft ärztlichen Fachkräften, Befunde genauer zu charakterisieren, etwa indem sie Gewebearten oder Ablagerungen voneinander abgrenzen. Dies lässt sich häufig mit weniger Kontrastmittel und einer geringeren Strahlendosis erreichen. Wie jede CT nutzt sie Röntgenstrahlung, setzt jedoch Verfahren ein, die die Strahlenbelastung gering halten.

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