Onkologie

Onkologie

Tiflis

Onkologie in Tiflis wird an 2 Krankenhäusern im Voumed-Netzwerk angeboten, mit 2 verwandten Behandlungen.

Die Onkologie ist das medizinische Fachgebiet, das Krebserkrankungen diagnostiziert, behandelt und nachsorgt; dies betrifft Erkrankungen, bei denen sich veränderte Zellen vermehren und im Körper ausbreiten können. Moderne Krebsmedizin ist Teamarbeit: Die medikamentöse Onkologie setzt auf medikamentöse Therapien wie Chemotherapie, zielgerichtete Therapie und Immuntherapie, die Radioonkologie behandelt mit präzise ausgerichteter Strahlung, und die chirurgische Onkologie entfernt Tumoren, während Pathologie, Radiologie, Nuklearmedizin und unterstützende Versorgung das Gesamtkonzept zusammenfügen. Da kein einzelner Spezialist das gesamte Bild allein überblickt, werden die wichtigsten Entscheidungen meist in einer multidisziplinären Tumorkonferenz getroffen, die einen individuellen Plan festlegt. Patienten reisen oft für eine Krebsbehandlung ins Ausland, um erfahrene Krebsteams, moderne Strahlentherapie und Bildgebung sowie einen zeitnahen Behandlungszugang zu erhalten, alles koordiniert unter einem Dach.

Auf einen Blick

Subspezialisierungen
medikamentöse Onkologie, Radioonkologie, chirurgische Onkologie, Hämatoonkologie, Nuklearmedizin, interventionelle Onkologie
Häufige Behandlungen
Chemotherapie, zielgerichtete Therapie und Immuntherapie, Strahlentherapie, Krebschirurgie, Ablation und arterielle Therapieverfahren, Knochenmarktransplantation
Häufige Reisegründe
erfahrene multidisziplinäre Krebsteams, moderne Strahlentherapie und PET-Bildgebung, zeitnaher Behandlungszugang und Zweitmeinungen
Typischer Klinikaufenthalt
viele Behandlungen erfolgen ambulant oder tagesklinisch, längere Aufenthalte bei größeren Operationen oder Transplantationen
Anästhesie
keine bei den meisten medikamentösen und strahlentherapeutischen Behandlungen, lokale Betäubung bei einigen Eingriffen, Vollnarkose bei Krebsoperationen
Typischer erster Schritt
Überprüfung von Pathologiebefunden und Bildgebung, präzises Staging und ein von der Tumorkonferenz abgestimmter Behandlungsplan
Zum vollständigen Ratgeber

Nicht sicher, welches Krankenhaus zu Ihrem Fall passt?

Laden Sie Ihre medizinischen Unterlagen hoch und lassen Sie die KI das richtige Krankenhaus für Sie finden.

Unterlagen hochladen

Verfügbar in diesen Krankenhäusern

Behandlungen

Technologien und Ausstattung

Varian Edge

Varian Edge ist eine moderne Radiochirurgie-Plattform, ein Hochpräzisionsgerät, das Tumoren mit stark bündelnden Strahlenfeldern von außerhalb des Körpers und ganz ohne Schnitt behandelt. Das System ist für die stereotaktische Radiochirurgie sowie die stereotaktische Körperstrahlentherapie ausgelegt, zwei Verfahren, die eine hohe Strahlendosis exakt an die Form des Zielgebiets anpassen und gleichzeitig das umliegende gesunde Gewebe schonen. Eine bildgestützte Führung und ein System zur Bewegungserfassung in Echtzeit verfolgen selbst kleinste Bewegungen von Patienten oder Tumoren und halten den Strahl im Submillimeterbereich exakt im Ziel. Die Behandlung ist schmerzfrei, erfordert bei Zielen im Gehirn keinen starren Kopfrahmen und wird in der Regel in wenigen kurzen ambulanten Sitzungen abgeschlossen. Das Team der Radioonkologie plant jeden Fall stets individuell.

Adaptive Strahlentherapie mit Ethos

Die adaptive Strahlentherapie mit Ethos ist ein System zur adaptiven Bestrahlung, das künstliche Intelligenz nutzt, um jede Krebsbehandlung am Behandlungstag exakt an die Anatomie der behandelten Person anzupassen. Der Körper verändert sich von Sitzung zu Sitzung geringfügig: Ein Tumor kann schrumpfen, Organe können sich verschieben oder Blase und Darm unterschiedlich gefüllt sein. Ethos erstellt zu Beginn jeder Sitzung eine aktuelle Aufnahme, erkennt diese Veränderungen und kann mit Unterstützung durch KI innerhalb von Minuten statt der sonst üblichen Stunden einen angepassten Bestrahlungsplan erstellen. So bleibt die Strahlendosis präzise auf den Tumor gerichtet, während gesunde Nachbarorgane besser geschont werden.

Next-Generation-Sequenzierung (NGS)

Die Next-Generation-Sequenzierung (NGS) ist ein leistungsfähiges Laborverfahren, das den genetischen Code vieler Gene gleichzeitig, schnell und präzise entschlüsselt. In der Krebsmedizin bildet sie die Grundlage der Präzisionsmedizin: Durch die Untersuchung der DNA und RNA eines Tumors deckt sie die spezifischen Veränderungen auf, die das Wachstum der individuellen Krebserkrankung antreiben, und weist auf Behandlungen hin, die mit der größten Wahrscheinlichkeit wirksam sind. Dieselbe Technologie wird eingesetzt, um erbliche Krebsrisiken zu untersuchen und molekulare Tumorboards zu unterstützen, in denen Fachleute das genetische Profil von Patientinnen und Patienten mit zielgerichteten Therapien und klinischen Optionen abgleichen. Da die fundierte Auswertung dieser Ergebnisse spezialisierte Labore und erfahrene Teams erfordert, ist eine umfassende genomische Diagnostik ein Merkmal spezialisierter Zentren, das viele internationale Patienten in Anspruch nehmen, um einen klareren, individuelleren Behandlungsplan zu erstellen.

Brachytherapie

Die Brachytherapie, zu deren Formen auch die LDR-Brachytherapie gehört, ist eine Art der internen Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle direkt im Körper am oder neben dem Tumor platziert wird, anstatt von außen auf ihn gerichtet zu werden. Da sich die Quelle so nah am Zielbereich befindet, kann sie eine hohe, sehr gezielte Dosis abgeben, während die Strahlung über eine kurze Distanz steil abfällt und das umliegende gesunde Gewebe schont. Moderne Systeme automatisieren diesen Ablauf sicher: Dünne Röhrchen werden zum Tumor geführt, die Quelle bewegt sich entlang eines präzisen Plans hindurch und wird am Ende wieder herausgezogen, sodass keine Strahlung im Körper zurückbleibt.

CyberKnife M6

CyberKnife M6 ist ein Robotersystem für die stereotaktische Radiochirurgie und die stereotaktische Körperstrahlentherapie (SBRT). Trotz des Namens gibt es weder ein Messer noch Schnitte. Ein kompakter Linearbeschleuniger ist auf einem computergesteuerten Roboterarm angebracht und gibt viele dünne Strahlenbündel fokussierter Strahlung aus Hunderten von Winkeln ab. Die Strahlen treffen mit einer Genauigkeit im Submillimeterbereich auf den Tumor, sodass eine hohe Dosis das Ziel erreicht, während das umliegende gesunde Gewebe geschont wird. Eine bildgebende Überwachung während der Behandlung verfolgt den Tumor kontinuierlich, und eine Bewegungssynchronisation folgt Zielstrukturen, die sich mit der Atmung bewegen, wie etwa in der Lunge oder der Leber. Die Behandlung ist nicht-invasiv und schmerzfrei, erfordert keinen starren Kopfrahmen und erfolgt in der Regel ambulant in einer bis fünf Sitzungen. Die Entscheidung trifft das radioonkologische Team stets individuell.

Intraoperative Strahlentherapie (IORT)

Die intraoperative Strahlentherapie (IORT) ist ein Verfahren, bei dem während der Operation selbst, unmittelbar nach der Tumorentfernung und während die Patientin oder der Patient noch in Narkose schläft, eine einzelne, gezielte Strahlendosis direkt in das Risikogebiet verabreicht wird. Bei geöffneter Operationswunde kann das Behandlungsteam den Bestrahlungsapplikator exakt auf dem betroffenen Gewebe platzieren und die Haut sowie benachbarte Organe behutsam aus dem Strahlengang verlagern. Dadurch wird die Bestrahlung präzise dorthin gelenkt, wo Krebszellen am ehesten verblieben sein könnten, während gesundes Gewebe geschont wird. Für geeignete Patientinnen und Patienten, insbesondere bei Brustkrebs im Frühstadium, kann eine einzige intraoperative Dosis eine mehrwöchige Strahlentherapie nach dem Eingriff ersetzen oder deutlich verkürzen.

PET-CT

Die PET-CT ist ein modernes hybrides Bildgebungsverfahren, das die Positronenemissionstomographie mit der Computertomographie in einer einzigen Untersuchung verbindet und so die Stoffwechselaktivität sowie die anatomische Struktur des Körpers gleichzeitig darstellt. Im typischen PET-CT-Ablauf wird eine geringe Dosis eines schwach radioaktiven Radiopharmakons (Tracers), meist ein Glukose-Analogon, injiziert, das sich in besonders stoffwechselaktiven Zellen anreichert, wie es für viele Tumoren charakteristisch ist. Da sie krankhafte Veränderungen oft schon sichtbar macht, bevor sich die Form eines Organs verändert, gehört die PET-CT zu den wichtigsten Verfahren, um Krebserkrankungen zu erkennen, deren Ausbreitung zu bestimmen und das Ansprechen auf eine Therapie zu überprüfen.

SPECT-CT

Die SPECT-CT ist ein nuklearmedizinisches Bildgebungsverfahren, das die Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie mit der Computertomographie in einem Gerät vereint und sowohl die Funktion eines Organs als auch dessen anatomische Struktur in einer einzigen Untersuchung erfasst. Ein niedrig dosiertes Radiopharmakon wird injiziert und reichert sich im Zielgewebe an, wo eine rotierende Gammakamera dreidimensionale Funktionsbilder erzeugt, während die CT-Untersuchung die genaue Lage im Körper bestimmt. Indem sie nicht nur die Form einer Struktur zeigt, sondern auch, wie aktiv sie ist, hilft die SPECT-CT Ärztinnen und Ärzten dabei, Erkrankungen zu erkennen, ihren genauen Sitz zu bestimmen und Behandlungen mit größerer Sicherheit zu planen.

TomoTherapy

TomoTherapy ist ein bildgeführtes Strahlentherapiesystem, das die Strahlung in einer kontinuierlichen Spirale abgibt, während der Behandlungsring wie bei einem CT-Scanner um den Patienten rotiert. Eine integrierte CT-Bildgebung ermöglicht es dem Team der Onkologie und Strahlentherapie, die genaue Position des Tumors vor jeder Sitzung zu überprüfen. Der Strahl wird dabei in viele kleine Strahlensegmente unterteilt, die die Dosis präzise auf das Zielgebiet auftragen. Dieser schichtweise Ansatz eignet sich gut für komplexe oder ungewöhnlich geformte Tumoren sowie für große oder langgestreckte Behandlungsbereiche, während benachbarte gesunde Organe besser geschützt bleiben.

Kopfhautkühlsystem

Ein Kopfhautkühlsystem ist eine unterstützende Technologie, die dazu beiträgt, den Haarausfall während einer Chemotherapie zu verringern, der für viele Patientinnen und Patienten zu den belastendsten Nebenwirkungen gehört. Dabei tragen Sie eine eng anliegende Kappe, die die Kopfhaut vor, während und nach der Chemotherapiesitzung sanft kühlt. Durch die Kälte verengen sich die kleinen Blutgefäße in der Kopfhaut und die Aktivität der Haarfollikel verlangsamt sich, sodass weniger vom Chemotherapeutikum dorthin gelangt und diese weniger beeinträchtigt werden. Vielen Betroffenen hilft dies, während der Behandlung mehr eigenes Haar zu behalten, was das Wohlbefinden und den Alltag spürbar entlasten kann.

TrueBeam STx

TrueBeam STx ist ein moderner Linearbeschleuniger, ein Gerät, das eine perkutane Strahlentherapie zur Krebsbehandlung mit sehr hoher Präzision verabreicht. Es passt hochenergetische Strahlenbündel exakt an die Größe und Form eines Tumors an und richtet sie aus vielen Winkeln auf das Zielgebiet, sodass eine starke Dosis den Tumor erreicht, während das umliegende gesunde Gewebe und benachbarte Organe so wenig wie möglich belastet werden. Da das System das Zielgebiet erfasst und Bewegungen wie die Atmung berücksichtigen kann, arbeitet es millimetergenau. Dadurch eignet es sich sowohl für die konventionelle, tägliche Strahlentherapie als auch für moderne, fokussierte Verfahren, die einen Tumor in nur wenigen Sitzungen behandeln. Die Behandlung ist nicht-invasiv und schmerzfrei, ohne dass Instrumente in den Körper eingeführt werden.

Elekta Versa HD Signature

Elekta Versa HD Signature ist ein hochauflösender Linearbeschleuniger, der Krebserkrankungen durch präzise geformte Strahlenbündel von außerhalb des Körpers behandelt. Das System verbindet bildgebende Kontrollen mit moderner Strahlformung, sodass das Team für Radio-Onkologie den Tumor millimetergenau anvisieren und gleichzeitig die umliegenden gesunden Organe und Gewebestrukturen schonen kann. Da sich der Strahl exakt an die Kontur des Tumors anpassen lässt, gestaltet sich die Therapie zielgerichteter sowie schonender, und die meisten Patientinnen und Patienten können ihren gewohnten Alltag während des gesamten Behandlungsverlaufs beibehalten.

Ganzkörper-MRT

Die Ganzkörper-MRT untersucht den gesamten Körper in einer einzigen Sitzung, vom Kopf hinab bis zu den Oberschenkeln und mitunter den Füßen, und liefert einen zusammenhängenden Satz detaillierter Bilder. Da sie mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen statt mit Röntgenstrahlen arbeitet, ist die Untersuchung unabhängig von der Ganzkörper-MRT-Dauer frei von ionisierender Strahlung. Indem sie viele Organe und Regionen auf einmal erfasst, bietet sie einen breiten Überblick, der Erkrankungen bereits in einem frühen Stadium erkennen kann. Dies macht sie sowohl zu einem wertvollen Instrument für Menschen, die eine gründliche Vorsorgeuntersuchung wünschen, als auch zu einer Methode, um Veränderungen zu beurteilen, die mehr als einen Teil des Körpers betreffen können.

Digitale Mammographie

Die digitale Mammographie ist ein Niedrigdosis-Röntgenverfahren zur Früherkennung und Feststellung von Brustkrebs im Frühstadium. Sie erstellt hochauflösende digitale Aufnahmen der Brust, die von einer Radiologin oder einem Radiologen am Bildschirm beurteilt und nachbearbeitet werden können, wodurch kleine Knoten, Gewebeveränderungen und winzige Kalkablagerungen sichtbar werden, die weder tastbar noch bei anderen Untersuchungen erkennbar sind. Da sie Veränderungen lange vor dem Auftreten von Symptomen aufdecken kann, bildet sie die Grundlage der Brustkrebs-Früherkennung und zählt zu den wirksamsten Methoden, um die Erkrankung im bestmöglich behandelbaren Stadium zu erkennen.

Tomosynthese-Mammographie (3D-Mammographie)

Die Tomosynthese-Mammographie (3D-Mammographie), oft auch als 3D-Mammographie bezeichnet, ist eine weiterentwickelte Form der digitalen Mammographie, die aus einer Reihe dünner Schichten ein dreidimensionales Bild der Brust aufbaut. Anstelle einer einzelnen flachen Aufnahme, in der überlagerndes Gewebe ein Problem verdecken oder vortäuschen kann, ermöglicht sie es der Radiologin oder dem Radiologen, die Brust Schicht für Schicht auf einem hochauflösenden Bildschirm zu durchmustern. Dadurch lassen sich kleine Läsionen und Tumoren leichter erkennen und echte Befunde besser von harmlosem überlagerndem Gewebe unterscheiden, was insbesondere für die Früherkennung und für Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe wertvoll ist.

Endosonographie (EUS)

Die Endosonographie (EUS) kombiniert Endoskopie und Ultraschall in einem einzigen dünnen Instrument, wodurch sich die tieferen Schichten des Verdauungstrakts sowie die umliegenden Organe und Gewebe detailliert untersuchen lassen, unabhängig davon, ob die Endosonographie stationär oder ambulant erfolgt. Indem eine winzige Ultraschallsonde an der Spitze eines Endoskops direkt in das Körperinnere und ganz nah an die Zielregion geführt wird, liefert das Verfahren hochauflösende Bilder von Strukturen wie der Bauchspeicheldrüse, den Gallengängen und benachbarten Lymphknoten, die von außen nur schwer einsehbar sind. Bei Bedarf kann während derselben Untersuchung mit einer feinen Nadel eine Probe für das Labor entnommen werden, ganz ohne chirurgischen Schnitt.

FAPI-PET-CT

Die FAPI-PET-CT ist ein fortschrittliches bildgebendes Verfahren der Onkologie, das eingesetzt wird, um Krebserkrankungen festzustellen und deren Ausbreitung zu beurteilen. Dabei kommt ein Tracer namens FAPI zum Einsatz, kurz für Fibroblasten-Aktivierungsprotein-Inhibitor. Dieser zielt auf die Stützzellen ab, die viele Tumoren umgeben und versorgen, anstatt wie bei einer Standard-PET-Untersuchung die Zuckeraufnahme zu messen. Mit einem radioaktiven Isotop markiert und mit PET und CT kombiniert, entstehen detaillierte dreidimensionale Bilder, die Tumoren und deren Absiedlungen sichtbar machen können, teils deutlicher als herkömmliche Methoden. Dies ist besonders hilfreich bei Krebsarten, die bei einer Routineuntersuchung schwer zu erkennen sind.

HIFU bei Prostatakrebs

HIFU bei Prostatakrebs (hochintensiver fokussierter Ultraschall) ist eine nicht-operative, gezielte Behandlung, die erkranktes Gewebe mithilfe präzise gebündelter Schallwellen zerstört, ganz ohne Schnitt am Körper. Eine über den Enddarm eingeführte Sonde gibt fokussierte Ultraschallenergie ab, die gezielt den bösartigen Anteil der Prostata erhitzt und zerstört, während das gesunde Gewebe sowie umliegende Strukturen weitestgehend geschont werden. Durch die hohe Präzision zielt das Verfahren darauf ab, den Krebs zu behandeln und gleichzeitig die Kontinenz sowie die Erektionsfähigkeit zu erhalten. Es wird vor allem bei frühem, lokal begrenztem Prostatakrebs und bei Männern eingesetzt, die sich eine minimal-invasive Option wünschen.

NanoKnife (irreversible Elektroporation)

Das NanoKnife (irreversible Elektroporation) ist ein Ablationsverfahren, das Tumorzellen mithilfe kurzer elektrischer Hochspannungsimpulse anstelle von Hitze oder Kälte zerstört. Der Strom erzeugt winzige, dauerhafte Poren in der Membran der Tumorzellen, was zu deren Absterben führt, während das umliegende Gewebegerüst weitgehend geschont wird. Da das Verfahren weder verbrennt noch vereist, kann es zur Behandlung von Tumoren eingesetzt werden, die in unmittelbarer Nähe zu Blutgefäßen, Gallengängen und Nerven liegen, wo hitze- oder kältebasierte Methoden schwere Schäden riskieren würden. Dies macht es zu einer wertvollen Option für ausgewählte Tumoren, die sich operativ nicht entfernen lassen.

Aiforia-KI-Pathologie

Die Aiforia-KI-Pathologie ist eine durch künstliche Intelligenz unterstützte Pathologie-Software, die Ärztinnen und Ärzte bei der Analyse von Gewebeproben unterstützt, die im Rahmen einer Biopsie oder Operation entnommen wurden. Nachdem eine Probe auf einen Objektträger aus Glas aufgebracht und in ein hochauflösendes digitales Bild eingescannt wurde, nutzt die Software trainierte KI, um Merkmale im Gewebe zu vermessen und hervorzuheben. Dies unterstützt die Pathologin oder den Pathologen bei der Diagnosestellung. Sie verfügt über eine CE-IVD-Kennzeichnung für die In-vitro-Diagnostik und wird bei Krebserkrankungen wie Brust-, Prostata-, Lungen- und Hautkrebs eingesetzt. Wichtig ist, dass es sich um ein System zur Entscheidungsunterstützung handelt: Es hilft und sorgt für zusätzliche Konsistenz, doch die letztendliche Verantwortung für die Diagnose verbleibt beim Pathologen.

MR-Linac (MRT-geführte Strahlentherapie)

Der MR-Linac (MRT-geführte Strahlentherapie) kombiniert ein Bestrahlungsgerät mit einem MRT-Scanner in einem einzigen System, sodass das Behandlungsteam der Onkologie den Tumor und das umgebende Weichgewebe während der laufenden Bestrahlung in Echtzeit beobachten kann. Die Standard-Strahlentherapie stützt sich auf Planungsaufnahmen früherer Tage, doch Tumoren und Organe verlagern sich von Sitzung zu Sitzung sowie durch die Atembewegung geringfügig. Durch die direkte Sicht auf das Zielgebiet ermöglicht der MR-Linac dem Team, den Bestrahlungsplan täglich anzupassen und den Strahl bei Bewegungen des Tumors anzuhalten oder nachzuführen, um die Dosis exakt dort abzugeben, wo sie benötigt wird, und gesundes Gewebe besser zu schonen.

512-Zeilen-CT

Ein 512-Zeilen-CT ist ein sehr schneller, detailreicher Computertomograph, der bei jeder Rotation eine grosse Anzahl dünner Bildschichten erfasst. Durch die schnelle Erfassung so vieler Informationen kann das Gerät in einem einzigen kurzen Atemzug detaillierte dreidimensionale Bilder des Körpers erstellen. Diese Geschwindigkeit ist besonders wertvoll für die Darstellung sich bewegender Organe wie des Herzens, da ein schneller Scan Bewegungen einfriert und gestochen scharfe Bilder liefert. Wie jedes CT nutzt es Röntgenstrahlung, moderne Geräte dieser Art sind jedoch so konstruiert, dass sie die Strahlendosis so gering wie möglich halten.

Dual-Energy-CT

Die Dual-Energy-CT ist eine fortschrittliche Form der Computertomographie, die den Körper zeitgleich mit zwei unterschiedlichen Röntgenenergiestufen abtastet. Eine Standard-CT nutzt eine einzelne Energie und zeigt vor allem die Form und Dichte von Geweben. Durch den Vergleich, wie sich Strukturen bei zwei Energien verhalten, kann die Dual-Energy-CT verschiedene Materialien jedoch weitaus präziser voneinander unterscheiden. Diese zusätzliche Information hilft ärztlichen Fachkräften, Befunde genauer zu charakterisieren, etwa indem sie Gewebearten oder Ablagerungen voneinander abgrenzen. Dies lässt sich häufig mit weniger Kontrastmittel und einer geringeren Strahlendosis erreichen. Wie jede CT nutzt sie Röntgenstrahlung, setzt jedoch Verfahren ein, die die Strahlenbelastung gering halten.

Nicht sicher, welches Krankenhaus zu Ihrem Fall passt?

Laden Sie Ihre medizinischen Unterlagen hoch und lassen Sie die KI das richtige Krankenhaus für Sie finden.

Unterlagen hochladen