
Neurologie und Neurochirurgie
Gurugram
Neurologie und Neurochirurgie in Gurugram wird an 2 Krankenhäusern im Voumed-Netzwerk angeboten, mit 3 verwandten Behandlungen.
Neurologie und Neurochirurgie sind die medizinischen und operativen Fachgebiete, die sich mit dem Gehirn, dem Rückenmark, den Nerven und den Muskeln befassen. Der Unterschied zwischen Neurologie und Neurochirurgie liegt im Behandlungsweg: Die Neurologie konzentriert sich auf die Diagnostik und die nicht-operative Behandlung von Erkrankungen wie Schlaganfall, Epilepsie, Migräne, Multipler Sklerose, Parkinson und Demenz, während die Neurochirurgie Operationen an Gehirn und Wirbelsäule durchführt, wenn ein chirurgischer Eingriff der bessere Weg ist. Gemeinsam decken beide Bereiche das gesamte Spektrum ab, vom plötzlichen Schlaganfall über langsam wachsende Hirntumoren bis hin zu verschlissenen Bandscheiben, die auf einen Nerv drücken. Patienten reisen für diese Versorgung oft ins Ausland, da komplexe Eingriffe an Gehirn und Wirbelsäule auf erfahrene Teams, moderne Bildgebung und zeitgemäße OP-Technik angewiesen sind und eine schnelle, koordinierte Abklärung das Behandlungsergebnis entscheidend beeinflussen kann.
Auf einen Blick
- Subspezialisierungen
- Zerebrovaskuläre Neurologie und Schlaganfallversorgung, Epilepsie, Bewegungsstörungen, Neuroonkologie, spinale Neurochirurgie, funktionelle Neurochirurgie, neuromuskuläre Erkrankungen
- Häufige Eingriffe
- Hirntumorchirurgie, Wirbelsäulen- und Bandscheibenoperationen, tiefe Hirnstimulation (THS), Epilepsiechirurgie, Behandlung von Aneurysmen und Gefäßen, Thrombektomie bei Schlaganfall
- Häufige Reisegründe
- Erfahrene chirurgische Teams, fortschrittliche Bildgebungs- und Navigationstechnik, schnelle Diagnosestellung und ein fächerübergreifender Behandlungsplan
- Typischer Klinikaufenthalt
- Ambulant oder 1 bis 2 Nächte bei kleineren Eingriffen, mehrere Tage bis etwa eine Woche bei größeren Operationen an Gehirn oder Wirbelsäule
- Narkoseform
- Vollnarkose bei den meisten Operationen, wobei ausgewählte funktionelle und Wach-Eingriffe gezielt unter Sedierung und Lokalanästhesie erfolgen
- Typischer erster Schritt
- Eine neurologische Konsultation mit Auswertung der Bildgebung, damit die Ursache vor jeder Behandlungsplanung genau verstanden wird
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Behandlungen
Technologien und Ausstattung
Robotischer Chirurgieassistent ROSA
Der Robotische Chirurgieassistent ROSA wird bei Kniegelenkersatz und Gehirnoperationen eingesetzt, um anspruchsvolle Eingriffe mit sehr hoher Genauigkeit zu planen und durchzuführen. Er kommt in zwei Hauptbereichen zur Anwendung: beim Gelenkersatz, wo er die Knochenpräparation und die Positionierung des Implantats leitet, und in der Gehirnchirurgie, wo er dabei hilft, präzise Zielpunkte tief im Gehirn zu erreichen. In beiden Bereichen wandelt das System die individuellen Schichtaufnahmen der Patientinnen und Patienten in ein detailliertes dreidimensionales Modell um, woraufhin ein ruhiger Roboterarm dem vom Operateur festgelegten Plan folgt. Die chirurgische Fachkraft behält dabei jederzeit die volle Kontrolle; ROSA erhöht die Präzision und Stabilität, anstatt eigenständig zu handeln.
Gamma Knife
Gamma Knife ist eine Form der stereotaktischen Radiochirurgie, ein hochpräzises Verfahren zur Behandlung von Zielstrukturen tief im Inneren des Kopfes ohne Schnitt, Eröffnung oder Vollnarkose. Trotz des Namens handelt es sich nicht um ein Messer und es findet keine Operation im herkömmlichen Sinne statt. Stattdessen werden hunderte fein gebündelter Gammastrahlungsbündel aus vielen Winkeln so ausgerichtet, dass sie alle an einem einzigen Punkt zusammentreffen. Jeder einzelne Strahl ist zu schwach, um das durchquerte Gewebe zu schädigen, doch dort, wo sie konvergieren, wird eine starke, scharf begrenzte Dosis an das Behandlungsziel abgegeben, während das umgebende gesunde Gehirn weitgehend geschont wird. Es bietet eine nicht-invasive Option für Tumoren und andere Läsionen, die durch eine offene Operation nur schwer oder mit hohem Risiko erreichbar wären.
CyberKnife M6
CyberKnife M6 ist ein Robotersystem für die stereotaktische Radiochirurgie und die stereotaktische Körperstrahlentherapie (SBRT). Trotz des Namens gibt es weder ein Messer noch Schnitte. Ein kompakter Linearbeschleuniger ist auf einem computergesteuerten Roboterarm angebracht und gibt viele dünne Strahlenbündel fokussierter Strahlung aus Hunderten von Winkeln ab. Die Strahlen treffen mit einer Genauigkeit im Submillimeterbereich auf den Tumor, sodass eine hohe Dosis das Ziel erreicht, während das umliegende gesunde Gewebe geschont wird. Eine bildgebende Überwachung während der Behandlung verfolgt den Tumor kontinuierlich, und eine Bewegungssynchronisation folgt Zielstrukturen, die sich mit der Atmung bewegen, wie etwa in der Lunge oder der Leber. Die Behandlung ist nicht-invasiv und schmerzfrei, erfordert keinen starren Kopfrahmen und erfolgt in der Regel ambulant in einer bis fünf Sitzungen. Die Entscheidung trifft das radioonkologische Team stets individuell.
Hybrid-OP (Hybridoperationssaal)
Ein Hybrid-OP (Hybridoperationssaal) ist ein chirurgischer Saal, der einen voll ausgestatteten Operationssaal mit moderner, fest integrierter Bildgebung im selben Raum vereint. Anstatt auf mobile Geräte angewiesen zu sein oder die Patienten in einen separaten Untersuchungsraum verlegen zu müssen, steht dem Behandlungsteam ein fest installiertes, hochauflösendes Bildgebungssystem wie ein robotischer Angiographiearm, ein Computertomograph (CT) oder ein MRT direkt am Operationstisch zur Verfügung. Dadurch können Chirurginnen und Chirurgen während des Eingriffs detaillierte Live-Bilder des Körpers einsehen und offene chirurgische Schnitte mit minimalinvasiven, kathetergestützten Techniken in einer einzigen Sitzung kombinieren. Für Patientinnen und Patienten kann dies einen weniger invasiven Eingriff, die sofortige Kontrolle des Operationsergebnisses, weniger Umlagerungen zwischen verschiedenen Räumen und bei komplexen oder risikoreichen Fällen oft eine sicherere Behandlungsoption bedeuten.
O-Arm
Der O-Arm ist ein intraoperatives Bildgebungssystem, das sich in einem vollständigen Kreis um den Patienten dreht, um während des laufenden Eingriffs hochauflösende Schnittbilder in Echtzeit zu erstellen. Praktisch bringt er einen mobilen Scanner nach Art eines CT direkt in den Operationssaal, sodass die Operateure die exakte Lage von Knochen, Instrumenten und Implantaten im Moment des Einbringens sehen können, anstatt sich ausschließlich auf vor der Operation angefertigte Aufnahmen zu stützen. Er wird vor allem in der Wirbelsäulenchirurgie, der Chirurgie von Gehirn und Nerven sowie der orthopädischen Unfallchirurgie eingesetzt, wo er präzise Orientierung bei kritischen Schritten bietet und eine höhere Genauigkeit sowie Sicherheit unterstützt.
3-Tesla-MRT
Das 3-Tesla-MRT ist ein Hochfeld-Magnetresonanztomograph, der außergewöhnlich detaillierte Bilder aus dem Inneren des Körpers erzeugt. Die Bezeichnung „3 Tesla“ bezieht sich auf die Stärke des Magneten, die etwa doppelt so hoch ist wie bei einem Standard-MRT-Gerät. Diese zusätzliche Leistung ermöglicht schärfere, höher auflösende Aufnahmen, oft in kürzerer Zeit. Wie jede Magnetresonanztomographie nutzt das Verfahren ein starkes Magnetfeld und Radiowellen anstelle von Röntgenstrahlen, sodass keine ionisierende Strahlung entsteht. Es ist besonders wertvoll für die Untersuchung des Gehirns, des Nervensystems, der Gelenke und des Weichteilgewebes und unterstützt Ärzte dabei, Veränderungen zu erkennen und zu beurteilen, die auf anderen Aufnahmen schwer zu sehen sein können.
Intraoperative MRT
Die intraoperative MRT, auch als OP-MRT bezeichnet, bringt die Leistungsfähigkeit der Magnetresonanztomographie direkt in den Operationssaal. Ein speziell entwickelter, in den Operationssaal integrierter Scanner ermöglicht es dem Operationsteam, detaillierte Bilder des Gehirns oder der Wirbelsäule aufzunehmen, während die Operation noch im Gange ist. So kann der Operateur den Fortschritt bereits während des Eingriffs überprüfen, anstatt auf eine spätere Untersuchung zu warten. Wie jede MRT nutzt sie ein Magnetfeld und Radiowellen anstelle von Röntgenstrahlen, sodass keine ionisierende Strahlung entsteht. Sie ist besonders wertvoll bei anspruchsvollen Tumoroperationen, bei denen die Beurteilung des Ergebnisses in Echtzeit das Resultat verbessern kann.
Funktionelle MRT (fMRT)
Die funktionelle MRT (fMRT), oft als fMRT abgekürzt, ist eine spezielle Form der Magnetresonanztomographie, die die Aktivität im Gehirn abbildet und nicht nur dessen Struktur. Während eine Standard-MRT die Form des Gehirns zeigt, macht die fMRT sichtbar, welche Regionen aktiv werden, wenn eine Person eine Aufgabe ausführt wie etwa Sprechen, das Bewegen einer Hand oder das Fühlen von Berührungen. Dies geschieht durch die Erfassung winziger Veränderungen im Blutfluss und Sauerstoffgehalt infolge von Hirnaktivität, ganz ohne ionisierende Strahlung. Das macht sie zu einem wertvollen Planungsinstrument vor Operationen oder anderen Behandlungen in der Nähe wichtiger Hirnareale.
Neuronavigation
Die Neuronavigation ist ein bildgestütztes chirurgisches System, das wie eine präzise Landkarte und ein Navigationssystem für das Gehirn und die Wirbelsäule funktioniert. Anhand patienteneigener Schnittbilder, die zu einem dreidimensionalen Modell zusammengefügt werden, zeigt es dem Operateur in Echtzeit genau an, wo sich die Instrumente im Körper befinden. So lässt sich der sicherste und kürzeste Weg zu einer Läsion planen und einhalten. Dies ist im Gehirn und an der Wirbelsäule besonders wichtig, da Zielstrukturen oft klein und tief gelegen sind und von lebenswichtigen Nerven und Blutgefäßen umgeben werden. Indem die Neuronavigation den Operateur an gesunden Strukturen vorbeiführt, unterstützt sie die Präzision, ermöglicht kleinere Zugangswege und bietet zusätzliche Sicherheit.
Intraoperatives Neuromonitoring
Intraoperatives Neuromonitoring ist eine Technologie, die während Operationen am Gehirn und an der Wirbelsäule kontinuierlich die Funktion von Nerven und Rückenmark überwacht. Kleine Sensoren erfassen die elektrische Aktivität, die über die Nerven verläuft, sodass das Operationsteam in Echtzeit gewarnt wird, sobald ein empfindlicher Nerv gefährdet ist - noch bevor ein dauerhafter Schaden entsteht. Diese Frühwarnung ermöglicht es den Operierenden, ihre Technik direkt anzupassen, und dient dazu, Bewegungsfähigkeit, Empfindung, Gehör und andere lebenswichtige Funktionen zu schützen. Es ist ein zentrales Sicherheitsinstrument bei Eingriffen in unmittelbarer Nähe von Gehirn, Rückenmark und kritischen Nervenbahnen.
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