Pneumologie

Pneumologie

Pneumologie ist an 25 Krankenhäusern in 10 Städten im Voumed-Netzwerk verfügbar.

25 Krankenhäuser versorgen Patienten in diesem Fachgebiet in 5 Ländern über das Voumed-Netzwerk; 15 davon sind JCI-akkreditiert.

So verifiziert Voumed die Leistungsdaten der Krankenhäuser

Die Pneumologie, auch als Lungenheilkunde bezeichnet, befasst sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen des Atmungssystems, von der Lunge und den Atemwegen bis hin zu Brustfell und Brustwand. Sie behandelt ein breites Spektrum an Krankheitsbildern, von Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung bis hin zu Infektionen, Schlafapnoe, vernarbenden Lungenerkrankungen und der Diagnostik von Lungenkrebs, meist ohne offenen chirurgischen Eingriff. Patientinnen und Patienten reisen für diese Versorgung an, um erfahrene Teams, moderne Lungenfunktionstests, interventionelle Bronchoskopie und Schlaflaboruntersuchungen in Anspruch zu nehmen, die ein Problem rasch und präzise eingrenzen können. Da Atemprobleme das Energieniveau, den Schlaf und den Alltag so unmittelbar beeinflussen, macht eine frühe und genaue Diagnose oft einen großen Unterschied für das persönliche Wohlbefinden. Das Ziel besteht darin, jeder Patientin und jedem Patienten das Atmen zu erleichtern und chronische Lungenerkrankungen langfristig stabil zu halten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nahezu die gesamte Diagnostik und Behandlung erfolgt ohne Eröffnung des Brustkorbs: Eine Kamera in den Atemwegen, Lungenfunktionsmessungen und bildgebende Verfahren sichern den Befund.
  • Der Rauchstopp gilt als vollwertige Therapiemaßnahme und steht gleichberechtigt neben der Inhalationstherapie, anstatt lediglich als Ratschlag eingestuft zu werden.
  • Ultraschall von der Innenseite der Atemwege steuert eine Nadel in die Lymphknoten, sodass das Stadium eines Lungenkrebses ohne Operation präzise bestimmt werden kann.
  • Eine nächtliche Aufzeichnung von Atmung, Sauerstoff und Schlaf sichert die Diagnose einer Apnoe und bestimmt deren Schweregrad, woraufhin ein Beatmungsgerät angepasst wird.
  • Lungenfunktionstests, bildgebende Untersuchungen und Allergietests erfordern keine Erholungszeit, sodass für die gesamte Abklärung meist wenige ambulante Tage ausreichen.
Auf dieser Seite

Auf einen Blick

Schwerpunkte
Atemwegserkrankungen (Asthma und COPD), interstitielle Lungenerkrankungen, schlafbezogene Atmungsstörungen, thorakale Onkologie, interventionelle Bronchoskopie, Pleuraerkrankungen
Häufige Untersuchungen und Verfahren
Lungenfunktionstests, bildgebende Thoraxdiagnostik, Bronchoskopie und endobronchialer Ultraschall (EBUS), Schlaflaboruntersuchung, Allergietestung, Pleuradrainage
Häufige Gründe für eine Anreise
Erfahrene pneumologische Teams, moderne Lungenfunktions- und Bildgebungsverfahren, interventionelle Bronchoskopie sowie Schlafuntersuchungen unter einem Dach
Typischer Ablauf oder Aufenthalt
Meist ambulant über wenige Tage, eine Übernachtung für eine Schlaflaboruntersuchung oder ein kurzer stationärer Aufenthalt bei einer Bronchoskopie mit Biopsie
Sedierung
Keine bei den meisten Lungenfunktionstests, leichte Sedierung bei einer Bronchoskopie, Übernachtung bei einer Schlaflaboruntersuchung
Typischer erster Schritt
Ein Beratungsgespräch mit Lungenfunktionstests und einer Schnittbilduntersuchung des Thorax, gefolgt von einem gezielten Plan zur Diagnosesicherung und Therapieeinleitung

Überblick

Die Pneumologie ist das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik, Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen des Atmungssystems befasst, einschließlich der Lunge, Luftröhre, Bronchien, des Brustfells, Mediastinums und der Brustwand. Die zuständigen Fachärzte sind Pneumologen bzw. Lungenfachärzte. Das Atmungssystem nimmt mit jedem Atemzug Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab; bei Störungen betreffen die Auswirkungen den gesamten Körper und reichen von Atemnot und Husten bis hin zu Schlafstörungen und Energiemangel. Das Fachgebiet umfasst sowohl sehr häufige Krankheitsbilder wie Asthma und Atemwegsinfektionen als auch komplexere Leiden wie vernarbende Lungenerkrankungen und Lungenkrebs und behandelt diese ambulant wie stationär. Eine besondere Stärke der modernen Pneumologie ist die interventionelle Bronchoskopie, die es ermöglicht, das Innere der Atemwege zu beurteilen und präzise Gewebeproben ohne Operation zu entnehmen. Auch die Prävention ist fester Bestandteil der Versorgung, wobei die Unterstützung beim Rauchstopp ein zentrales und wirksames Angebot darstellt.

Krankheitsbilder und Schwerpunkte

Die in einer pneumologischen Praxis oder Klinik behandelten Erkrankungen umfassen das gesamte Atmungssystem. Erkrankungen der Atemwege bilden die größte Gruppe: Asthma und allergische Atemwegserkrankungen, bei denen Verengungen und Entzündungen zu pfeifenden Atemgeräuschen und Atemnot führen, sowie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die meist auf eine langfristige Rauchexposition zurückgeht und die chronische Bronchitis sowie das Lungenemphysem umfasst. Lungeninfektionen wie Lungenentzündung, Bronchitis und Tuberkulose werden diagnostiziert und behandelt. Interstitielle Lungenerkrankungen wie Lungenfibrose und Sarkoidose sind vernarbende Prozesse, die eine frühzeitige Erkennung und sorgfältige langfristige Betreuung erfordern. Die thorakale Onkologie deckt die Diagnostik und Stadieneinteilung von Lungenkrebs ab. Schlafbezogene Atmungsstörungen (Schlafmedizin), insbesondere die obstruktive Schlafapnoe, stellen einen weiteren Schwerpunkt dar, ebenso wie Erkrankungen des Rippenfells mit Pleuraergüssen oder Pneumothorax sowie pulmonale Gefäßerkrankungen, einschließlich der Lungenembolie, bei der ein Blutgerinnsel die Lungengefäße verlegt.

Häufige Behandlungen und Verfahren

Die Behandlung wird individuell auf das jeweilige Krankheitsbild abgestimmt und erfolgt überwiegend medikamentös. Asthma und COPD werden durch das Erkennen und Vermeiden von Auslösern, Allergietests bei entsprechendem Nutzen und die Auswahl einer passenden Inhalationstherapie kontrolliert, ergänzt durch pneumologische Rehabilitation und bei fortgeschrittener COPD durch eine Sauerstoff-Langzeittherapie zur Linderung der Symptome und zum Erhalt der Lebensqualität. Infektionen werden mit gezielten Antibiotika, Virostatika oder Tuberkulostatika behandelt, während vernarbende Lungenerkrankungen entzündungshemmende oder antifibrotische Therapien unter engmaschiger Überwachung erfordern. Die obstruktive Schlafapnoe wird mit Überdruckbeatmungsgeräten wie CPAP oder BiPAP behandelt, die der Pneumologe nach einer Schlafuntersuchung einstellt und kontrolliert. Bei Lungenkrebs wird die Diagnose bronchoskopisch und bioptisch gesichert und die Behandlung gemeinsam mit den Fachbereichen Onkologie und Thoraxchirurgie geplant. Erkrankungen des Rippenfells werden mittels Drainage und weiterer minimal-invasiver Verfahren versorgt. Begleitend wird der Rauchstopp aktiv gefördert, da er zu den wirksamsten therapeutischen Maßnahmen des gesamten Fachgebiets zählt.

Diagnostik und Technologie

Die Diagnostik in der Pneumologie kombiniert Funktionsprüfungen, Bildgebung und direkte Probengewinnung aus den Atemwegen. Lungenfunktionstests messen, wie viel Luft die Lunge bewegen kann und wie frei sie strömt; sie decken Verengungen bei Asthma und COPD auf und verfolgen die Einschränkung bei vernarbenden Erkrankungen im Verlauf. Die bildgebende Thoraxdiagnostik reicht vom einfachen Röntgenbild bis zur hochauflösenden Computertomographie (HR-CT) und stellt die Lungenstruktur, Infektionen, Rundherde sowie das Muster interstitieller Erkrankungen dar. Bei einer Bronchoskopie wird eine dünne Kamera in die Atemwege eingeführt, um diese zu untersuchen und Proben zu entnehmen; der endobronchiale Ultraschall (EBUS) ermöglicht gezielte Biopsien von Lymphknoten und Gewebe um die Atemwege, was für eine exakte stadiengerechte Einordnung von Lungenkrebs ohne chirurgischen Eingriff entscheidend ist. Eine Schlaflaboruntersuchung (Polysomnographie) zeichnet Atmung, Sauerstoffsättigung und Schlaf über Nacht auf, um eine Schlafapnoe nachzuweisen und deren Schweregrad zu bestimmen. Ergänzt werden diese Methoden durch Blutuntersuchungen, Allergietests und histologische Analysen entnommener Biopsien, um Atemprobleme exakt zu benennen und objektiv zu überwachen.

Was internationale Patientinnen und Patienten erwartet

Für anreisende Patientinnen und Patienten beginnt die Betreuung meist mit einer Vorabprüfung von Symptomen, aktuellen Inhalatoren oder sonstigen Medikamenten sowie früheren Vorbefunden und Bilddaten, damit die passenden Untersuchungen für die Ankunft vorbereitet werden können. Ein Großteil der Abklärung erfolgt ambulant: Lungenfunktionstests, Bildgebung und Allergietests erfordern keine Erholungszeit und lassen sich oft in einem kurzen Aufenthalt zusammenfassen. Eine Schlafuntersuchung erfordert eine Übernachtung im Schlaflabor oder mit mobilen Geräten, wobei die Ergebnisse am Folgetag besprochen werden. Eine Bronchoskopie wird unter leichter Sedierung meist ambulant durchgeführt und schließt eine mehrstündige Überwachung vor der Entlassung ein, bei einer Biopsie mit etwas längerer Beobachtungszeit. Da viele Lungenerkrankungen chronisch sind, ist ein klarer schriftlicher Behandlungsplan ein wesentlicher Bestandteil, einschließlich Inhalationstechnik, Medikation und Kontrollterminen zur Weiterführung durch die heimatlichen Behandler. Dolmetscherdienste und internationale Patientenservices unterstützen bei Terminen, Aufklärungsgesprächen und Anweisungen, während die telemedizinische Nachsorge den Kontakt zum Behandlungsteam für ausstehende Befunde aufrechterhält.

Häufig gestellte Fragen

Diese Antworten sind allgemeine Hinweise und können je nach Anbieter abweichen. Klären Sie die Einzelheiten mit dem Krankenhaus Ihrer Wahl.

Was behandelt ein Facharzt für Pneumologie?

Erkrankungen des Atmungssystems einschließlich Lunge, Atemwegen und Rippenfell, wie Asthma und COPD, Lungenentzündungen, Tuberkulose und andere Infektionen, interstitielle Lungenerkrankungen und Lungenfibrose, Sarkoidose, Schlafapnoe, Lungenembolien sowie die Diagnostik von Lungenkrebs.

Was ist COPD und wie wird sie behandelt?

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist eine fortschreitende Verengung der Atemwege, die meist durch langjährigen Tabakkonsum verursacht wird. Sie wird mit Inhalationstherapie, pneumologischer Rehabilitation und bei Bedarf Sauerstoff-Langzeittherapie sowie intensiver Unterstützung beim Rauchstopp behandelt, um Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Wie wird Asthma behandelt?

Die Kontrolle stützt sich auf drei Säulen: das Erkennen und Vermeiden individueller Auslöser, gezielte Allergietests und die Abstimmung eines passenden Inhalationsschemas. Ziel sind weniger Asthmaanfälle und eine dauerhaft stabile Atmung; bei den meisten Patientinnen und Patienten stellt sich eine gute Krankheitskontrolle ein, sobald der passende Inhalator gefunden ist und korrekt angewendet wird.

Ist eine Bronchoskopie schmerzhaft und schläft man dabei?

Eine Bronchoskopie wird üblicherweise unter leichter Sedierung durchgeführt, sodass Sie entspannt sind und keine Schmerzen verspüren, während der Rachen zuvor örtlich betäubt wird. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant mit wenigen Stunden Nachbeobachtung, und die meisten Patientinnen und Patienten können noch am selben Tag nach Hause gehen; bei einer Gewebeentnahme dauert die Überwachung etwas länger.

Was ist eine Schlaflaboruntersuchung und muss ich über Nacht bleiben?

Über eine gesamte Nacht hinweg zeichnet die Untersuchung Ihre Atmung, die Sauerstoffwerte und den Schlafverlauf auf, wodurch eine Schlafapnoe festgestellt und ihr Schweregrad bestimmt wird. Dies erfordert in der Regel eine Übernachtung in einem entsprechend ausgestatteten Zimmer, wenngleich mitunter auch tragbare Geräte eingesetzt werden; am Folgetag werden die Ergebnisse gemeinsam mit Ihnen besprochen und ein Behandlungsplan festgelegt.

Wie viele Tage Aufenthalt sollte man einplanen?

Oft genügen wenige Tage. Lungenfunktionstests, Bildgebung und Allergietests erfolgen ambulant ohne Erholungszeit. Hinzu kommt eine Übernachtung bei einer Schlaflaboruntersuchung sowie ein Tag für eine Bronchoskopie. Eine komplexere Abklärung, wie das vollständige Staging einer Lungenveränderung, kann etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Gibt es Dolmetscher oder sprachliche Unterstützung?

Ja. Die Betreuung internationaler Patientinnen und Patienten umfasst in der Regel Dolmetscher und Koordinatoren, die bei Terminen, Aufklärungen, Vorbereitungshinweisen und alltäglichen Fragen helfen, einschließlich der korrekten Einweisung in neue Inhalatoren oder Beatmungsgeräte, damit die Sprache kein Hindernis für eine sichere Versorgung darstellt.

Wie erfolgt die Nachsorge nach der Heimreise, insbesondere bei Asthma oder COPD?

Sie erhalten einen schriftlichen Behandlungsplan mit Ihren Medikamenten, Hinweisen zur Inhalationstechnik, Maßnahmen bei einer Verschlechterung und einem Nachsorgeplan sowie Kopien aller Befunde. Routinekontrollen und wiederholte Lungenfunktionstests können meist wohnortnah durch eine Ärztin oder einen Arzt durchgeführt werden, während das Behandlungsteam per Nachricht oder Videosprechstunde für spätere Therapieanpassungen erreichbar bleibt.

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